WASES ISTWASESISTESISTWASESISTWAS ESISTJAWASISNDES: nina hagen
kurze einführung in eine subjektive bestandsaufnahme......
die kosmologische ambivalenz
planetarischer erlebniswelten und ihrer nebenprodukte............
".....doch uns ist gegeben,auf keiner stätte zu ruhen
es schwinden,es fallen die leidenden menschen
blindlings von einer stunde zur andern,
wie wasser,von klippe zu klippe geworfen,
jahrlang ins ungewisse hinab".................
HÖLDERLIN
soweit der von mir hochverehrte herr hölderlin, der sicherlich nicht falsch liegt mit seiner poetischen betrachtung .
übrigens nur fragmentarisch zitiert.
ausgesetzt auf einem relativ bewohnbaren,einem offensichtlich jedem zugänglichen und von der grundstruktur her dreidimensionalen planeten ,innerhalb eines dualen lebensprinzips (ying und yang) inmitten eines relativ kalten und
schwarzen universums versucht der mensch, sein ausgesetztsein ohne eindeutige
gebrauchsanweisungen für dieses dasein ,die ihm unbekannte zeit seines lebens zu bewältigen.
gebrauchsanweisungen werden ihm nicht mitgegeben, und somit
gerät er natürlich immer wieder in ein an sich permanentes entscheidungsdrama hinsichtlich dem, was sich ihm entgegenstellt.
mit der geburt beginnt die prägung gemäss des zeitgeistes, dessen kulturellen und philosphischen phänomenen
und unendlich vielen unwägabarkeiten auf komplexen erfahrungsebenen, die ihn als beseeltes wesen ausmacht.
im gegensatz zum tierhaften, wo sich eine lebensstruktur mittels instinkt und relativer intelligenz quasi von alleine
ergibt, muss der mensch, sich seiner endlichkeit und eines in ihm schlummernden sinnhaften drangs nach
bedeutung und bewusstsein seines daseins eben bewusst mit den grossen fragen nach seiner individualität und
lebensausrichtung beschäftigen.
je nach intelligenz, seelenhöhe und erziehung sowie der astrolgischen konstellationen seiner planeten wird er nun andauernd in frage gestellt in seinem denken und handeln.
geprägt von dem von ihm erlebten,gezeigten und erfahrenen,angetrieben von schicksalhaftem und zunächst uner-
klärlichem sich hineinbewegen in sein eigenes drama, erlebt er auf kurz oder lang,(wiederum je nach intelligenz und
seelenhöhe),wie sich sein handeln für die zukunft aufgrund seines denkens gestaltet
.er weiss, dass er für entscheidungen
offensichtlich einen freien willen besitzt, erkennt aber auch, dass seine freie willensentscheidungen nie zu hundert prozent
losgelöst sind von empfinden und wechselhaften interpretation seiner eigenen existenz.
er erfährt, dass ihm letztlich niemand eine endgültige und definitive sicherung seines denkens und fühlens geben kann und
versucht nun,sich diese sicherung seines daseins durch vernunft und die hinwendung zu konstrukten von "richtig und falsch"
zu gestalten.
gleichzeitig wird er als grössten schock innerhalb seiner kosmologischen identität eines tages erkennen muessen, dass die grossen
fragen nach sinn,existenz für sein gehirn nicht erfassbar sein werden.
andauernd auf der suche nach der idee einer richtigkeit seines handelns erkennt er eine gewisse logik der vernunft,muss aber erkennen, dass
das dasein an sich und in sich nicht logischen abwägbarkeiten folgt.
er erkennt mit fortschreitendem auf sich gestellt sein, dass er vollkommen alleine ist.,ihm in fundamentalen fragen seiner existenz keiner wirklich
behilflich sein kann,allenfalls mit gut gemeinten ratschlägen und funktionaler unterstützung bei krisen und schicksalsschlägen,niemals aber
innerhalb der vertikalität seines erleidens von dem, was ihm wirderfährt.
religiöse systeme und geschichtliche erfahrungen samt ihrer philosophischen phänomene bieten sich ihm nun an,und er stellt
sich ihnen meist ohne grosse hinterfragung anheim.
im laufe seines lebens erscheinen viele ereignisse aber dennoch als unlösbar und das schicksal wartet auf mit den erlebnisinhalten aus glück und
unglück.
er erkennt, dass sein verlangen nach glückhaftem, nach seelischer und materieller sicherung und lebenssinn ihr eigenes
spiel spielen, er sich nicht verlassen kann auf gute intentionen, auf seine intelligenz, auf relativen reichtum,seine familiären verhältnisse und einer
geborgenheit in seinem umfeld.
alles um ihn herum kann ihn aufgrund eigener oder kollektiver zusammenbrüche von lebenstil-und konstrukten
immer wieder aus seinem kontext hinauswerfen und vor immer neueren konflikt -und problemsituationen ist er nie
gefeit.
seine suche nach eindeutigkeit und endgültigkeit von werten und inhalten ist vergeblich.
er kann sich auf nichts verlassen.
seine entscheidungen können in jeder sekunde das gegenteil von dem hervorrufen,was er beabsichtigte.es gibt keine eindeutige
handlungslogik.
er erkennt, dass in allen seinen erfahrungsphänomenen eine ABSOLUTE AMBIVALENZ verborgen ist.
er erkennt , wie hilflos er letztlich ist ,und je grösser der kosmische blick, desto sicherer und eindeutiger erfährt
er diese hilflosigkeit bis hin zur absoluten verzweiflung.
kommt gott ins spiel, so kann er sich in dem akt dieser ungeheuren verzweiflung trost und hilfe in glaubens-
vorstellungen holen,dort sicherung und hoffnung schöpfen.er kann sich dann gelegentlich
ausruhen,und seine projektionenen auf ein gottesbild werden ihm hilfreich und tröstend entgegenkommen.
dennoch erlebt er weiterhin, dass ihm dieser glaube nicht das scheitern und das erleben von angst,unglück,krankheit und
verfall abnimmt.er kann allenfalls sein leben gott anheim stellen und sich in einer art fatalistischer hingabe an diese höhere macht wenden und sich ihr ergeben.
doch immer wieder muss er sehen, dass er gegenüber des gewaltigen und komplexen lebens im grunde keine andere chance hat,
als zu hoffen, dass sich die vorstellungen und wuensche gegenüber seinem dasein so fügen, dass sie für ihn erfüllend und
sinngebend sein mögen.
je nach kultur und lebenskreis und den in seiner komplexität ausufernden planetarischen lebensformen kann er sich damit begnügen,
sich dem lebenskampf zu unterwerfen ,oder er beginnt,je nach interesse und ausrichtung innerhalb seines geistigen potentials, sich
dem entgegezustellen und seine eigenen interpretationen zu gestalten.
gemäss seiner astrologischen grundform,dem radix,
(ich setze die akzeptanz der lehrreichen und einsichtfördernden offenbarungen
der astrologie voraus.,nicht zu verwechseln mit vulgärastrologischen vorausschauprojektionen und deren fragwürdigen ergebnissen)
ist er gefangen in seiner psychischen und seelischen grundstruktur.
das bedeutet,dass er nur im rahmen dieser struktur agiert.
auf höherer ebene impliziert dieser fakt, dass menschen völlig verschiedenartige herangehensweisen an die interpretaionen ihrer erfahrungswelten
und seinstrukturen von haus aus mitbringen.
ein jeder ist dieser grundstruktur ausgesetzt,kann sie ,mit fortschreitender einsicht, modellieren und bearbeiten,aber sie nie völlig ablegeben
bzw. austauschen.
jeder mensch ist absolut einmalig, und in dieser einmaligkeit nur bedingt nachvollziehbar von anderen ,was sein denken und handeln
betrifft.
somit hat jeder mensch auch andere erwartensmuster an sein leben.
(während der eine mit seiner hütte, seinen lebensbedingungen und ausreichender
grundversorgung sich bescheiden und akzeptierend seinem lebensbedingungen unterordnet,empfindet ein mensch mit beispielsweise
hohem kreativen potential diese grundversorgung lediglich als voraussetzung für die umsetzung seiner talente.))
seine entscheidungen sind immer von multiplen indikatoren abhängig und entziehen sich ihm selber oft einer eindeutigen erklärbarkeit.
somit befindet der mensch sich in einem immerwährenden dilemma.,dem dilemma der uneindeutigkeit.
dass er sich neben diesem dilemma auch mit dem rest der menschheit und ihrer geschichte abfinden muss, ist unausweichlich.
der blaue planet erde ist in seiner geschichte eher ein roter planet,das blut,dass menschen vergossen haben in zahllosen kriegen und
grausamen auseinandersetzungen wegen divergierender vorstellungswelten und konzepten in allen möglichen erscheinungsformen
ist unvorstellbar und unermesslich.
wie kann er mit diesem wissen sein eigenes leben gestalten,wenn er immer dem ausgesetzt ist,was er nicht abwenden kann im individuellen und
kollektiven erlebnisfeld.?
er muss,--- wohl oder übel.und jede entscheidung fordert unerbittlich ihren preis.sagt er zu dem einen ja, impliziert dieses ja automatisch ein nein hinsichtlich einers anderen
phänomens.
den rest erledigt das schicksalhafte ,die zeit und somit sein verfall.
die freude und das glück sind allenfalls momente gnadenvollen waltens einer unerklärlichen kraft.
das ausserirdische zufallkontrollbüro und seine planetenkonstellationen zur geburtszeit spielen ihr eigenes spiel.
er darf fortan staunen und mit grossen augen seine inneren und äusseren welten und deren geschehnisse zur kenntnis nehmen.
hat er humor, darf er auch lachen,denn.
tränen gibt es eh gratis auf diesem planeten, dem schönene blauen,der sich mühelos und entspannt dreht zu den klängen eines straussschen walzers innerhalb
der unbegreiflichen ausdehnung der zeit und des raumes...........................seufz,.........wie schön!
2.kapitel.
zwischen wirklichkeit und hoffnung:
"die hoffnung sitrbt zuletzt"
sprichwort
ausgesetzt in diesem hin und her auf der dauernden suche nach richtigkeit und eindeutigkeit erkennt er ,
dass diese phänomene seiner unsicherheit und die suche nach absolutheit ihn in einen dauerhaften schmerz
versetzen,den er auf vielerlei ebenen erfährt,ohne in der lage zu sein, dieses grundthema ein für allemal zu lösen.
so hangelt er sich mit dem thema " versuch und irrtum" von einer lebensituation zur nächsten,staunend ueber
das ,was ihm widerfährt.
die temporäre unerträglichkeit des seins wird allerdings gemildert von momenten atemloser schönheit und lustvollem
empfinden. er muss erkennen, dass sowohl in der tierwelt wie auch unter den menschen barbarische formen des überlebens und
gegenseitigen tötens herrschen. er erkennt, dass er auf einem fragilen planeten phänomenen ausgesetzt ist mit unvorherseh-
baren katastrophen wie erdbeben, tsunamis, duerren und hungersnöten,krieg und gewalt.
er sieht dem verfall seines körpers zu,
schlägt sich mit physischen und psychischen krankheiten herum....und bleibt dennoch,falls möglich optimistsich, vermehrt sich dank des
lustprinzips erotischer kopulationen und nährt sein prinzip der hoffnung, das irgendwann einmal "ALLES BESSER WIRD".oder er ist eine frohnatur bzw. ignorant,denn freude ist
mitunter der mangel an information.
die schönheit der erde und die fähigkeit zur freude und ekstase verleiht ihm immer wieder neue kraft.der drang zum leben impliziert scheinbar eine
immer wieder erneuerbare energiequelle, und das oftmals ausgerechnet dort, wo das leben den menschen eher mit wenig
empathie begegnet.dort vermehrt man sich auch besonders gern.
dennoch hat er auch weiterhin keine gebrauchsanweisung parat.
sein handeln kann er nur aus der rückschau betrachtend als positiv oder negativ bewerten,und auch das nur sehr vage.
diese in ihm weilende grundstimmung einer chronischen verzweifelung ist auf dauer nur dadruch zu mildern, indem er beginnt,
hoffnungsvolle ausrichtungen in sein mentalgefüge einzubauen.
die hoffnung auf besserung seines zustandes,zumindest in situationen,in denen der grundschmerz ihn im griff hat,wird dann
zu einer art hilfsmotor, der immer dann anspringt, wenn ihn seine kräfte verlassen und er sich in eben hoffnungslosen stimmungen
befindet.
er weilt beständig in der ambivalenz zwischen aufgeben und voranschreiten,obwohl in der realen und akuten erfahrungswelt für letzeres oft nur wenig
anlass besteht.
so bleibt das dilemma bestehen, sich der gnadenlosen wirklichkeit zu unterwerfen und aufzugeben,oder weiterzumachen und eventuell
das unglück und den schmerz zu mildern, sofern es in seiner hand liegt..
unmittelbar dazu gesellt sich ein dem menschen offenbar innewohnendes streben nach einem übergeordnetem prinzip,
nach einem gottesbild,nach religiösem aufgehobensein.die kreation von
ein oder auch mehreren göttlichen bildern oder sonstigen anbetungswürdigen idolen ,d.h. auch offensichtlich intelligenteren wesen,
die er durch gebete und manipulationen dazu bewegen kann,
sein schicksal zum guten zu führen,scheint ihn zu entspannen. er stählt damit das phänomen seiner hoffnung und mildert die ambivalenz zwischen ihr
und seiner selbstaufgabe.
hilfeich im religösen kontext sind auch aus ihm entstehende gesetze und vorgaben des verhaltens bis hin zum absoluten heilsversprechen in anderen sphären nach seinem tod,
die möglichkeit, sich dort geborgen und anheimgestellt zu fühlen lindert offensichtlich seine angst und sein leiden.
inch allah und kyrie eleison,om namah shiva und om mani padme hum etc. als mantra gegen verzweiflung und innerer not.ohne diese inhalte bewegte er sich im freien fall. siehe zitat
HÖLDERLIN.
hoffnung und wirklichkeit werden also genährt bzw. ignoriert und auch schöngeredet.im nachhinein schafft es der mensch sogar, unangenehme
lebensituationen zu verklären und nostgalgisch zu verbrämen.und das ist gut so.
3. die zeit und der tod.
"dying is easy its living that scares me to death"
annie lennox-medusa-
nachdem wir nun erkannt haben, dass die grundattitüde menschlichen daseins eher ein kollektives achselzucken darstellt,
erkennt der mensch schon relativ früh, dass er vor allem seiner endlichkeit und seinem verfall anheimgestellt ist und in letzter kon-
sequenz die auslöschung seiner physischen form auf ihnn wartet.
erkennt er die existenz einer seele an, glaubt er an ein leben nach dem tod oder gar an ein besseres in einer der versprochenen himmelswelten,
so bucht er damit per se die milderung seiner angst.
aber er sieht, wie die zeit unaufhaltsam vergeht.,er quasi ihr opfer wird und sich ihr nicht entziehen kann.
die peitschen der zeit,wie schopenhauer bemerkte.und die erfahren wir nicht nur an der kasse beim supermarkt.
der schmerz des erlebens verstreichender zeit bleibt in seinem dasein wie ein permaneneter stachel.
hingerissen zwischen zeitvergeudung und zeitdruck erfährt er ihr dasein als konstantes element der ambivalenz.
es nützt ihm auch nicht, zu wissen, dass es im kosmischen sinne nur eine konstante ewigkeit geben mag,
da er sein zeitlimit, das ablaufen seines planetarischen visums inwendig immer im bewusstsein hat.
vergangenheit und zukunft werden als chimären in seinem kopf immer aufs neue genährt.
nie hat er genug zeit, oder er versinkt im verstreichen der zeit und empfindet sie als last und qual,zumal wenn er nicht weiss, was er mit
ihr anfangen soll.die frage des sinnhaften tuns tut sich auf.
seine schönheit und seine lustempfindungen bleiben im fortschreitenden alter zugunsten von krankheit und dem verwelken seiner körperlichleit
auf der strecke.das dilemma aus dieser unheilvollen allianz ist extrem deprimierend und niederschmetternd.er ist ihr hilflos aus-
geliefert und kann sich allenfalls entscheiden, diesen prozess zu verkürzen oder anzunehmen.,das ist sein einziger ausweg.
so bewegt er sich zwischen lebenssucht und todesangst und kann sich mit dem gedanken an sein freiwilliges aussscheiden
aus der daseinsform zwar über manche nacht hinwegtrösten, aber die angst vor dem finalen schritt hält ihn meist fest im griff ansteigenden leidens, ohne den schritt zu wagen,
den schritt in eine noch weniger sichere phänomenologie,
denn nichts ist erschreckender als das NICHTS:
so macht er weiter,immer das damoklesschwert des todes über sich schweben sehend.....
WIRD BEI GELEGENHEIT FORTGESETZT:
dann geht es um das prinzip des TROTZDEM.
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