Samstag, 31. Januar 2015


  NAMIBIA 2015    

zweiter und  letzter teil ...

lydia kommt zum fühstück,eine ehemalige deutsche gymnasiallehrerin,die hier seit 12 jahren ,nach ihrer pensionierung,versucht, deutsche strukturen zur verbesserung des swarkopmunder lebens für die minder priviligierten umzusetzen. sie erzählt von den gegeben politischen und sozialen umständen und ihrer arbeit.seit einigen jahren setzt sie sich ein,baut kindergärten auf und kümmert sich um behinderte und sozial schwache.sie erwähnt, wie letztendlich all ihre bemühungen mitunter ignoriert werden von den einheimischen,die von der denkstruktur her oft nicht einsetzbar sind für ihre vorhaben.
so erreichen von 30 schülern der hotelfachschule 2 das  ausbildungsende,von 100 schülern sind 3 maximal motiviert, im sinne zukunftsorienter  ideen ihren ehrgeiz zu aktivieren.

mädchen werden von männern geschwängert,die sie hinterher sitzenlassen, und das ab dem 12 lebensjahr.die pille, obwohl kostenlos, darf nicht genommen werden, da ,falls die männer das herausfinden, die mädchen und frauen mit gewalt rechnen muessen.die kindersterblichkeit  geht bis in die 45 prozent, unerwünschte babies werden entsorgt, auf deponien hinterlassen oder den schakalen ausgesetzt.ich kann es alles nicht glauben,aber sie ist durch und durch davon überzeugt, dass die nativen erheblichen anteil an ihrer misere haben,soweit unaufgeklärtheit und mangelnde bildung und ueberholte glaubenssysteme  daran schuld sein können.nebenher schimpft sie auf die egomanischen bereicherungstendenzen der politiker und belegt deren auf eigenen vorteil bedachtes vorgehen mit beweisen,die sie darlegt, was kommunalpolitische fakten hier in swkm angeht..

ich finde es rührend, wie sie trotz all dieser tatbestände ,und viele habe ich hier nicht erwähnt, im kleinen immer wieder weitermacht. sie näht taschen,damit  plastiktüten aus dem verkehr gezogen werden,stellt decken her und verkauft diese für die finanzierung ihrer projekte,sucht sponsoren in deutschland und findet sie auch, unter anderem unterstützt sie der fernsehmoderator elton.
ihr engagement,da sie auch nicht mehr die jüngste ist,ca 68, ist bewundernswert,ihr optimismus offensichtlich unbegrenzt.hut ab!!!

afrika ist nicht recht beizukommen,fürchte ich.die grundsätzliche philosophie, wenn es eine ist,scheint fatalistisch ausgerichtet zu sein,auch entwicklungshilfe scheitert oft an der ignoranten haltung der eingeborenen.der entwicklungsdienst  baut brunnen, die pumpe ist defekt und niemand interessiert sich dafür, wie sie repariert werden könnte. da farmen von weissen zunächst an das land verkauft werden muessen, gehen diese oft, in parzellen aufgeteilt, an einheimische ueber,-nach 3 jahren ist alles abgewirtschaftet,die blühende farm ist zerstückelt und am a.....so sei es eben,sagt sie.

ich finde es bedenkenswet, denn es scheint so zu sein von marokko bis kapstadt,in nuancen unterschiedlich,---das ist es,was mir das altmann buch bestätigt, das ich neulich in berlin las.welchen anteil letzten endes in den betroffenenländern  die weissen ehemaligen kolonialherren und landesaufteiler daran haben, kann  ich hier nicht analysieren,auf jeden fall ist afrika ein desolater kontinent.
und die chinesen kommen jetzt, um es erneut   auszubeuten. in windhoek haben sie eine fabrik gebaut,textilherstellung, nach 5 jahren sind sie wieder abgezogen, nachdem sie die umwelt verpestet und die menschen ausgebeutet  haben.
die verirrung der moderne ist die sucht nach profit. so ruiniert dieser dumme menschliche drang den planeten und seine bewohner.

am nachmittag erlebe ich afrika von einer ungeahnten seite.während einer radtour zum local liqeur shop,um meinen leckeren amarula zu holen, zieht sich eine wolkenwand ueber dem meer zusammen, der wind wechselt und wird regelrecht kalt,ich hab nur ein hemd an und beginne  zu frieren.

ei, wer hätte das gedacht? dafür wirds dann wieder warm im inland, der trip geht morgen los, 4o grad werden angemeldet.für den sueden-------- richtung marienthal.

ON THE ROAD AGAIN

 hiess der titel von canned heat im woodstock film,und p.fühlt sich auch so,nomadendasein ist ihr ding.ich kenne das gefühl auch, bin aber mit dem körperlichen aspekt weher füsse schon etwas beeinträchtigt.jedenfalls packen wir all das  in den toyota ,was wir für die tour brauchen ,und schnallen uns an.für mich ist es im auto relativ eng, da meine langen beine hinten hinter mama i. nicht besonders viel platz haben.los gehts.morgens um 9.man nennt das hier, in anlehnung an AFRIKAANS -- auf PAD gehen......

marienthal war in meiner muensterländischen heimat das synonym für eine klappsmuehle südlich von münster,hier ist es der name eines kleinen ortes.,einige hundert kilometer von swkm.entfernt.
aber vorerst muessen wir noch bei johanna vorbei,eine deutsche bekannte der familie,die auch ueber den pferdekontext mit p. verbandelt ist. von ihr hat p. vor jahren ihr erstes pferd in namibia bekommen.ihre farm mit etwa 30 pferden befindet sich an der grenze zum NAMIB NAUKLUFT PARK,nicht weit von SOLITAIRE entfernt,einem winzigen ort,der eigentlich nur als markierungspunkt in der endlosen weite des landes gilt,mit einer tankstelle und einer bäckerei plus cafe.

es geht wieder los,grenzenlose weite und schotterpisten ,hier PADS genannt ,ohne ende. ein gerumpel trotz guter stossdämpfer, obendrein scheint der garagenmechaniker die hintere tür doch nicht richtig fixiert zu haben,sodass das schloss im scharnier rumeiert und quietscht.
der toyota 4 wheel hatte uns schon neulich treu gedient und uns nicht im stich gelassen,obwohl man hier sich recht schnell einen plattfuss einhandeln kann,spitze steine gibts es zu millionen gratis.genuegend wasser muss man auch dabei haben im falle eines falles.es kann immer mal sein,dass man liegen bleibt und andere autos nicht anhalten bzw. erst garnicht erscheinen.wir fahren durch die kuiseb canyons, dort, wo henno martin und hermann korn, die beiden o.e. geologen,versuchten ,sich dem 2 weltkrieg zu entziehen.das buch hatte ich neulich  mit begeisterung gelesen. zerklüftetes granit- bzw. schiefergebirge ,nicht sehr weit von swkm. entfernt.hier kann man sich gut verstecken,ich kann ihre wahl gut verstehen.,denn sobald man die piste verlässt,erwartet einen lediglich wildes gelände mit ueberhängendem gestein und höhlenartigen einbuchtungen.ich freue mich,dass ich das jetzt selber sehen kann,wo sich die beiden ueber zweieinhalbjahre aufgehalten haben. ohne grosse zivilisatorische hilfe, bis auf ihr auto und andere technische apparatur wie radio und gewehre ,haben die beiden in der wilden natur inmitten all ihrer fauna und flora überlebt.ein grandioses buch,aber das erwähnte ich  bereits.

noch vor solitaire halten wir nach stunden in einer lodge namens ROSTOCK RITZ  an und essen zu mittag.wenn es keinen hinweis gegeben hätte am strassenrand, und i.,die wirklich bereits überall war in all den jahren, es ohnehin gekannt hätte, wuerde man nicht denken, dass es ein so komfortables lodge hier mitten in der landschaft ueberhaupt gäbe,incl wifii und erstklassigem essen.
bis solitaire fahren wir dann nochmals 2 stunden und tanken auf, nicht ohne den hervorragenden apfelkuchen  als verspäteten nachtisch zu verspeisen,----also, ein deutscher bäcker hier im out of nowhere,unglaublich.

der tankwart meint lapidar, es sei im moment eher kühl mit 35 grad, gestern sei das thermometer auf 46 grad geklettert.nichts für mich.zu heiss.

dann gehts zum endspurt zu johanna auf ihre gästefarm, mit traditionell-familiärer gastfreundschaft-gegen kräftig bares,aber das ist ja bekannt.8 doppelzimmer mit bad und swimmingpool mit integriertem landwirtschaftsbetrieb auf einem grossen areal erwartet uns.bevor wir die letzten kilometer hinter uns bringen,zieht am horizont ein kräftiges gewitter auf,blitze zucken und die ersten pfützen werden durchfahren,es hat also schon geregnet vor unserer ankunft.
als wir 30 minuten später erscheinen,werden grad die letzten wasserlachen auf der terrasse gewischt, die luft ist klar und die erde dampft. johanna empfängt uns und freut sich ueber die 90 eier, die wir ihr mitbringen.der nächste ort für sie zum einkaufen ist windhoek, drei stunden von BÜLLS PORT,so der name der farm,entfernt.
p.und sie machen zusammen mit ouma i. nach dem begrüssungskaffee einen ausflug zu den pferden, denn hier werden ausritte und reitunterricht für kinder sowie ein- und zweitagesausritte mit uebernachtungen angeboten.ich muss mich erstmal in die waagerechte begeben nach der langen fahrt und lese eine runde in USTINOVES REISEN,very sophisticated wie man sich denken kann, mit viel humor beschriebene reisen und zustandsbeschreibungen von städten und ländern in den 90iger jahren.

ustinovs schreibstil hat typisch englisches understatement und bringt einem sachverhalte und erlebnisse auf sehr subtile weise ins bewusstsein.dann mache ich ein nickerchen und einen kleinen spaziergang ueber die ranch. im stall treffe ich den schwarzen schmied johannes, der grad einen hengst neu behuft.als die damen wiederkommen, gibts es kruze zeit später das abendessen, dass wir gemeinsam mit den farmangestellten und einem schwedischen ehepaar einnehmen. es wird serviert von der blonden prakitkantin helena, die hier auf der farm seit monaten arbeitet,langsam aber auch mal wieder zurückkehren wuerde in die europäische zivilisation.ich kann ihr nachfühlen, so ein huebsches junges mädchen hier tagein tagaus in der erimitage einer wuestenfarm.da fehlt doch auch nach einiger zeit die abwechslung.
johannas mann ist nicht dabei,ihr zweiter sohn hat vor tagen die heimreise angetreten ,da er in aachen studiert.ihr erster sohn starb 23 jährig vor 4 jahren durch einen unfall hier auf der schotterpiste.genickbruch ,alle anderen stiegen heile aus dem auto.schicksal ohne chance.

der abend verläuft mit munteren gesprächen während und nach dem abendessen.da man zusammensitzt an einem tisch, ist das pferdethema natürlich der fokus,da alle anwesenden,bis auf mich und die schweden, pferdenarren zu sein scheinen.der schmied, der hier mit seinem gehilfen johannes die tiere beschlägt ueber mehrere tage,wilhelm, ist auch dabei. der erzählt, dass er sogar 2 zebras gezähmt habe,die nun munter mit menschen auf dem rücken durch die gegend hoppeln. er hat ausserdem einen oryx gezähmt, der nun als esel dient und karren zieht.
 oryx gibt es ,nebenbei bemerkt, auch als gulasch verkleidet zum hauptmenue,dazu schöne gemuese und zum dessert malve pudding.
hier in der pampa zu leben, ist eine herausforderung,hitze und wasserarmut sind themen, aber johanna scheint hier ihren jupiter gefunden zu haben,sie ist sehr empathisch und strahlt,wenn sie ueber ihre entscheidung, 1989 hier herzukommen, berichtet. nicht einen tag habe sie bereut.happiness is a good place to be  ... meint sie.
zwischendurch gibt es wieder regenguesse, ueber die alle sehr froh sind. jedes jahr kommen unterschiedlich grosse mengen wasser vom himmel, ueber jeden tropfen freut man sich.. das ist in deutschland ja nicht unbedingt der fall.im august hat es jeden tag geräääägnet,meint ouma i.

i.erheitert mich mit ihrem sächsischen slang andauernd.neulich gab sie ganz ahnungslos und in einem besonderen zusammenhang das wort MASCHENDRAHTZAUN von sich, in genau der tonart, wie raab vor 16 jahren diesen song fabriziert hatte.köstlich auch ihre trockenen kommentare mitunter...........

....auch eintönisch hier die landschaft,immer dasselbe...........

.......sie ist der wandelnde pragmatismus,aber immer mit humor, wir lachen viel.
ihre regieanweisungen treffen allerdings bei p. manchmal auf granit, und man blafft sich an,aber das scheint der umgangston zu sein, den beide seit jahrzehnten teilen.sowas kenne ich nicht,aber man kann sich dran gewöhnen,wenn es nicht zum dauerzustand wird.jedenfalls ist die luft immer klar und unangespannt.man drückt sich aus und findet einen weg,sich zu einigen.das klappt.dann ist i. wieder das samtohr und mütterlein. und ich  schwinge einfach mit,was die beste lösung zu sein scheint, denn zu dritt kann eine kleingruppendynamik nur funktionieren, wenn einer die fdp macht, und das bin ich, denn ich bin der gast.

unter dem kreuz des suedens ,was ich spätabends am sternenhimmel aufgehen sehe,rauche ich noch eine zigarette.............ich bin der einzige,der in namibia raucht, so kommt es mir vor.ueberall gibt es verbotsschilder und man hält sich dran.schlimmer als los angeles.

der himmel ist gewaltig,es funkelt und blinkt,selbst auf ibiza habe ich solch sternenfülle nicht gesehen. man staunt und schaut und schaut und staunt.die milchstrasse ist erkennbar, ich sehe auch zwei nebelartige phänomene,die keine wolken sind, da sie sich nicht bewgegen. es muessen galaxien sein, die in den weiten des universums hier noch optische spuren hinterlassen.unglaublich,wie klar und rein hier der abendhimmel erscheint. ich sehe orion und die plejaden und erkenne jeden stern einzeln, rigel, sirius.
dann kommt der schwarze schmied zufällig noch  vorbei und lädt mich ein in seine scheune.piekendes stroh......


morgens wecken mich früh tiergeräusche ,die ich nicht einordnen kann.vögel kreischen und meckern und krächzen,und zwischendurch das freudige wiehern der pferde, die nun offensichtlich mit gastreitern die landschaft erkunden.


nach dem leckeren frühstück gehts früh los richtung sossusvlei.wir schenken johanna die mitgebrachten  eier  ( ihre hühner werden dauernd von wildieren gefressen) und verabschieden uns von wilhelm und helena.
rumpel die holper gehts wieder weiter, die landschaften namibias erreichen mich nun langsam mit der strahlenden kraft ihrer unterschiedlichkeit und gestaltung. auch farblich gibts immer wieder neue ueberraschungen.lindgrün wechselt mit weissen gebirgen am horizont,plötzlich wieder tüpfelgras an hängen, baumstrassen auf wasseradern durchziehen gelbliche sandebenen,dann wieder felsformationen aus lava ,vor 200 000 jahren dahingegossen.das wechselspiel von farben und gestaltung zieht langsam an uns vorbei und ich begreife, weshalb namibia für viele ein traumhaftes reiseland zu sein scheint.

endlose weite, nichts als heilig,.........w. whitman.oder wer wars?

man schaut und schaut und kaum jemand ist ueber stunden zu sehen,allenfalls eine herde zebras und strausse und grasende antilopen.zwischendurch ein anderes auto  oder caterpillar,das die schotterstrassen ebnet,da sich ueber die monate durch das befahren immer erneut wellblechartige strukturen bilden, die das auto und die menschen belasten durch dauergeschuettel und lärm. immerhin hats zwischendurch auch ruhige abschnitte ohne bandscheibenalarm.
nach einigen hundert kilometern südlich sind wir am WENDEKREIS DES STEINBOCKS,der hier durchgeht,weiter bis rio,nördlich von brisbane durch queensland und dann unter polynesien hindurch wieder richtung afrika.fototime.


gegen mittag erreichen wir dann das gebiet, indem die höchsten duenen der welt zu finden sind.SOSSUSVLEI s höchste duene ist um die 280 meter hoch.die duenen bilden ein dynamisches ,sich ständig veränderndes system.mit einem farbspiel von goldgelb und ocker bis zu orange,von kastanienfarben bis zu intensivem ziegelrot,das je nach tageszeit blasser oder kräftiger ist,bilden diese duenen im ersten und letzten tageslicht ein optisches kaleidoskop von grandiosem ausmaß.

wir passieren das parkgate und werden dann in unsere lodge dirigiert.die sossus dune lodge ist ein aus mehreren kleinen ,strohgedeckten chalets bestehende anlage, die sich  an einen berghang befindet.ringsumher nichts als berge und wueste.der manager, dessen stimme direkt aus dem zweiten chakra kommt, mit der verlangsamten und gedehnten aussprache ,die viele native hier besitzen,weist uns ein. inzwischen hat das thermometer auch seine knapp 40 grad erreicht ,und ich verstehe, wieso die afrikaner nicht die dynamik und impulsive lebensbewältigungsenergie aufbringen wie die nordeuropäer. man kann bei dieser hitze nur mit runtergeschaltetem lebensmodus agieren,und herr herbert tut das hier nicht n ur stimmlich,auch seine bewegungen sind langsam und entspannt.wir setzen uns und er erklärt uns ,wie es hier zugeht. sehr angenehm.wir haben jeweils eine wohneinheit und richten uns dort ein. alles ist aus holz,auch die duschen,wunderschöne räumlichkeiten, die sich völlig in die umliegende natur einfügen,kein beton kein sonstwie störender architektonischer suendenfall-von weitem sieht die anlage aus wie ein nativer kral.

es wird so heiss, dass ich mich nicht aus dem schatten in den pool wage. bei dieser uv strahlung wäre ich in 10 minuten hummerrot.herpes gratis,und davor sei der himmel.bisher hab ich gut aufgepasst.mit erfolg.
also bleib ich bis um 6 drinnen und meditiere eine kleine runde ueber das,was ich ueber afrika weiss.mir fällt DIE WEISSE MASSAI ein,das buch der schweizerin,die sich in einen massaimann verliebte und mit ihm in seinem dorf lebte  für einige zeit.dann ein roman von b.wood, ROTE SONNE;SCHWARZES LAND,ebenfalls ueber das traditionelle kenya zur zeit kenyattas, tansania kommt mir in den sinn,grzimek mit seinem wunderbaren film
SERENGETI DARF NICHT STERBEN,das buch hab ich mit 12 verschlungen, den film mehrmals gesehen.natürlich
AFARIKA; DUNKEL VERLOCKENDE WELT von karen blixen,die vorlage für den film mit miss streep,

SCHNEE AM KILIMANDSCHARO mit hilde knef,ein film aus den 50igern.

HATARI ,mit john wayne.
micheners VERHEISSENE ERDE lag ewig bei mir in  ibiza rum, gelesen hab ich es aber nie.dafür mit 10, -DER SCHATZ IM DSCHUNGEL; ein boje buch.

der schöne film GORILLAS IM NEBEL kommt mir in den sinn,weaver als forscherin der berggorillas in kamerun.spielte TARZAN auch in afrika?

klar.und musikalisch wie bereits erwähnt.BLACK LADYSMITH MOMBASA und FELA.
mehr fallen mir grad nicht ein.ausser natürlich MIRIAM MAKEBAS wunderbares PATA PATA von 1973.

den maghreb lass ich mal aus.schwarzafrika ,also mit r und nicht mit n,ist eine andere tasse tee.a propos.was meinte gloria von t.u.t. ihrerzeit in einer talkshow? preisfrage!

zum sonnenuntergang treffen wir uns auf der terasse zum dinner.neben dem pool huepfen kleine klippspringer und erdhörnchen,xerus inauris.sie sind durstig, wir sind hungrig und bestellen uns  vegetarisches,gemäss dem motto:es muss nicht immer oryx sein.am strahlend blauen abendhimmel geht ueber einem berg im westen die venus auf,langsam versinkt die sonne ,und ein leuchtendes orange zieht sich unter einem fast türkisenen band entlang.nach und nach erscheinen die sterne,wie seit jahrmilliarden,ein frischer wind kommt auf und es wird kühl auf der ausladenden terrasse.unser sundowner besteht aus gin und amarula, meinem lieblingslikör aus namensgleicher frucht,die flasche mit dem elefanten drauf.

wir muessen früh zu bett, gehen langsam zu unseren kleinen chalets, wo man die moskitonetze in der zwischenzeit herabgelassen hat. von moskitos allerdings hier in der trockenheit keine spur.sie lieben das feuchte.umso besser. auf der chaletveranda trinken wir uns nett und i. erzählt ueber ihre flüge mit ihrem sohn ueber namibia vor jahren, als er noch lebte.auch hier im lodge war sie schon vorher gast gewesen, die landepiste für zweimotorige liegt nicht weit von hier.p. ist angesäuselt und will von uns die ERKENNTNIS DES TAGES für ihren tagebucheintrag.
mir fällt nur ein...stille heilt den geist, dieser einfall kam mir am nachmittag auf der liege,als ich von keiner seite her auch nur ein einziges  geräusch hörte.wie auf der farm von jock und amalin in kyneton.

du bist ein quälgeist....hör auf mich zu nerven,jeden abend dasselbe.SCHLUSS JETZT MIT DER DÄMMERSTUNDE!!!!
 o-ton ouma. wir müssen lachen.ouma macht das licht an und ich verdrücke mich lachend in mein eigenes quartier.mit dem restlichen amarula gehe ich auf die eigene veranda,das kreuz des suedens geht wieder auf.die galaxien kreisen am himmel, in der nähe scharrt ein tier mit den hufen,tiefste dunkelheit und stille.ich geniesse es, weit weg von der welt der zivilisationen zu sein, sogenannter.
die nachbarn löschen das licht und ich folge bald,denn am nächsten morgen werden wir für die wüstentour in die roten duenen  bereits um 4.30 geweckt werden.


ich werd schon von alleine wach gegen 4,mache meine uebungen und dann klopfts ,und dann mach ich  mich fertig (da es frisch ist, zieh ich meine olle strickjacke ueber.)
dann kommt p. mit i. im schlepptau, somit  gehen wir nach vorn auf die terrasse und trinken 1  kaffee und   steigen  mit 5 anderen in den offenen jeep ,zusammen mit steven ,dem guide .und 10 minuten später  fahren wir erst mal eine stunde durch die dunkelheit richtung westen.hinter uns drei mittelalterliche schweizer, die offensichtlich viel spass haben und andauernd auf schwyzerdytsch rumalbern,auch kein ohrenschmaus....chchchchch......meine sprachenallergien werden immer ausgeprägter.

langsam wird es heller und als wir nach einer stunde aussteigen, blinzelt die sonne hinter den ersten dünen hervor.wir machen uns gleich auf den weg, der junge südafrikaner sprintet sogleich auf dem haarnadelfeinen dünenkamm steil den grat hoch........das geht bei mir inzwischen langsamer, wesentlich langsamer.
i.mit ihren nordic walking sticks ist entspannt.....hier war ich ja ooch schon mol...

..
wir latschen nun zu zweit den kamm entlang ,durch den schweren roten sand.hinter uns eine engländerin.es dauert ca. 3o minuten, bis wir die hälfte der höhe erklommen haben,das reicht. die sonne kommt nun in ihrer ganzen pracht mit den ersten strahlen ueber den horizont.farben ,licht und schatten bringen nun eine einzigartige symphonie im spiel der scharfen dünengrate zum vorschein,und wir schauen gebannt auf das sich verändernde kaleidoskopische spiel.grandios und spektakulär breitet sich vor uns die dünenlandschaft aus, unter uns das dead vlei,6oo jahre alte abgestorbene kameldornbäume  versetzen uns in eine dalieske atmosphäre.wir setzen uns auf den kamm, die anderen sind schon einige meter vorangelaufen, aber ich will hier bleiben.

maggie, die auch aussieht wie eine englische maggie, setzt sich zu uns.ihr mann wackelt, nach 2 knie ops, wie sie uns verrät ,durch DEAD VLEI ,unter uns gelegen, eine art lehmpfanne in hellen tönen,sie dirigiert ihn von oben.klar, dass wir fotografieren,dieses einmalige schauspiel ist wirklich atemberaubend.runter gehts nach einiger zeit seitwärts mit nackten füssen durch den feuchten sand,ein sinnlicher genuss für meine armen füsse.dann kommen wir unten an.auf den uralten baumstümpfen setzen wir uns erstmal hin,um zu verschnaufen.das waren 28o meter in 3 minuten,schätze ich.
nach einiger zeit erkunden wir das tal.tiere sind hier nicht zu sehen, da das wasser seit etlichen jahren ausbleibt.aber ich erinnere mich an die eingangsszene zu kubricks ODYSSEE IM WELTRAUM, so wirkt das ambiente hier auf mich,traumhaft.kein einziger laut, ausser den schwyzern mit ihrem schwyzerdütsch,die sind auch eingetroffen.
komme mir jetzt vor wie in hummeldumm.aber nur für minuten, es gibt ja menschen,sie sind einfach immer präsent, akkustisch,----ich soll sie tatsächlich auch am johannesburger airport wiedertreffen, zufällig, wegen des gequatsches fallen siemir auch dort gleich auf............chchchchchc .........

(die traf ich dann später am airport in joh,- burg  wieder,weil sie hinter mir wieder laut chchchch machten ....furchtbar.....)


maggie rutscht nun auch zu uns, ihr mann hockt schon leicht erschöpft auf einem der stümpfe. steven kommt nun dazu und erklärt uns,was hier geologisch passiert ist ueber die jahrhunderte.
aha.über jahrmillionen trug der ORANJE FLUSS sand von den lesotho hochebenen zum atlantik hinunter.von der flussmuendung transportierte der benguela strom, der ja auch an swarkop vorbeikommt,den sand die küste entlang gen norden.heute noch marschieren die duenen 20 meter im jahr.sie unterscheiden sich stark in ihrer form,doch alle haben scharfe hänge auf ihrer windseite und fallen steil im windschatten  ab.

ein vogel setzt sich in eine der abgestorbenen baumwipfel und putzt sein gefider, schwarz weiss.welch wunderbare kontraste sich ergeben.rot,schwarz, graphitgrau,ocker, und nun, da die sonne mit voller kraft auf uns hinunterbrennt,der blaue himmel dazu,eine einzigartige komposition.DALI pur.nur ohne uhren.

später marschieren wir noch zur BIG MAMA,eine andere düne nicht weit von hier.auch i.finden wir wieder unter einem anabaum,sie hat wasser mitgebracht und tränkt kleine finken- vögel mittels eines blechdeckels,den sie  eingesteckt hatte.sie kennt die kleinen flugakrobaten, klar.sie war ja ueberall,und das stimmt wohl auch.
dann gibts frühstück ,steven hat alles mitgebracht, von cornflakes ueber gekochte eier und käsebrötchen, dazu käffchen und tee. die kleine truppe geniesst das breakfast unter gottes freiem himmel.steven erzählt der netten japanerin, dass sein vater 43 kinder hat.er hat quasi das ganze dorf geschwängert.da haben wirs wieder, der schwarze, wie sagte gloria noch gleich.....?hatten wir schon.stimmt aber auch,was nicht ok ist, dass sie sich anschliesend umihre brut nichtmehr kümmern,mehr so wie bei fischen.

noch eine kleine verdauungstour durch die big mama abene und dann ist es bereits 10 und wir fahren wieder zurück in die lodge.

am wegesrand wieder oryxe und springböcke,strausse und ein kleiner schakal läuft vor uns davon.dann erreichen wir unser domizil und springen erstmal in den kühlen pool, das thermometer steigt minütlich auf ueber 30 grad.

auf dem weg in den naukluft park passieren wir die parktore ,und ein junger schwarzer fragt uns,ob wir nach swarkop fahren.noch ein passagier mehr,begeistert bin ich nicht,es ist eh eng genug bei mir hinten.aber p. stimmt zu und lädt ihn ein .er heisst jonathan und stellt sich als guide in der hoodia desert lodge.,spricht fliessend englisch und stellt sich als intelligenter und angenehmer mann heraus,der uns obendrein die verschiedenen landschafte vorstellt, die nun vor uns erscheinen.langsam begreife ich, was die menschen an namibia so fasziniert.das wechselnde spiel von form und farbe, die unendliche weite und stille, alle facetten dieses  landes ziehen mich mehr und mehr in seinen bann.ich geniesse sogar das fahren auf den schotterpads,denn immer wieder ändern sich eindrücke und landschaftsformen, die felsformationen bringen eigenwillige strukturen hervor......einmal sehe ich in einer felsenkluft ein fliehendes pferd, ein andermal gesichter,ähnlich wie beim hanging rock in australien.
jonathan bietet sich sogar an, zu fahren.ouma will erst nicht, ich soll wieder ans steuer, aber in solitaire, wo wir wieder tanken muessen, steigt j. auf der fahrersitz und beweist, wieviel erfahrung er auf namibischen pisten er hat.so gehts auch.der tramper wird zum fahrer,wunderbar.
ich muss lachen,als er erzählt, dass er eine französische freundin hatte letztes jahr.....but she was too french......for namibia......ich kanns mir denken, eine pariserin hier auf dem land,ohne ihre ysl kosmetik, schwierig.

spät kommen wir in swkm.an,es reicht noch zum sundowner im TUG.am atlantik.das war eine schöne tour.jonathan setzen wir danach an der tanke ab, er wird abgeholt von einem freund...........danke, und gut dass wir ohne pannen und sonstwas wieder in unsere betten fallen dürfen.aber anstatt von einem remake des alten hardy krüger films DER FLUG DES PHÖNIX, man erinnert sich, da stürzen einige männer in der wueste mit dem kleinflugzeug ab---, der hier in der nähe gedreht wurde,träume ich von THOMAS FRITSCH,der ja alles von papa gelernt hat. jaja, das unterbewusstsein lässt uns jeden morgen rätseln.p.hat wieder reitturnierträume--- und ouma träumt nie.



IN DEN  SLUMS VON SWARKOPMUND

heute früh fahren wir  mit lydia nach mondesa und ins drc, das sind die townships bzw. wohngebiete für die nativen,falls man das so nennen kann.MONDESA ist legal und hat u.a.auch häuser aus stein, DRC  ist illegal und nicht registriert und besteht aus zusammengeschusterten hütten,bar jeder beschreibung. ich war ja schon mal da.die hütten werden von bis zu 10 menschen bewohnt,man lebt auf minimalistischem konsumniveau,alkohol und drogen sind präsent.also auf deutsch hat man das ganze spektrum von elendsvierteln, wie es sie ueberall auf der erde gibt.
 nun wird uns lore ihre kindergartenprojekte zeigen.


das sind meist kleine baracken ,die sie mithilfe ihrer sponsoren gebaut hat, mit kleinen sandigen vorhöfen auf dem sich etliche dutzend kinder tummeln.,wobei tummeln das falsche wort ist.bei rachel sitzen die 2 bis 6jährigen am tisch und man singt.hier wird vorschulunterricht absolviert.die kinder sind anständig angezogen, bringen ihr eigenes essen mit und sehen wohlgenährt aus.ihre ausstrahlung ist genau die, die man aus dokus kennt, wo man sieht, wie sich europäer oder andere weisse mit kleinen schwarzen kindern abbilden lassen und man vor entzücken und rührung dahinschmilzt.als zuschauer befindet man sich dort immer am rande sentimentaler  empfindung,wenn das das richtigee wort ist.nun ,hier ereilt mich genau das.klare und mitunter auch traurig-fragende augen schauen mich an, freudig stürmt man auf mich zu und vergräbt das gesicht inmeinen schoss und ich weiss nicht, wie mir geschieht.da mir die arbeit mit kindern noch sehr nahe ist, bin ich natürlich voller empathie und lasse mich gern herab und setze mich zu ihnen an den kleinen tisch.

gleich rutschen zwei der kleinen auf meinen schoss und, klischee hin oder her,die kinder berühren neugierig meinen weissen  arm und berühren meine haut mit ihren kleinen händchen.
jetzt sitz ich da und schmelze geanuso dahin wie man sich das vorstellt.sie kuscheln ihre kleinen körper an mich und ich streichle ueber wohlgeformte kleine köpfe.

 jetzt noch fotos davon zu machen,wie sich p. anschickt es zu tun, das wäre der gipfel,------- aber so passiert es eben doch.aber niemand nimmt mein temporär befremdliches gefühl wahr und somit lass ich es einfach geschehen.die schönheit mancher kinder ist atemberaubend,aber mitunter sieht man auch ,wie apathisch und traurig einige von ihnen nur dasitzen.ich könnte die kleine eusebia  gleich mitnehmen,wenn ich das elend hier sehe.lydia  klärt mich zwischendurch auf ueber diverse mängel an den häusern und deren instandhaltung.

der zweite kindergarten den wir besuchen,ist ausgrichtet für 35, aber bis zu 7o werden täglich  einfachdort  abgeliefer. die zuständige schwarze erzieherin, ohne ausbildung,einfache hausfrau,kann nicht nein sagen.lydia macht ihr klar, dass das nicht geht,aber offensichtlich trägt ihre ermahnung keine früchte ,wie sie mir erläutert.die kinder werden einfach vor den zaun gestellt und damit basta,die eltern gehen  fort.immerhin holen sie sie später auch wieder ab,aber es besteht keine struktur,das ganze unterfangen bleibt täglich wieder aufs neue ein fragezeichen hinsichtlich der betreuung und versorgung.lydia  schimpft auf die männer,die andauernd kinder in die welt setzen und dann wieder verschwinden,das alte thema.

Der schwarze schnakselt nun mal gern....das war die gloria von t.u.t. anwort,siehe oben.richtig geraten?

im ditten projekt befinden wir uns dann auf dem untersten niveau des dcr,hier stehen drei frauen und eine alte native mit den kindern auf einem spielplatz, den deutsche studenten gebaut haben.die kinder klettern umher, rutschen und winken einem kleinen flugzeug nach, das grade ueber unsere köpfe hinwegfliegt.
gleich bin ich wieder umzingelt und man winkt mir und ruft hello hello.die anmut ,liebesbedürftigkeit und zutraulichkeit der kinder ist kaum erträglich ohne in tränen auszubrechen.obwohl ich durch meine indienreisen in den letzten jahren einiges gewohnt bin,(gestern jährt sich  meine erste indienreise tatsächlich zum 40 igsten mal) muss ich mich zusammenreissen, das nicht zu tun.

ich spreche nach jedem besuch mit lydia ueber die entsprechenden bedingungen und zustände der einrichtung,entschliesse mich innerlich bereits, sie zu unterstützen,egal wie klein der tropfen auf dem heissen stein sein mag.
aber hier sehe ich,wie konkret hilfe aussieht ohne verwaltungsschlünde und aufgeblähte administrationsapparate mitzuversorgen.
später im auto bespreche ich mit p. die idee von patenschaft und persönlicher einzelfallunterstützung.

 wir fahren wieder in die saturierte weissenzone,sprich nach hause in die  riverside avenue,ins herrschaftliche gefüge des reichen weissen mannes.. dort schrubbt sam,der hausboy ,die böden. er ist froh über seinen job im haus,  immerhin gibt es hier helfende hände, denn p.und i.s unterstützung und engagement für die nativen ist dauernd präsent.das fühlt sich gut an.ich weiss nicht,ob die hunde-und alarmanlagenbewehrten nachbarn ähnliches tun,ich bezweifle es.hier läuft man mit kleinen fetten möpsen spazieren und setzt sich in den bequemen rover um  durch die vororte richtung city zu fahren,um sich mittels shopping gut zu fühlen.

seit ich denken kann,schaut einen afrika mit diesen kinderaugen an.von biafra bis hierher.das sind 40 jahre.lydia  meint ,die einstellungen der nativen zu ändern würde noch generationen dauern.denn das elend ist nicht nur die frage von hilfe zur selbsthilfe,sondern extrem facettenreich,bildung und erziehung zur bewusstwerdung der möglichkeiten,selber akiv zu werden zur beseitigung der miseren sind dringlichste anliegen.sie ist zwar nicht sehr optimistisch, aber ihr engagement ist effektiv.und sie lässt nicht locker, bewundernswert.
ich bin auf der suche nach dem buch von hermann korn,einer der beiden geologen die ich bereits erwähnte,inklusive seiner damals  während seiner zeit mit henno martin in der wueste entstandenen aquarelle .es ist ausverkauft, schade.

WAS  AFRIKA  MIR GAB UND NAHM,    margarethe von eckenbrecher,erste auflage 1907

das ist ein buch,das ich gestern in der muschel, dem buchladen mit vielen deutschen titeln,erstanden habe. geschrieben von m. von eckenbrecher am beginn des 20igsten jahrhunderts, das die anfänge der besiedlung von süd-west afrika beschreibt mit den augen einer jungen frau, die sich aus deutschland per schiff auf den weg macht, um hier zu leben.hochinteressant und ungekürzt 2009 in walvis bai  neu aufgelegt,und zwar mit den fragwuerdigen ansichten einer vaterlandstreuen autorin, die ganz offensichtlich die welt der schwarzen nur bedingt achtet.sie ist eine linientreue hitlerverehrerin und ich wundere mich, dass das buch immer noch verlegt wird, so eindeutig sind die aussagen.hereros hält sie für hochmütig, faul und grausam.und ich bin gespannt, was da noch kommt.hochspannend,denn wie die deutschen hier ihre mandatsregierung gebildet haben und sich auf fremden boden mit deutschtum und kolonialbewusstsein das heutige namibia einverleibt haben bekomme ich in diesem machwerk  eins zu eins präsentiert.es weht ein hauch von nazitum durch die regale des ladens,inklusive eindeutiger exemplare ueber die deutschen helden aus dem hereroaufstand und loblieder auf deutsches soldatentum.i.kommentiert im nachhinein das buch, das sie bereits gelesen hat.hier gibts noch viele,meint sie, die die schwarzen neger nennen und sie herablassend behandeln.ich  glaub ihr das sofort.ein ort hier im norden von swakop namens WLOTZKASBAKEN soll eine hochburg rechtsgesinnter aussiedler sein.

allen facetten gerecht zu werden, führt an dieser stelle zu weit, denn eindeutige schwarz-weissmalereien,im wahrsten sinne des wortes, sind ebenso fragwürdig wie die verurteilung gewisser beteiligter,denn dazu bedarf es einer grundsätzlichen frage,ob der mensch am angestammten ort bleiben muss oder in fremde territorien eindringen darf,egal mit welchen  intentionen.denn auch das muss gesehen werden,es gibt sowohl in indien wie auch hier immer wieder kommentare über die vorteile, die die besatzer mit sich brachten.in goa gestand mir meine nachbarin im palmenhain von  arpora nahe baga beach ,eine etwas durchgedrehte jungfer namens esther 1978 , dass angeblich alles besser gewesen  sei ,bevor die portugiesen 1962  das land verliessen.was immer das auch heissen mag.

hier im radio läuft grad der song AFRICA  von TOTO;-----i bless the rains down in africa.....wie schön,den hier zu hören.


die autorin schreibt aber dennoch mit akribie und detailliert, wie sie hier von anfangs des letzten jahrhunderts unter erschwerten umständen gelebt hat.das buch beeindruckt mich , ich lerne viel ueber die umstände, mit denen die deutschen und andere aussiedler hier leben mussten.allerdings freiwillig und mit nicht wenig eroberungsintentionen.

zitat:
"ganz südwest hat etwas starres,trotziges.es ist,als ob die natur selber sich auflehne gegen die kultur,die wir weissen gewaltsam dorthin bringen wollen.und haben menschenhände schier unmögliches geleistet,dann genuegen ein zwei jahre der ruhe,und ihre spuren sind vertiilgt,oder das, was noch vorhanden,redet die traurige sprache der vergänglichkeit alles irdischen."

wie wahr. vor allem, wenn man deutschen arbeitsethos und christliche werte hierher eins zu eins uebertragen möchte, sie bezeichnet die hereros als faul, hochmütig und grausam.dass die deutschen die einheimischen arrogant behandelten, sie teilweise unterdrückten und ausbeuteten,davon kein wort in diesem buch.hinzu kamen die weissen händler,die mit einem trügerischen kreditsystemviele einheimische ins unglück stürzten,ihnen aber gleichzeitig waffen verkauften.ende 1903 gab es kriegersiche auseinandersetzungen  mit den bondelswarts  im süden.auch mit den hereros gab es manifeste meinungsverschiedenheiten.ein händler hatte zahlungsunfähige hereros im streit getötet.die angelegenheiten eskalierenund 15o deutsche starben während des aufstandes.am 11 august 1904 fand die blutige schlacht bei HAMAKIRI statt-die herero flüchteten in die weite der omaheke,das wasserlose kalaharibecken, und kamen dort um. die genauen zahlen variieren zwischen 6000,14000 bis zu 60000 toten.

bis heute fordern die hereros entschädigung von deutschland für seine unnachgiebige versklavung und für die  völkermordartige vernichtung des stammes.die bundesregierung entschuldigt sich zwar um 100.jahrestag der hererosaufstände und gibt durch annemarie wieczorek-zeul ein aufsehenerregendes schuldbekenntnis preis,mit der  bitte um vergebung.
reparationsleistungen an das hererovolk gibt es nicht.

von der fragwuerdigen behandlung der eingeborenen durch weisse kolonialisten liest man bei frau von eckenbrecher nichts.geschichtsverfälschung durch informationsunterlassung,das geht auch.
ich lese dennoch mit grossem interesse weiter,auch ihr schreibstil gefällt mir.
 -----so wie man ja auch wagner hören kann, ohne dessen antisemitismus auszublenden.
ein letzes zitat:

"an lesestoff fehlte es uns nie,der postbote ,der alle 14 tage   zwischen omaruru und okumbahe verkehrte,brachte reichlich mit.aber bei der hitze fiel das studieren schwer.das kochbuch und die geflügelzucht waren zu langweilig,kant und schopenhauer zu schwer,und nietzsche schafft stimmungen und launen."


alles eben nicht so leicht in suedwest 1903, aber dennoch, hut ab vor soviel abenteuergeist und risikobereitschaft.
in unserer saturierten welt von 2015  kaum noch vorhanden und umsetzbar.ihre grundsätzliche denkweise,auch im sinne von deutschtum und rassenbewusstsein, ,nebenher bemerkt,entsprach durchaus dem damaligen common sense,also ist sie keine ausnahme im jahre1907,als die erste auflage erscheint.das deutsche gedankengut sollte ja zum globalen maßstab gemacht werden ,der olle  kaiser wilhlem war da ja noch eher milde in seinen vorstellungen gegenueber dem braunen ungetüm  aus braunau.

nebenher lese ich parallel  LONG WAY DOWN.....von schottland bis kapstadt.ewan mc gregor, bereits erwähnt ,und sein kumpel charley borman rattern mit ihren motorrädern durch afrika,kommen ja auch hier vorbei und schaffen es bis kapstadt bzw  kap alguhas, der suedlichsten spitze afrikas.recht anschaulich beschrieben, aber mir zu sehr hetentechnische kumpanei und motorradverrücktheit.da kann ich ja nicht mithalten,beides ist mir eher fremd.

ich bekoche ja lieber hier allabendlich meine beiden ladies  mit spinattortillas und leckerem thai-food etcetera
.es gibt ja alles hier.auch tausende von plastiktüten werden einem beim einkaufen vorgelegt.lydia regt sich am nachmittag auch darüber auf,will auch dagegen was unternehmen, sie möchte ueberall mitmischen und alles verändern, auch die politik des landes.aber der afrikanische geist agiert weder logisch noch rational,ich hab auch keine idee, wie man die wurzel des uebels entfernen kann,lass mir ihre kontonummer geben,denn ihr engagement finde ich enorm und absolut unterstützenswert.das geld der spender wird hier 1 zu 1 umgesetzt in echte hilfe, wenn auch n ur als tropfen auf dem heissen stein, aber anders geht es nicht.und etwas ist ja auch mehr als nichts.

KINDERGARTEN ---KLEINE ENGEL---stadtsparkasse lengerich..........unter www.projekt.kleine engel.de ----------info anja bohm.

eine kontonummer darf ich  nicht veröffentlichen, da bereits missbrauch per internet damit betrieben wurde.kann ich aber gern an anderer stelle durchgeben.

also missbrauch an allen ecken und kanten, nicht nur bei 14 jährigen mädchen( und jungen übrigens auch), auf dem schulweg.schwierig,-.-----flickschusterei zu betreiben ohne zermürbt zu werden ist auch nicht jedermanns sache.
lydia kann ich nur bewundern und hochachten, ich glaube, ich hätte die energie nicht auf dauer, auch wenn ich neulich herzerweichende szenen erlebt habe.


am nachmittag
am meer ist es sehr bewegt,riesige wellen türmen sich schaumschlagend richtung strand,ein orkan auf dem atlantik? ein im sand spielender junge,16, wird von einer welle ins meer gehoben und ertrinkt dort jämmerlich, heute morgen wurde sein junger körper wieder an land gespült.----------es ist wirklich so, als ob poseidon sich ein opfer ausgesucht und einverleibt hat.aus dem nichts leckt diese welle weiter als andere an den strand und holt sich dieses junge menschenkind.

 hier im haus spukts , nachts geht auf einmal die sprenkelanlage an und versprüht die ganze nacht teures wasser,die sensoren sind fehlgeleitet,man kriegts nicht in den griff.die handwerker können lt. i. nichts feines bearbeiten, allenfalls grobe mechanik, dazu reicht der verstand.wird gesagt.. ich weiss nicht,ob es ein witz sein sollte, aber manchmal hab ich das gefühl, dass entweder desinteresse oder eine endogene apathie die nativen menschen hier nicht ausreichend motiviert.aber ich mag nicht mehr spekulieren,ich schaue und erlebe eine andere ,dem deutschen diametral entgegegesetzte denkweise.,die ich aber nicht ver-oder beurteilen möchte.
wie sagt steffi in der pommesbude.....ES IS JA WIE ES IS.......................

die tage vergehen mit radeln ,schreiben, lesen, kochen, fotografieren,wandern,(soweit die füsse tragen!!!) schwimmen,klecksen,und darüber nachdenken, wie denn jetzt die kommenden jahre noch für was genuetzt werden könnten.
dritter  stock, aufs land ziehen, ein wintererfugium suchen um die  gräue zu ueberbruecken,gesundheit etcetc...........da hätte ich gern mal was ab vom afrikanischen fatalismus,--------aber ich bin ja katholik gewesen, da ist man gott immer was schuldig, ein ganzes leben lang.


gott war für mich immer diese eigenartige lichtgestalt  im glasfenster hinter dem altar meiner heimatkirche st. otger.....war das vllt ein heiliger,oder gar pius der 12te?der mit der brille?jedenfalls,für mich war das GOTT;das  sitzt  dann ein für allemal,wenn auch nicht im rationalen denksystem ,sondern irgendwo schwurbelts in einem herum, unten, oben, in der mitte ,egal.gott bleibt.ewig, das ist ja sein ressort.
strenger richter aller suender,mein lieblingslied da ich ein knabe ward.schuldig sein für alles mögliche.alpträume......

.....when i look back upon my life,its always with a sense of shame, i ve always been the one to blame.....its a sin............PET SHOP BOYS

ich kann damit leben, aber die prägungen der kindheit sind einfach unauslöschlich gespeichert,trotz div. weisheiten aus buechern etc. und sonstige religiös orientierter unterfangen in der vergangenheit.es ist versöhnlich erlöst, dieses thema, für mich jedenfalls.


---------------------------------------------------------------------------------------
ON MY TVC 15    ohohohohoho

.............der tatort am sonntag mit frau folkerts war dermassen unsäglich,dass ich ins bett gegangen bin,ich bin kein tatortgucker,ausser börne wie gesagt, aber das war klippschulen niveau und psychologie erstes semester, ---------grauenhafte dialoge(hör auf deinen bauch-,----ich bin kein psycho.u.ä.m......) und frau folkerts,die ich sehr schätze,
 tat mir so leid,sie muss das ja wohl spielen als lena odenthal......dass man sich sowas antut am sonntagabend.ich hab auch keine idee,wieso ein drittel aller serien sich im krimibereich aufhalten.was ist so interessant daran sich andauernd anzuschauen, wie andere menschen sich auf inhumane art und weise schicksalhaft aus niederen beweggründen  verstricken und ruinieren.fragezeichen????????

spannend finde ich daran nichts,zumal alle themata bereits 1000 mal durchgekaut wurden,inklusive sexueller verirrungen. wie auch diesmal.der pferdeschlitzer hatte keine liebe und keinen sex....also,.....nebenher der reiche anwalt,war in der ehe frustriert.......gääääääääääääääähn..........psychogeschwurbel.in lübeck.

daneben ist nun das wort islam das meistgebrauchte.gestern in HEUTE  war das zweite wort  nach der begrüssung durch frau gerster "muslime", das vorletzte auch.endloses talkshows mit dem thema laufen auf allen programmen, und ich blende mich hiermit aus der diskussion aus.

es reicht.
WAS WILL DIE FRAU, ein buch von timothy leary, warnte bereits 76 vor dem voranschreiten des islam.nun ist es soweit. auf gehts.

dann doch lieber buddhismus, wenn mir  auch das dauergrinsen des gartenzwergsersatzes des dritten jahrtausend  auf den keks geht inzwischen.überall nur noch buddhaköpfe und figuren.
wenn man sich ueberlegt, dass der gute herr gautama genau das nicht wollte.hallo absurdistan.

aber so ist der mensch, immer will er nach oben schaun und  anderes verehren,statt sich selber zu erkennen. ERKENNE DICH SELBST....der spruch steht doch am apollotempel von  delphi.

aber das ist ja mit muehen verbunden, wir nehmen lieber schon pre-cooked produkte.räucherstäbchen und alles wird gut.das war auch mal meine welt,oje.aber im nachhinein verstehe ich etliches nicht von dem, was ich gedacht oder getan habe.
das ist ein gutes zeichen,denn es bedeutet wandel und veränderung.alte tagebuecher zeigen mir meine eigenen fallen und dummheiten,das meiste einfach zu kurzgedacht.jupiter möge mir vergeben, denn er war schuld.inflationäre oberflächlichkeiten waren des öfteren im spiel, aber als schütze geht das ja schnell.ich habs irgendwann  bemerkt, immerhin,und es war noch nicht zu spät......


aber dem religionsschwindel bin ich ja dann doch irgendwann entflohen.ich komme mit den griechischen tragödien, seneca,schopenhauer,m.de montaigne ,shakespeare,osho ,pessoa,  und hölderlin und etwas astrologie ueberall hin.das reicht ,und das ist gut so.religiöse believesysteme sind ad acta gelegt.


nun wird hier gemalt,p.hat schon wieder 2 gepostete mal-produkte auf facebook verkauft.auch eine idee. ich begnuege mich mit einigen  mittelmässigen aquarellen, inspiriert durch die namib wueste.klecksen und malen sind zweierlei,ich versuch  das eine ,und meist wirds das andere.

am strand geht auch lauwarmes ab.schwarze jungs schauen und grüssen.ich gehe aber lieber ins hallenbad, da ist das wasser wärmer und die männer älter.ausserdem kommen keine wellen ,die mich schnappen wollen.ab und an auch einzel und doppelschwulis.ich denke, die jungs aus dem slum verdienen sich hier  mal  was dazu.meins ist es eh nicht,obwohl die nativen durchaus attraktiv sind.schöne köpfe und edle gestalten.

nach deutschland zu kommen nächste woche erscheint mir im moment unangebracht,aber auch unumgänglich weil ich trottel bei der einreise mein abreisedatum angegeben habe und somit das visum auch an dem tag abläuft, wie blöd kann man sein,denn je nachdem, was man angibt ,bekommt man meist auch das visum,also bis zu 3 monaten.dann könnte ichnoch etwas verlängern,da ich ja nichts vermisse ausser täglichen internetzugang, den ich hier eben garnicht habe bis auf kurze momente im cafe von die jackie.die, genau.

die jacky,mit jot, kommt zum essen mit die ellen und den lover und ,det wird wieder schöön,------schön doof,denn es geht seit wochen um die hochzeit der tochter in europa. mannometer, wie man sich aufspulen muss wegen einer profanen hochzeit.bisher fand ich die hochzeiten,auf denen ich sein durfte, eher verkitscht,langweilig und ueberflüssig, da die scheidungen meist einige jahre später erfolgten.

------ junge komm bald wieder-----singt freddy hier grad im radio, denn sam, unser hausboy,hört gern den afrikaans sender,grusel grusel.aber sam, auch blackomat genannt im scherzhaften,kam heute morgen mit seinem sohn, der seit geburt einen augenfehler hat und nicht richtig sehen kann.
i. ist mit den beiden in die klinik gefahren, sie zahlt auch die ärztekosten.sam macht mir auch das fahrrad wieder fit, was ja leichter ist als die sprinkelanlage, die grad die gemueter im hause erschuettert.i. schimpt auf die teure anlage, aber ich denke, simplify your life, dann wär das nicht passiert., ein gartenschlauch hätte ja gereicht.

am abend zieht ein roter himmel auf, unzählige vögel rauschen durch das rosa gewölk und suchen sich einen schlafplatz im veld.ja mit v.--------wegen afrikaans.veld ist alles ausserhalb der stadt.wilde natur halt.

gestern liefen plötzlich etliche kamele hier am haus vorbei, ohne aufsicht.sie hatten frei,denke ich, die kamelfarm ist ja nicht weit,und dort muessen sie weisse turis durch die duenen schleppen.schöne tiere, sehr hell und ihr graziler gang erinnert mich an die dicken nativen mädels, die hier gern ihren fettsteiss präsentieren.wenn  man hinter einer hererodame herläuft wird einem schnell schwindelig, das gewoge und der gang, das geht alles in richtung kamel.aber die tiere sind mir lieber.
mittags liegen die schwarzen schönheiten in ihren blauen monteuranzuegen auf dem gruenen rasen unterhalb des leuchtturms und schlafen in der mittagspause.ein schöner anblick,die dahingestreckten schwarzen körper in blau auf grün.

fotos gibts nicht, da die batterien grad leer sind.überhaupt bin ich ja auch zu blöd,um hier auf dem blog fotos runterzuladen zur allgemeinen ansicht.schade eigentlich, denn ich habe doch einige recht interessante aufnahmen gemacht.


mails aus dem heimatland,ich kann ja kaum antworten,was nicht schlimm ist, früher reichten ja auch aerogramme einmal im monat, jetzt soll man alle nase lang schreiben.wenns geht,gehts,wenn nicht,nicht.diesmal nicht.immerhin scheint alle soweit im gruenen bereich,jesus managt den tw.12,was ja gut ist.

täglich wird es heisser.die katamarantour ist mir bei  dem wellengang  zu gefährlich im moment, die meereswogen sind ausser kontrolle.lassen wir s lieber.....



gesagt, getan, gewonnen,--------

so kommt es oft uns in den sinn,
doch:

wie gewonnen ,so zerronnen,
das LASSEN ist oft der gewinn.

der mensch liebt pläne,möchte siegen,
und müht sich arg um ding ´und sach´,
doch dann wird er bedrängt zu biegen,
sich nach des schicksals eig´ner macht.



das hab ich gestern mir ausgedacht.manchmal machen meine synapsen kleine versparties.

nun gibts grad nichts zu berichten ausser dass ich erfahren habe,dass 1918 hier eine schlimme grippewelle vielen menschen den tod gebracht hat.das muss ein ableger der spanischen grippe gewesen sein,die 1918 spanien heimgesucht hat und auch hier landete.viele mussten sterben.

--------------------------------------------------------------------

FRÜHSTÜCK BEI UNS                       in absurdistan.

am vorabend traf man sich im sophies dale ausserhalb swakops zum haxenessen..das restaurant macht seit     1 jahr ein ehepaar aus heringsdorf-ostsee,wo sie bereits in der gastronomie tätig waren.nette leute.

...riesengrosse grillhaxen, die auch  im hofbräuhaus hätten aufgetischt werden können, werden angeliefert. dazu der lover von die jacky,uwe,67,stechertypus. ein vierschrötiger namibiafarmer mit deutschem hintergrund ,er nennt mich die ganze zeit manfred ,obwohl ich mich als hari vorgestellt habe.also weiss ich bescheid, jemand, der sich auch nur um sich dreht.dabei fasst er mich dauernd am arm wenn er mit mir spricht.die marsische granate,aber nicht unsympathisch.der rest des abends ist kindermenschen gewäsch, es geht um nichts ausser banales.wie meistens hier in swakop,wie gesagt, ein schleier der verblödung liegt ueber der ehemaligen kolonie.wenn das wilhelm II wuesste.

nach 3 stunden ist der spuk vorbei,geschafft,also menschentechnisch ist hier nichts zu holen, der erneute beweis.aber nett sind sie alle,bes. ellen höre ich gern reden, sie hat einen besonderen tonfall,geht am ende des satzes immer runter mit der stimme und wiederholt das von jemandem anders gesagte noch einmal.....
.


..herrlich. ab und zu sag ich auch was, um nicht aussenvor zu sein.schweigen wird von einigen menschen ja auch als arroganz gedeutet.
,um 9 sind wir zu hause und ich kann noch wwm gucken mit jauch und dummen kanditaten, die glauben, der jordan fliesst in den stillen ozean........

am nächsten morgen:


die berlinernde ellen von gestern abend kommt zufällig vorbei .wir frühstücken ---, p.und i.und ich----ellen  bringt die post mit.

tasse kaffee ellen? frag ich....

nee, ick hab schon zuville kaffee jetrunken,det reicht härry.......(.geil, sie hat 30 mal hari gehört und ändert mich  auf härry, -----------ihre tochter, von allen dschäcky genannt, nennt sie jacki.)
aber ich höre ihr gern zu,alles wird wiederholt und ich denke, ach, jetzt einen joint und sich richtig einlullen lassen von diesem herrlichen geschwafel.

DIALOG:
ellen und i.

nee, der hund von jacki kotzt ja nur noch, und unten kommt ooch allet raus...................die kann ja nich mehr laufen, die fanny, ick traach die doch jeden morjen runter, und dann muss ick wieder allet sauber machen, det riecht ja ooch durchs janze haus.......und der schwarze kann det nich immer weg machen, det muss ick schon machen,is ja ooch viel arbeet.................ha ick den janzen tach zu tun.

i.kontert pragmatisch,.

.............ooooch, den musste einschläfern lassen ellen.son tier leidet ja auch.....

nee, det jeet nich, die jacki bringt mich um...................

...aber irgendwann is schluss, wir hatten och pferde, die haben wir ooch erschossen wenn se alt waren.  erschiesst die fanny einfach, das ist noch besser als ne spritze.wir hatten ooch den hund und dann hat der noch schön am waldrand geschnuppert und dann hat meine schwager den erschossen, der hat nix gemerkt,so schnell ging das.dann sagste die jacki, er hat ne herzinfarkt jehabt.

nee, die sieht doch det einschussloch, ick muss den tierarzt komm lassen, sone spritze is besser........

ja, bei tieren kann man das machen,bei menschen leider nicht, ich hab auch die pistole im nachttisch.......das muss man machen,das ewige leiden hat keinen zweck.

aber die jacki will det nich, die hängt so an der fanny.............
trotzdem, is doch oochne kwehlerei........i.

ick wees ooch nisch,wat ick machen soll,son tier leidet und kann nischt sagen, .....und nebenbei muss ich ja ooch noch die springböcke füttern..........und der andere hund kommt ja ooch de treppe nisch mehr runter, die is ja ooch so glatt, garnich hundefreundlich.......die rutschen da immer runter...........

neeee, weg damit,irgendwann is schluss.....bemerkt irma

ja, und ick trach die ja alle immer rum ,die könn ja alle nich mehr loofen...........sagt .ellen

neeee, weg damit, ne kugel....irma

ne ,besser ne spritze.......ellen.

hier ist die post...........ellen gibt irma .die post.........

...weihnachtspost, aus seattle, von andy, der schreibt jedes jahr, der ist asket und arzt, duenn und gönnt sich nichts ,aber ein guter arzt.....die mutter ist veganerin ,die isst nur rohe pflanzen...........die ist meditationssüchtig,immer nur meditieren, det is doch nich gesund.....und klapperdürr........aber nett sind die ooch................i.


ja, n juter arzt......stimmt ellen zu......ick muss jetzt los, die frischen brote wegbringen, det mach ick aber nich mehr lange, die wollen immer frische brote.,die nachbarn....sind jestern jekommen.......ick fahr jetzte zu meene kamele und bring ihnen det alte brot,sie freun sich so, kommen immer an wenn ick komme.die kenn mich....meene kamele,.........ick wollte schon in deutschland immer n kamel haben, aber man kricht ja keene.........aber jetze binick ja hier, meene kamele,die freun sich immer.

ich mach ´eine bemerkung ,wie sehr ich auch kamele mag,ellen ist angetan................(stimmt aber auch ,ich mag die stoische arroganz der kamele.)

dann neigt sich das gespräch langsam dem ende zu ...........

......och, jetzt fährt der härry schon,....kommste wieder neechstet jahr,nich?.........wir trinken ja immer bier, wir beede ,nich?kommste wieda,härry.....

ja,klar ellen.

also....ick muss los, zu meene kamele..........

sie kommt noch mit rein ,denn das gespräch fand im hellen  sonnenschein auf der terrasse statt.....................um 9.30 uhr , es ist schon heiss........

auf dem tisch liegt ne rolle isolierband..........

...hier ,guck, da liegt noch watt,klebeband oder so.is doch klebeband ,nich? kann man immer jut jebrauchen, son klebeband.


dann geht sie............die meisterin des banalen smalltalks

schade, das wars dann mit ellen,.........ich werde sie vermissen.wir trinken doch immer bier zusammen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
DANCING QUEEN

der nachmittag im dancing centre swakop,------------p.als initiatorin.den ganzen morgen über  wurde was besorgt und gekauft und gemacht.6 marmorkuchen von die jacki,also aus ihrer bäckerei,die auch eine wursttheke hat,----ohne fleischprodukte geht ja nichts in swakop.dazu getränke und spielkram für die kleinen.ihr patenkind desiree,9, soll tanzen, frieda und ihre songgruppe VOCAL GALORE  singen ,und der ganze nachmittag ein happening mit kulturgut,denn auch p.s. bilder weden ausgestellt und sogar eine reporterin soll kommen mit kamera.p. will ja berühmt und reich werden, letzteres ist ja eh nicht schwierig,bei dem was schon so da ist.


gegen 15uhr gehts dann los, sam, unser hausboy sam ist auch da, mitsamt dongo, seinem  6 jährigen sohn, der mit dem angeborenen sehfehler,ein liebes kerlchen.
ich mache die fotos und treffe lydia und andere ,die ich bereits kenne, auch ras der rastamann und maler  ist mit dabei.
desiree, die kleine tanzmaus,alias p´s patenkind, tritt auf mit isabell und tanzt den schmetterlingstanz im tütü, die mutter ist stolz und schaut bewundernd auf ihre tochter.sie wohnen in den townships, also mondesa, das vorletzte schwarze armenviertel.es ist schön zu sehen, wie die kleine, eigentlich chancenlos,durch p. s unterstützung ihr talent beweisen kann.carmen, die tanzlehrerin lobt sie auch in den höchsten tönen.danach kommt frieda, die ich aus versehen anfänglich klara nenne(also native mit deutschen namen ,das ist schon gewöhnungsbedürftig) mit ihrer gruppe, die schon vor 4 wochen im artcenter aufgetreten ist.black ladysmith mombasa stil,wie schon beschrieben,also sehr melodische a capella musik.zwischendurch werden endlos fotos gemacht......
.....die seuche des neuen jahrhunderts, selbst sam, der neben mir sitzt, fummelt dauernd mit seinem smartphone rum,das verhindert auch kommunikation, aber das thema hatten wir bereits bis zur erschöpfung,danke basta ,aus.

ein sehr schöner nachmittag,das muss ich sagen,---alle farben sind vertreten und verstehen sich gut,a ber wirklich kommunizieren tun weisse und schwarze nicht,dazu sind die welten zu verschieden.lydia berichtet wieder, was alles zu tun ist im township..........36 pakete aus deutschland muessen gesichtet und verkaufsfertig hergerichtet werden.ja, lydia hat auch  morgen ,am sonntag keine zeit für sich.aber zeit für andere ist für sie ihr lebensfilm,ich bin immer wieder erstaunt ueber die menschen und ihre lebensentwuerfe.der eine flüchtet sich in die idee von individualismus und freiheitlich orientierter selbstverwirklichung,der andere will nur ueberpersönliches engagement, extrem.
ich finds gut, die planeten´schwirren einem um die ohren.hier mond, da saturn etcetc.

die rastas,mit ihrer mischung aus selbstbewusstsein und scheu essen etwas kuchen, bleiben aber unter sich. die dicken schwarzen mamas essen viel kuchen und zeigen ihre lolitatöchter vor.jung und aufgebrezelt,pflückbereit.gisela,native und ehemals hausmädchen bei i., sehr breit und dick und sehr entspannt,hat ihre tochter auch mitgebracht. sie heisst tatsächlich queen, tanzt aber nicht,sondern zeigt ihre 15 jährigen rundungen im schicken kleid.dazwischen die kleinen jungs, die von p. jetzt alle angemalt werden nach den performances.

ein heidenspass und ich schwitze,denn  es ist heiss........p. hat superlaune und ist im 10 sterne bereich   angekommen,sie hat ihr gestriges nörgeltief ueberwunden und schwärmt vom gelungenen nachmittag, der bald zuende geht.wir fahren dann auch noch zum strand und schwimmen, der atlantik lädt mit heutigen 22 grad wasser ausnahmsweise wirklich ein, da ich ja eine frostbeule bin was wasser angeht.....unter 22 mach ichs ja meist nicht,siehe ibiza................... lara ist auch dabei, die 21 jährige praktikantin vom pferdehof k´s, wo sie schön ausgenutzt wird,denn sie war noch nie am strand in 2 monaten ,die sie hier ist.jaja, wenn althippies zu chefs werden.sie ist aber enorm motiviert und ist begeisterungsfähig bis zum abwinken,klasse. sie kommt dann mit zu uns ins haus ,wo ich das abendessen mache, tortillas und salat.
das wars.
ich hab eine cd von friedas gruppe erstanden und sam eine geschenkt,er freut sich.ich mag ihn,ein sanfter  mann, hier eher die ausnahme unter all den dauermachos.
sekt wird angeboten,weils eben so n geiler tag war, meint p. ja, in der tat,---jedenfalls wurden heute mehrere menschen glücklich gemacht,auch, weil das geld dafür bereitgestellt wurde.das finde i ch besser als gelangweilte reiche alkoholiker in marbella.
ich mag ja keinen sekt.
in diesem sinne,gute nacht.
--------------------------------------------------------
WENN EINER EINE REISE TUT; DANN KANN ER NICHTS ERZÄHLEN....................................

am gleichen abend verschwinden lara und p. noch ins hansahotel auf einen KOLONIAL,das ist ein spezieller kaffee,den es nur dort gibt und nirgendwo anders auf der welt.ich bin zu muede und bleibe zuhause.
dann ,später, rauscht es vor meinem zimmer, es regnet tatsächlich,---- lang ersehnt ,heiss erträumt..........auf die durstigen felder....................

p.kommt spät zurück und erzählt, sie habe einen truck vor dem hansa gesehen und angeklopft. und hat den besitzer des truckmobils  eingeladen zum frühstück.gute nacht.

er kommt auch pünktlich am nächsten  morgen ......TAKLA MAKAN   steht auf seinem truck., dazu  bielefeld,mongolei, namibia----------es gibt 1 a frühstück mit geräuchertem oryx, engl. jam und duftendem käse.dann beginnt herr udo zu sprechen.und hört nicht auf.weltanalysen, die nichts neues aussagen,die er aber als der weisheit letzter schluss darbietet.

der mann hat die klugscheisserattituede,verbessert uns andauernd und ist extrem unempathisch und absolut humorlos.
chefarzt war er in bielefeld,ausgerechnet.so kommt er auch rüber, monologe und vortragsartiges gerede ueber das, was ihn bewegt,und das ist hauptsächlich der umstand, dass er, nach der trennung von frauchen, die mit einem fetten fahrlehrerer,der nicht einmal akademiker war,abgehauen ist......alleine ist in seinem truck.auch der eingeladene ehemalige schulfreund hat 1 tag vor der abreise abgesagt.hmm.

...blabla....... stunden hält er seine uninspirierten reden,nichts für mich ,ich habe das gefühl, er spult nur ab um seinen status darzustellen,von seinen reisen erzählt er nichts, nur medizinisches fachwissen und seine arbeitswelt werden dargestellt.  ich gehe nach 4o minuten und lass die drei sitzen, bis er nach geschlagenen 6!!!!! stunden geht.

ich wundere mich,dass er sich wundert ,dass niemand mit ihm mitfahren möchte,keine 3 meter wuerd ich mit einem solchen negativling fahren,denn die welt ist schlecht, die menschen dumm und er weiss alles besser.ersteres ist nicht unwahr, aber das hatten wir bereits öfters und es ist muessig, dauernd den zustand der welt zu reklamieren.
jedenfalls haben die beiden mädels kein problem mit ihm und er wird abends ins tug eingeladen ,mit uns zum essen zu kommen,
ich bezweilfe ,ob ich das möchte.lass mich aber dann ueberreden-- und dank p´s gnadenlosem und mittels wein aktivierten redeschwalls, der wirklich sitzt und pep hat,wird es ein schöner abend. denn der herr kann seine attitueden vergessen und wird menschlich,jammert ueber seine einsamkeit und hört sogar zu.so gehts halt auch.er will uns  noch zu wein und whiskey in sein truckmobil einladen, aber wir lassen ihn gehen und fahren heim.
p ist geschafft und geht gleich ins bett,i und ich laben uns noch an gutem grappa und sie erzählt aus ihrem leben.82 jahre unkonventionelles dasein mit vielen reisen und viel arbeit.spannend.

es wäre interessant gewesen, wenn der gute udo uns von der mongolei und sibirien berichtet hätte.aber hier sieht man wieder, jemand verlässt die heimat aufgrund einer krise, bewegt sich mit abenteuerlust und  mut in die welt hinein und nimmt sich natürlich  mit.und das mit stoischer penetranz.
schade, chance verpasst, wuede ich sagen, denn was nützt das reisen, wenn man seine synapsen nicht öffnet und aktiviert.dann  kann
man auch zuahuse bleiben .aber ich denke, p. hat ihn zum nachdenken gebracht mit ihrem unerschütterlichen optimismus.nun kann er ueber einiges nachdenken.das ist gut so.von der mongolei oder china oder sibirien haben wir nichts erfahren.schade.

2 jahre später erfahre ich von nicki, die mit ihm nach südafrika fahren musste wegen ihrer visaprobleme, wie furchtbar er MICH fand. Ja so haben wirdoch einen ausgleich geschaffen im nachhinein.es gibt ja menschen die sich auf den ersten blick beidseitig unmöglich finden. wie 1969 mein erster chef bei der bank und ich mit meinen 18 jahren.
sozusagen hass auf den ersten blick.schlimm nur,w enn man bleiben muss. und diese person ueber 1 jahr zu ertragen hat....denn lehrjahre sind ja keine herrenjahre meinte  mein vater dmals,....ach ja ,wie wahr......

---------------------------------------------------------------------------------------------


ITS PARTY TIME

naja ,also party,sagen w ir dinner party, für die ich dann einen leckeren gemueseauflauf und salat gemacht habe und dazu mit ouma gefühlte 4 stunden bei veg und fruit rumgelatscht bin um ein paar gurken  und zwiebeln und tomaten zu besorgen....oje,und das bei vollem laden.meine nerven................

dann kamen lediglich nicki, die jackie und der udo und p hat wieder den laden aufgemischt mit abstrusen uranos theorien,so dass uli beinahe durchdrehte und sich zu wort melden musste um mal wieder was zu sagen,wo er doch eigentlich der monologist ist.dann haben wir  MEIN BUNTER HARLEKIN gesungen.p´s eigene hymne seit 2 wochen mit der lieblingsstrofe

und wer ihn liebt der lässt ihn weiterziehn, denn die ganze welt ist für ihn ein grosses zirkuszelt.......das ist ihre welt.und die von SIW MALMQUIST  aus dem jahre 1968.


wenns ans diskutieren geht, wirds abstrus, udo dreht fast durch, so hahnebüchen fand er ihre analysen ueber LIEBE UND FREIHEIT........das thema war ja nicht schlecht,weil jeder ideen dazu hatte....ich kam  mit     liebe ohne bindung taugt nicht, das sah p garnicht ein..und der arme einsame und verlassene udo rollte mit den augen........als arzt und wissenschaftler war er natürlich erschuettert von ihrer abgedrehten philosophie und zur strafe sang er dann,auf drängen von p. ein herzerweichendes altes lied aus dem 16 jhrd. ,entstanden im lipperland,und es ging darum dass eine frau einen mann sitzen liess und der leidet,also,ein lied ueber sich selbst.

die jackie kam dann mit einer geschichte daher,die wirklich interessant war.ebenfalls aus liebestechnsichengruenden war sie vor 2o jahren zu einem hottentottenzauberer gegangen,der bei omaruru in der  wueste lebte........sie wollte die ganze geschichte beenden mit einem mann,der auch der vater ihrer tochter ist,konnte es aber nicht ,aus diffusen emotionalen gruenden.sie fuhr dann mit einem uebersetzer zu ihm und für umgerechnet 20 euros,damals ein vermögen für einen hottentottenmann,hat der sie von der besessenheit und hoerigkeit befreit.er hat ihr u.a. knochenmehl ueber den körper geschüttet.---es hat geklappt, und nach drei tagen war sie soweit, ihm den laufpass und die freiheit für sich .her mit dem knochenmehl!!!

der amarula fliesst,und am nächsten morgen hab ich kopfweh.war aber ein unterhaltsamer abend.........

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

die nächsten tage werden verbracht mit futureplans, ich soll nach goslar ziehen ,astrologie für die neureichen provinzler und den vermögenden landadel anbieten?!! da schaunmer mal..........

nebenbei gehen wir abends aus und essen mal hier mal da.fritz, p´s sohn,21, passionierter angler, meldet sich telefonisch  an für februar samt freundin.er angelt, auch hier oben an der küste gibts fische ohne ende, und wenn sie besonders schön sind, wirft er sie zurück ins meer. er isst eh keine fische, dafür ist er fische.sternzeichentechnisch.

das meer lädt nun täglich ein zum schwimmen,der berengulastrom da unten bringt mal kaltes mal warmes wasser an die ufer. heute ist es wirklich warm. die schwarzen jungs klemmen sich colaflaschen in die badehosen und gehen damit ins wasser, sie können meist nicht schwimmen.haben aber mordsspass.

nachher im museumscafe kommen udo und nicki vorbei, sie hat kein visum  mehr,,denkt aber ,das macht nichts..................sie irrt.man steckt die leute gleich in den knast wenn das visum abgelaufen ist. nicki kriegt etwas panik. wir diskutieren.
ergebnis:
chefarzt udo, der sowieso auf heissen kohlen sitzt, bietet ihr an, sie in 4 tagen nach südafrika zu bringen.sie ist angetan.der alte mann und das naive mädel.ein reisepaar.bin gespannt.
Nachtrag: nach 4 tagen bis kapstadt war sense,nicki ist aus dem auto geflohen.

unterwegs werd ich auch bald wieder sein,die letzten tage sind angebrochen.da neue gäste kommen und deren anreiseteag sich mit meinem abreisetag deckt, beschliessen wir, nach windhoek zu fahren.

windhoek, die hauptstadt,liegt etwa 330 km östlich.die fahrt dahin ist angenehm,da die strasse geteert ist. ich sag allen,die ich kenne, auf wiedersehen,auch frieda, das huebsche schwarze mädel aus der a capella gruppe, wir mögen uns.sam, der hausboy, bekommt noch sein trinkgeld und erzählt mir, er würde bald heiraten, nur die grosse familie muesse noch zustimmen.nach ovambo -tradition.

ein letzter gang zu den dünen ,die mich nun so lange jeden morgen begrüsst haben beim blick aus den fenstern.ich fahr noch mal ins artcenter zu ras dem rastaman , er hat neue bilder gemalt, mir gefallen sie. ich kauf ihm noch ein blechflugzeug ab,schönes geschenk aus dosenblech.
bei wellington in der city kauf ich einen kleinen perlenstrauss, den er aus draht gebastelt hat.tolle arbeiten,alle möglichen tiere aus draht mit perlen.schlau, der immer lachende und gut aufgelegte wellington.

ein besuch ins edelsteinmuseum muss ausfallen, dafür fahr ich nochmal auf den friedhof, wo all die deutschen aussiedler liegen mit den deutschen namen.......gertud bockstein und co.,heimaterde???

dann gehts los, am abend vorher nochmal im hansahotel den kolonialkaffee probiert, ein muss ,meinte i.
ganz einfach:   brandy, eierlikör, kaffeelokör, auf gebrueht mit kaffe und sahne und fertig.also, sehr lecker.ähnlich wie der ostrfriesische pharisäer.
udo steht immer noch mit seinem truck vor dem hotel, sieht uns und kommt natürlich mit rein.ich hatte sogar den eindruck, dass er einmal gelächelt hat......

er kommt danach noch mit zu uns, er  will seine wäsche waschen ,weil es ja morgen losgeht ,mit nicki nach südafrika.ich lass ihn aber nicht mehr rein, er muss draussen bleiben,das kommt davon ,wenn man keinen humor hat.die wäsche wäscht die waschmaschine.
mit i. sitze ich noch auf der terrasse, die letzten amarulas werden geschlürft.
ich soll wiederkommen, nächsten winter, aber schon früher, wegen der weihnachtsgans am heiligabend............du musst kommen, wir haben uns doch gut verstanden, ...
jaja ,denke ich, wir haben uns so gut verstanden,weil wir alle drei humor besitzen, sonst wär es mitunter auch schon mal kritisch geworden.mutter,tochter und ein hariji, der keiner sein will.also, kein Ji.


also fahren wir alle am nächsten morgen. udo fülle ich noch wasser in seine tanks, dann packen wir ein und es geht los.udo holt  nicki ab.,sie fahren richtung kapstadt.
wir nach osten.

unterwegs wirds schlagartig heiss,swakop hat ja  oft nebel und wolken, was es so angenehm macht,
.

am strassenrand stehen native und halten riesige pilze hoch, zum verkauf.die wachsen auf termitenhuegeln und sind eine delikatesse.
wir lassens, da p.und i , mit denneuen gästen zur etosha pfanne fahren wollen, 4 tage auf pad.
nach 4 stunden sind wir in windhuk,322000 einwohner, 1840 gegruendet.,1400 meter hoch gelegen.schöne stadt, saubere luft, tolles klima, wenns nicht allzu heiss ist.
es muss grad gerääägnet haben ,meint i.stimmt, am strassenrand gibts pfützen.

wir logieren im ROOF OF AFRICA......sehr nett,nahe der eckenbrecherstrasse......also, benannt nach frau margarethe eckenbrecher,ihres zeichens autorin von o.a. buch---was mir afrika gab und nahm...... hat hier in der nähe in klein -windhoek gelebt, ich erinnere mich. interessant ,wenn man die gegenden sieht, die in den buechern vorkommen, die man liest. wie das noch gestern besuchte hansahotel aus hummeldumm.das hotel mit dem kolonial kaffee,was jaud als ddr flachbau bezeichnete.nicht ganz falsch, aber nur aussen.

wir gehen abends noch essen, in JOES BIERHAUS; muss sein,meint p.,ihr bruder sei so gern hierhergekommen, es ist nicht weit, ich kann laufen bis dahin.
oje, auf mich wartet ein mit fragwuerdigen handy- telefonierenden nativen und lieschen müller touristen aus bad oeynhausen angefülltes ,gruseliges rustikalambiente,nach dem motto, fässer auf die decke und bembels and die wand......scheusslich.aber das essen soll gut sein,egal................in der tat wirds dann netter als der mond rauskommt und palmwedel ueber unseren häuptern schweben.

das essen ist ebenso rustikal, gegrilltes aus der etosha pfanne........haha.ich esse aber kein zebra, dafür lieber was mit fisch von der skeleton coast.
später noch ein absacker in der bar und ab ins bettchen.angenehmes gemurmel aus  dem hotelgarten,menschen sprechen ja gern.aber vielleicht in ihre samrtphones.....

nach dem frühstück dann ein walk on the windhoek site.der clocktower an der hauptstrasse ,entspanntes flair, erinnert mich an melbourne,multikulturelle szenerie und gute luft,
.--------und die meteoriten ,die 1846 hier in  namibia runtergekommen sind, alle fein säuberlich auf sockel gestellt. kosmische gefühle stellen sich ein beim anblick der armspannengrossen brocken, die aussehen, als seien sie aus eisen.von woher kamen sie? was sollen sie uns sagen?
fotostunde.ich bin zu blöd mit p´s smartphone fotos  zu schiessen.
dann werden noch kleine holzplastiken erstanden,eine davon sieht aus wie ein harlekin.........p stimmt an..

...mein bunter harlekin,..
.wir singen eine strofe auf der strasse, die nativen schauen und hören und freuen sich........weisse singen ,oje .........

...und wer ihn
 liebt, der lässt ihn weiterziehn........denn für den harlekin ist die ganze welt ein grosses zirkuszelt..

.ouma singt auch mit....

......jaja, so isses,das haben sich die  meteoriten auch gedacht und wurden dann jäh von einem planeten gestoppt.

wir essen noch ein abschiedseis und dann gehts auf zum airport,der ca 4o km von hier entfernt ist.
weiter himmel, viel grün ist nach dem regen  zu sehen ,weisse wolken und bergiges land.ein land des lächelns ist es nicht unbedingt, aber ein bezauberndes, wildes land,das durch schönheit,und mannigfaltigkeit besticht.das hügelige khomas hochland,die grenzenlos scheinenden sandflächen der namib,unterbrochen von den granitmassen des brandbergs,der spitzkoppe(die wir am morgen auch noch vom auto aus sahen) und des erongo,die schroffe küste sowie das grasbedeckte weideland mit hohen bäumen im nordosten.die weite, die  menschenleere und die wunderbare tierwelt  hat mich beeindruckt.nun gehts heim.
von meinen beiden uranischen ladies verabschiede ich mich mit einem tot siens,..afrikaans für auf wiedersehen, bedanke mich für ihre grosszuegige gastfreundschaft.........harlekin muss weiterziehn...

der kleine airport ist gemütlich, ich checke alle flüge bis berlin gleich ein und 1 stunde später sitze ich am fenster und
schaue auf das land, das für 5 wochen ein winziger teil meines lebens wurde.dabei wollte ich eigentlich nie nach schwarzafrika.so gehts.

in johannesburg steige ich um, habe aber 3 stunden aufenthalt. latsche durch die malls und guck mir die leute an.es ist ja intereressant, was für gestalten sich auf internationalen flughäfen rumtreiben.

da gibts die, die immer so aussehen,als kämen sie grad von irgendeinem strand.........bermudashorts und flippers und verwaschenes t shirt.rucksack....geschäftsleute im kontrast dazu, anzug und krawatte, unterkühlte araber mit ihren weissen roben, dazu die ehefrauen im entsprechenden verhüllungsgewand, der aufgeregte seltenflieger,die pärchen  mit dem klettverschluss, die erschöpften,die coolen weltenbummler und traveller, tretschuhe und rucksack,die internationalen mit kosmopolitischem gehabe,die bunten, die sich in landesfarben eingekleidet haben und die abenteurliche soloreisende ,dauerbeleidigte mit nörgelfaktor 100,weil die maschine 40 minuten verspätung hat,(sitzt grad neben mir ,aus uebelingen),englische gentlemen im alten stil, eine schwarze mit riesigem hintern ,arschterrasse,der auch wirklich absteht wie ein extrakörperteil, läuft vor mir her,ein doppelgänger von paolo mit suchendem blick, schwulis
 mit blick auf schrittmitten, hetenmännergruppen natürlich, alle haben die gleichen t shirts an und gehen biertinken ,
----im relax express kann man sich kneten lassen ,und da sitzt auch jemand ohne hemd und die native schwabbelt ihn frei von seinen verspannungen,.................ich selber hab mich verkleidet als uneindeutig, aber das ist meine interpretation,bin ich doch inzwiwschen nicht mehr der junge goahippie 75,sondern
ein älterer herr mit bauch und brille................tempus fugit.....

dann einstieg in die A380iger mit kapazität fuer bis zu  850 reisenden und einem startgewicht von 560 tonnen
 ich frage mich immer wieder, wieso so ein  riesending in die luft gehen kann.nur weil 4 riesige duesen luft unter die tragflächen blasen.ja .geht aber.

diesmal keine premium klasse, nur holzklasse, und ich hab das gefühl, die wird immer enger. immerhin hab ich  noch gangsitze bekommen für alle 3 flüge.......man muss ja froh sein, dass man die nicht auch noch  extra zahlen muss wie die sitze am notausgang inzwischen,wegen beinfreiheit. naja, für 11 stunden wirds grad gehen,meine nachbarn sind engländer, pusten gleich ihre schlafkissen auf und reden nicht.es wird eh nicht mehr geredet in flugzeugen,aber das hatten wir schon.
mir wurscht, mein rezept seit jahren sind minimum 2 bücher und ein riesenkreuzworträtselheft und die schlafpillen von mutti2....hummeldumm hab ich noch vor dem dinner durch, endlich.lustiges buch,aber nicht unbedingt ernst gemeint.
berlin - moskau ,eine reise zu  fuss, fange ich an.der autor geht grad durch  weissrussland, er schreibt,---alles ist marode, aber gepflegt marode.alles wird einfach uebergestrichen.naja, richtung  osten kriegt mich ja keiner,aber die reiseberichte machen mir freude.nur hier nicht,denn allein zu  lesen wie es dort ausschaut ,deprimiert mich augenblicklich.ich fühle das elend einer existenz in diesem land schon durch die buchstaben hindurch........gräuslich.

dann  schau ich mir noch mal den LIBERACE - film mit einem excellenten michael douglas an,überm kongo schlucke ich die schlaftablette und über monaco, wo ja nun entzückende zwillinge auf ihr grimaldischicksal warten,werde ich wach.6 stunden später. bravo...

..,pünktlich zum frühstück. mir tun  alle glieder weh, weil man in diesen sitzen nur im zen stil ueberlebt,aufrecht sitzen und nicht bewegen.
in london dann noch eine stunde am gate b8, dann auf nach tegel, mein lieblingsflughafen aller zeiten,der niemals zugemacht werden sollte....
.... und bei grauem patschewetter steig ich in den 109 und bin in 8 minuten im tegelerweg.
home.

so ,das wars, meine damen und herren.und wars anstatt offenbarung doch nur erfahrung, was macht das schon.
das wusste schon frau knef.

und wenn einer eine reise tut, dann muss er nichts erzählen,aber er kann,wenn er will.man weiss ja nie, ob es noch eine neue reise gibt.die letzte reise kommt sowieso ueber kurz oder lang.und wohin die geht, weiss niemand.
aber davon erzählt keiner.(die erdmännchen haben nicht nur in namibia begrenzte lebensdauer.)


HARI  om












.



















Montag, 12. Januar 2015

THE SECRET LIFE OF N A M I B I A       2014-15
1.teil von 2 teilen

ein live bericht.

"zeit gleicht in afrika der landschaft.beide strecken sich vor dir aus,soweit dein auge reicht."    h.krüger

zur erläuterung: p ist gleich petuela,die tochter.....i . ist gleich irma,die mama bzw.oma. swkm=swarkopmund,die stadt am rande der wueste und des atlantiks.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Vor drei jahren lernte ich in südindien p.,die pferdeflüsterin kennen. wir hatten gleich einen uranischen draht,und zurück in deutschland besuchte sie mich in berlin und ich sie
zweimal im schönen sommerlichen harz, wo sie im beschaulichen jerstedt nahe goslar lebt.
als sie mich dann mehrmals  in ihr bzw. das haus ihrer mutter  in swarkopmund an der küste namibias einlud,buchte ich zu xmas 2014  ein ticket und machte mich mit british airways über london und johannisburg
auf den weg, sie dort zu besuchen,denn der graue winteranfang  in berlin hatte mich längst davon überzeugt,ihn abzukürzen.man weiss ja ,wie lange das geht  mit der grauzone.


der lange flug war erträglich,da mich zuvor  thomas wieder mit seiner wunderschlafpille versorgte,die mich schon auf der letzten reise nach australien
in wohligen tiefschlaf versetzte.diesmal schlief ich auch tatsächlich von algerien bis botswana ,trotz meiner nachbarschaft zur kleinfamilie mit quietschebaby und  toilette nebenan.immerhin hatte ich premium,also mehr sitzraum und essen mit echtem metallbesteck. big deal.-------------- auf längeren flugreisen ist eine meditative grundhaltung absolut förderlich.warten, atmen und stundenlang irgendwo rumsitzen.ZEN in airports and aircrafts sozusagen.

in johannisburg stieg ich dann nach 11 stunden flug um nach windhoek und bemerkte dort gleich das afrikanische energiefeld:entspannt lethargische einheimische ,die mit bodenständiger  selbstverständlichkeit ihre aufgaben erledigten.

ich hab rücken vom langen sitzen,trotz premiumklasse.

auf dem flug nach windhoek bediente mich ein steward der south african airlines  ,mit eleganz und charme und attraktivem äusseren.auf die frage    sugar ,sir....antwortete ich mit     no thanks,....worauf er meinte.....then the coffee will not be very sweet. are you sure?-------also, er sorgt sich regelrecht,ob ich auch die richtige entscheidung wohl bedacht habe.......und es macht den eindruck, er meinte es ernst.....

.....grinsend reichte er mir die tasse und wand sich dann den anderern fluggästen zu.die entspannte art seiner bewegungen und seine präsenz unterschied sich sehr von dem antrainierten dauerlächeln der englischen stewardessen.aha,dachte ich,hier weht ein anderer wind.weniger funktionales getue und nicht nur angelernte freundlichkeit.auch in windhoek,wo ich nach 2 stunden landete,fiel mir gleich die unverstellte natürlichkeit des bodenpersonals auf.wegen der ebolafälle in westafrika gab es einen extra einreisezettel neben dem einreiseformular,das aber bereits ausgefüllt war und das ich somit sofort wieder abgeben konnte.

sehr entgegenkommend und unkomliziert, aber durchaus ernstgemeint.die visabeamtin gab mir die benötigten 37 tage und ich nahm mein gepäck in empfang und verliess den gepäckraum. da stand auch schon der fahrer des shuttlebusses nach swarkop,und los gings.
wie schnell das geht,heute hier morgen dort
.fluch und segen der fliegerei.reisen kann man das eigentlich nicht nennen.zum reisen gehört zeit und organisches sich weiterbewegen.aber das war einmal.nun wird gejettet und die menschen nehmen die orte ja eh fast nur noch durch die handyfotolinse wahr.das ist der zeitgeist der verblödung, der sich breitmacht und seinen siegeszug längst angetreten hat.

 immerhin kein jet lag theater, da die reise ja in den süden ging, also nur 1 stunde zeitdifferenz zwischen germanien und namibia.man kann gleich so tun als ob nichts wäre.


der fahrer klärte mich ein wenig ueber sein land auf und wir fuhren mit 4 weiteren passagieren ueber windhoek westwärts richtung küste.nach knapp dreieinhalb stunden durch leeres wüstenland kam ich zum sonnenuntergang pünktlich zum abendessen in der riverside avenue an,wo mich pia und ihre betagte mutti in empfang nahmen.
es gab  wieder ein köstliches  indisches curry wie im sommer ,als ich im harz mit dem fernbus ankam.mit frischem ingwer und koriander aus india, denn dort  waren die zwei bis vor 3 tagen noch umhergereist.

im sehr grosszuegig geschnittenen hufeisenhaus  mit riesigen fenstern und einem faszinierenden blick in den blutroten abendhimmel über der angrenzenden wueste  packte ich dann meinen birnenschnapps von aldi-popaldi und die trüffelpralinen aus ,und trotz der fast 3o stunden, die ich bis dahin unterwegs gewesen war hatten wir drei noch einen unterhaltsamen abend,tauschten die letzten neuigkeiten aus und erschöpft und erschlafft verfrachtete mich pia dann gegen mitternacht in den gästetrakt mit grossem doppelbett und geschmackvollen deutschen möbeln und teppichen aus der hiesigen teppichweberei.

ich schlief gut und lange und zum frühstück gegen 9 stand ich frisch und ausgeruht in der geräumigen wohnhalle mit angebundenem wohnzimmer und küche,wie gesagt,eben eine durch und durch uranische familie,frei und unkonventionell und sehr offen und durchlässig das ganze ambiente.genau mein fall,denn man weiss ja dass der schütze ebenfalls die weite und den offenen raum sehr mag.

nach mehreren tassen guten indischen tees und frischen brötchen mit echtem gouda und schwartauer marmelade fuhren wir mit dem jeep gleich los ,und zwar ein paar kilometer ausserhalb von swarkop in ein
grade eröffnetes kreativzentrum mit kleiner bühne und diversen werkstätten fuer einheimische,gesponsort von AMERICAN PEOPLE; wer da auch immer hintersteckt. .p stellte mich RAS  vor,einem maler aus zimbabwe, den sie sehr schätzt und ueber die jahre auch näher kennenlernte.rastaman vibrations,positve.
neptunier.leise und bescheiden, ca. 36 jahre alt, vorne fehlt ein zahn.ich mag ihn. p. will ein bild von ihm kaufen, 2 mal 1 meter, tolles bild, in ocker und orange,dazwischen schwarze konturen,---- afrikanische phänomene wuerde ich es nennen.

ich bemerke, dass ein preisschild fehlt, somit hätten die menschen keine idee über seine preisvorstellung. er solle drüber nachdenken,was er für das bild wolle. wir kämen wieder sagen wir ihm.
 auf der bühne gibt es nun a capella lieder im namibischen stil, ähnlich wie die black ladysmith mombasa, die ich mir schon vor 3o jahren im canzone-musik laden in der carmerstrasse  besorgte,---tiefe männerbässe und hohe frauenstimmen wechseln sich ab. frieda singt mit, auch eine junge  einheimische bekannte von p.
japaner kreuzen auf, denn ein kreuzschiff ist angelandet vor einigen stunden. etliche tragen mundschutz.erkältet oder ebolaparanoia.????entgegen ihrer sonstigen zurückhaltung im ausland stehen einige auf und tanzen zu den liedern und klatschen. japaner kommen aus sich heraus, klasse.danach gehen wir ins die handicraftläden, ich kaufe für meine freundin beate verspätet zum geburtstag ein muschelamband.in weiss, sie liebt weiss und gold,denke, das ist ein guter kauf.

dann wieder zu ras. er hat ein preisschild gemacht, p. und ich ueberfliegen nur kurz,sehen 3500 dollar,namibische ,klar.etwa 280 euro, der dollar steht zum euro 1 zu 14,3

p. kauft, ist happy, hat das cash nicht dabei. am nachmittag bringt ras  per pick up das bild und will kassieren,freudestrahlend,weil er braucht das geld um nach zimbabwe zu reisen .
p.holt die 35oo n.dollar  aus der börse und ras zählt nach.3500 nab dollars sind es genau.....ras schaut indigniert.......35ooo sollten es ein.oje. grosses missverständnis,wir haben eine null übersehen.so gehts. irrungen ,wirrungen. und pech für ras, er dachte, er habe fürs nächste jahr ausgesorgt.doch der preis war unangemessen, soviel  bekommt ein unbekannter künstler nicht mal in berlin für ein solches bild.p. findet aber eine prima kompromisslösung, und ras der rastaman fährt am nächsten tag in die heimat.

im supermarkt muss am nächsten tag eingekauft werden. es ist zwar der 2.weihnachtstag,aber er wird hier nicht gefeiert.massen von menschen in den strassen,alle mit fetten jeeps und rover unterwegs, kaum parkplätze. im spar-supermarkt bekomme ich fast alles,selbst sojasosse.die preise wie in deutschland, nicht wirklich günstig, aber bezahlbar.fast alles ist mportiert,denke ich.

swarkop hat enorm viele weisse bewohner,die einen hohen standard bevorzugen.rein äusserlich erinnert mich das ganze an australische städte.. legere bis nachlässige kleidung, man ist auf sommerwetter eingestellt,draussen sind´s 30 grad. also basecaps und unterhemden,sandalen und flippers.

danach gehts zum strand. das wasser ist nicht ungefählrlich,es gibt strömungen. der stadtstrand ist sicher und somit voll mit einheimischen ,die sich allerdings auch kaum ins wasser trauen,nur 19 grad. mir ist es auch zu kalt,ich bleib liegen und beobachte die szenerie. die einheimischen frauen lehnen ihre naturkrause ab und tragen haarteile und perücken, haben oft enorme hinterteile und agieren ungefiltert und laut, die männer sind in der minderheit.kinder tollen und planschen,sie haben keine probleme mit der temperatur.

am abend grosses dinner mit freunden von p.und mama..jacky, die vor 12 jahren hier eine eisdiele geöffnet hat und diese erweitert zum szenecafe,ihre mutter, zwei eher blasse deutsche freunde,die erst vor 3 stunden gelandet sind. gediegenes ambiente im hansa hotel- restaurant,das p´s mutter jedes weihnachten aufsucht und grosszuegig freunde zum essen einlädt. kolonialstil vom feinsten,edle möbel und schwarzes personal.

apperitif im salon und danach in den grossen dining -room.die deutschen hatten hier neben kamerun und ostafrika ihre dritte kolonie, deutsch südwestafrika. bis 1918,dann war schluss, aber man spürt allenorts deutsches regelwerk und ordnungsprinzipien.auch deutsche arierarroganz.i. erzählt von einem herrn dieter, der die einheimischen immer noch mit der attitüde des herrenmenschen behandelt.er lebt draussen auf einer farm und sitzt nicht am tisch.gottseidank. aber man spürt latent diese zweiklassengesellschaft.die einheimischen sind die diener, die weissen geben den ton an.
es leben auch holländer und engländer etc. hier, afrikaans und englisch sind die beiden  hauptsprachen.dennoch sind die umstände hier besser als im restlichen schwarzafrika. und die einheimischen sind stolz auf ihr swarkopmund.

das essen ist gut, ich lasse mich zu gemsbock überreden.das wildefleisch schmeckt etwas süsslich.es gibt auch bergzebra und andere wildtiere auf dem speiseplan.mir reicht dieser einmalige ausflug in die verzehrbare tierwelt afrikas.
nebenher schnatterkonversation,nicht so mein ding.
wegen mangelnder  inhaltlicher kongruenz mit den 5 anderen tischnachbarn  halte ich mich ziemlich zurück,parliere fast aussschliesslich mit p.köstlicher nachtisch, dann aufbruch und ab nach hause.war nett.x-mas is over,gut so.
.
zu hause noch der absacker in form des birnenschnapses von aldipopaldi,den es ja hier ,so stelle ich verwundert fest,nicht gibt.

 i. informiert mich nebenbei darueber,wie schädlich reiner vegetarismus ist. so hat jeder seine believesysteme,ueber essen und ernährung spreche ich aber nicht mehr,das thema ist absolut tabu in meiner kosmologie.schluss basta aus,ab in die heia--- und ich lese heinz struncks  AFRIKA.......seine erlebnisse als pauschaltourist  in kenya.sehr lustig und genau das richtige zum einschlafen.

ich schlafe gut,im gegensatz zur aktuellen situation in berlin, wo die nachbarwohnung renoviert wird.bin allein deswegen schon froh, hier zu sein, dazu das warme wetter.
zum brunchen gehts am nächsten morgen ins schalom, etwas ausserhalb der stadt.

ENSEITS VON AFRIKA ambiente, bis auf die kleidung. man sitzt unter palmen und trinkt käffchen, isst quiche und andere leckere  buffetangebote--- u.a. serviert von julian, dem 17jährigen sohn der besitzerin des open air restaurants.er macht grad seinen flugschein in windhoek und bald abitur. nettes kerlchen.alles erinnert mich ein wenig auch an ibizas energiefeld. es fehlt nur der esotouch,der rest ist nicht unähnlich.dauernde hinweise darauf, wie schön es hier ist.

danach gehts wieder nach hause, astrologie ist angesagt. p. und mama sind meine schülerinnen fortan.grundkurs.tierkreiszeichen und planeten,teil 1.die beiden sind sehr wissbegierig .es macht freude, eine 82 jährige alte dame so neugierig zu sehen. sie haben kleine hefte und tragen alles säuberlich ein. so wirds gemacht.gegen nachmittag nochmal raus in die stadt,die immer noch voll ist. autos und menschen. wir gehen nur in den buchladen, denn i. will mir ein buch besorgen.WENN ES KRIEG GIBT ,GEHEN WIR IN DIE WÜSTE.

 2 deutsche geologen verstecken sich 1939 hier in den canyons 2 jahre  lang,um nicht gesehen zu werden.ihre erlebnisse sind aussergewöhnlich.allein un dnur mit minimalausstattung versuchen sie zu überleben, es gelingt ihnen, ein buch das sehr gut zu lesen ist und  mir namibia aus anderem blickwinkel nahebringt.absolut empfehlenswert und hier ein dauerbrenner.gute lektüre, denn auf dauer geht mir heinz strunk auch auf den wecker.auch sarkasmus und alkoholische exzesse haben thematisch  ihre grenzen.zum glück hab ich aber noch etliche andere bücher dabei ,und im haus gibts regale voll mit lesestoff.von kafka bis kochbücher ist alles dabei.also hab ich keine sorgen,denn 2 bücher aus meinem repertoire passen hier nicht her und sind auch etwas angestaubt, corti essays aus den 80igern und ein roman ueber sokrates.das passt nicht so recht.


eine radour ist angesagt am nächsten morgen.nach dem frühstück auf der  terrasse mit wuestenblick gehts los.
hier ist der himmel blau und ich muss sehr aufpassen,mich nicht zu verbrennen.die luft ist trocken und klar und die u v strahlung enorm hoch.ich trage lange hosen und mütze und einen schal. ich kenne das und hab mich im laufe meines sonnenhungrigen lebens an die totalvermummung gewöhnt.burkatechnisch.

wir fahren durch die strassen ohne bäume,allenfalls palmen und hohes  gesträuch. alles etwas kahl im vergleich zum berliner blätterdschungel. wir fahren richtung leuchtturm, .rot weiss, wie es sich gehört.die strassen sind sauber und für afrikanische verhältnisse extrem abfallfrei.am atlantik  legen wir uns ins gras eines parks und machen pause.die wellen rauschen und die wolken ziehen ueber uns hinweg in die endlose weite  afrikas.

p. zeigt mir das erste haus, dass ihr verstorbener bruder vor 14 jahren gekauft hatte. schwarzwaldlook,gross und 5 minuten vom strand entfernt.danach wurde es verkauft und nach eigenen plänen ein neues gebaut, das,in dem wir jetzt leben.äusserst grosszügig und luftig,allerdings ohne keller und dachgeschoss,aber mindestens 200m2 gross.die weissen ,die hier temporär oder ganzjährig wohnen, haben meist huebsche aber auch spiessige einfamilienhäuser mit garage, wie in australischen vororten,so kommt mir das vor mitunter.auf dem rückweg gehts an jacky s eisdiele vorbei.hmm.....
die strassen sind nicht mehr so voll wie noch vor 2 tagen. ab mitte januar wirds hier leer sein,berichtet p.

mir ists recht.


am nachmittag fahren wir zu katie und georgie, einem holländischen paar, auf die farm, mitten in der wueste.mir wärs zu sandig.die hunde begrüssen uns ,´und georgie zeigt uns seine gewächshäuser ---voll mit tomaten,spargel, chillies und gurken, er kann davon leben. die kinder sind aus dem haus und sie ueberlegen,ob sie sich in portugal etwas neues suchen. am tisch sitzen noch andere gäste. man erzählt sich, dass fiek, so heisst der wirklich,sich vor 4 tagen die kugel gegeben hat vor den augen seiner frau. aussteigergeschichten .......


aber die runde ist nicht langweilig, es gibt geschichten,die meist mit ueberleben und den dadurch entstehenden problemen zu tun haben. mein ding wäre das hier bestimmt nicht,freiheit und warmes klima sind  nicht alles.
 auf dem rückweg ein schlenker nach rossmund, eine art siesta von swkm.springböcke im garten werden von jackys mutter grad gefüttert,man schaut ins abendrot und es geht um huendchen und kätzchen und silvester und die dafür geplante party. maskerade und buffet. hoffentlich bittet man mich nicht mitzukommen, ich feiere dieses hysterische jahresabschiedsgetue seit jahren nicht mehr.künstliche vergnügungen ,die meist keine sind.aber p hat schon 3 karten für uns besorgt.oje, ich fürchte ,ich kann mich nicht entziehen. na dann,----wir werden sehen.

reggae ist angesagt am nächsten tag, in dem künstlerischen handicraftcenter ,wo auch ras der rastaman seinen laden hat. aber zuvor machen wir uns noch auf in die slums von swkm.
p. hat ein patenkind,das sie besuchen will. die neunjährige desiree hat talent zum tanzen,und p. unterstützt die familie.

 bretterhütten im nackten wuestensand, desolate native lungern rum, dreck und schrott auf der ganzen linie,ein elend. wir suchen nach der kleinen, die jetzt mit mutter und geschwistern woanders lebt als beim letzten mal.kein spass, hier leben zu muessen.
frieda lesen wir unterwegs auf,sie singt in dem chor vocal galore ,der neulich aufgetreten ist mit dem a capella gesang, der mir so sehr gefallen hat.sie ist 2o, und voller ebenesfreude, hats geschafft, studiert immerhin in windhoek und spricht sogar etwas deutsch.

in der huette,wo die kleine desiree lebt, öffnet uns die mutter.wirres haar und fehlende zähne, aber voller freude und empathie empfängt sie uns .
die kleine desiree springt gleich zu p. auf den schoss.mutter rosie bringt die letzten zeugnisse......best in reading and writing.....p. ist glücklich, sie sieht ,ihre unterstützung fruchtet.auch der ballettunterricht macht grosse fortschritte. ich wage es nicht zu fotografieren, so armselig  ist hier das ambiente.aber frieda zückt ihren apparat und knipst drauf los.naja, geschmacksache, mir reicht der eindruck auch ohne fotos,nicht einen tag möchte man hier verbringen. ein   kleiner junge spielt im sand mit plastikflaschen,suesse kleine hunde, die aussehen wie obelix´s idefix springen um uns herum.babies werden von ihren schwestern auf dem arm gehalten und inniglich  abgeknutscht. also,immerhin scheint es liebe en masse zu geben für die kleinsten. die männer stehen desolat in der gegend rum,---------------es ist alles so trostlos,dass ich gehen möchte.wie dankbar und demütig man in minuten wird, wenn man sich mit armut und elend konfrontiert sieht.

p.gibt rosie die torte vom bäcker, alle freuen sich.die kleine desiree tanzt uns  aus ihrem programm vor,sie ist recht  scheu,verständlich ,aber ihr tanz ist sehr anmutig--- und hoffnungsvoll. wenn sie in windhoek den kontest gewinnt,wird sie gefördert.optimismus und hoffnung ist das ,was den menschen bleibt.wir steigen wieder ins auto,die versammelte mannschaft winkt uns strahlend zu .

wir fahren weiter ins art-zentrum,wo den ganzen tag reggae gespielt werden soll. sogar handzettel waren gedruckt worden, um das spektakel zu promoten.

als wir unsere tickets gekauft haben und zur bühne gehen, frieda ist auch mit dabei,fängt die band an zu proben. nicht schlecht, ich liebe reggae seit der ersten marleyplatte....lively up yourself, and dont be no dread..

-1971 ,---------und marley wurde  danach zum reggaegott.die songtexte sind politisch motiviert, hier höre ich hauptsächlich  rastaferey ,und man ruft haile selassie an, den negus, der halbgott der rastabewegung,auch ehemaliger kaiser  von äthiopien.wir essen ein sandwich und trinken leckeren kaffee,geniessen die launige atmosphäre.die gruppe nimmt an fahrt auf.die stimme vom sänger ist mir unangenehm.die sängerin ist besser. nach 1 stunde reicht es dann auch.ausserdem kommen keine weiteren gäste,wir sind die einzigen weissen.

wir sprechen mit der initiatorin michelle,sie hofft, dass es am abend voller sein wird.erstmal duesen wir zurück nach hause in die riverside avenue,was nicht weit ist. frieda kommt mit.frage mich, wie sie den luxus hier empfindet.werden die leute nicht neidisch,wenn sie den lebensstil  der weissen sehen?  vielleicht ist das offensichtlich angeborene phlegma aber auch gross genug, sich nicht niedrigen beweggründen auszuliefern.sie sitzt entspannt in der riesigen couchlandschaft und nippt an ihrer limo.ich ziehe mich zurück ,its siesta-time.

ich liebe es,am nachmittag hier eine runde zu lesen und zu schlummern,nicht lange, aber ein wenig.als ich  aufwache ,ist das haus leer.ein zettel auf dem tisch,die drei sind noch mal los,kommen aber nach 2 stunden wieder zurück.......

p erzählt,wie der abend war,
.gähnende leere  bei den rastas und kaum zuschauer. schade, denke ich, soviel mühe für garnichts.aber die musik entschädigt für fehlende zuschauer,vermöge der musik geniessen die leidenschaften sich selber hat nietzsche mal gesagt.man braucht ja nicht immer zuschauer, ich singe mein youtube karaokeja auch für mich alleine.

danach gibts 1 stunde astrounterricht.es dauert,bis man erstmal die planeten den tierkreiszeichen zuordnen kann....jaja, alles will gelernt sein.

abends mache ich  bratkartoffeln mit spiegelei.wie es sich für eine ehemalige deutsche kolonie gehört.der himmel ist bedeckt,kein abendrot.auch gut. p´s mutter erzählt aus ihrem leben, ----wie sie mit  33  mit einem frachter von rotterdam nach äthiopien gereist ist, 30 männer und sie.ihre schwester arbeitete dort in der entwicklungshilfe mit ihrem mann, der als arzt in asddis abeba  tätig war .danach gings 20000 kilometer quer durch afrika.
1963 ,ganz schön abenteuerlustig für damalige zeiten.der rückflug ging dann nach 6 monaten ueber kairouan, kairo, athen und zürich zurück nach frankfurt.das waren noch zeiten,von non-stop flügen keine spur.
eine abenteuerliche familie offenbar,da kann mein westfälisches pohlbürgertum in der heimat nicht mithalten.dort hockt man seit generationen und frönt dem erhalt des bestandes.von uranus kann da nicht die rede sein.
mit birnenschnapps wird der abend beendet und ich schreibe diese seite.jetzt gehe ich mit den beiden geologen ins bett, die lieber in die wueste als  in den krieg zogen.nachvollziehbar.das hätte ich auch vorgezogen.
schnee in berlin,hier schlafe ich bei offenem fenster.tja, das klima und die menschen,was für ein dauerthema,wetterwetterwettter........,von welchem blickwinkel aus auch immer.meiner ist grad ganz ok.der letzte sommer in berlin kam mir gefühlt wie 4 wochen vor,da hab ich ibiza natürlich sehr vermisst.eskimos kann ich garnicht nachvollziehen-ein leben in kälte und baumloser schneewueste.

hinweis:
(HENNO MARTIN.---- WENN ES KRIEG GIBT; GEHEN WIR IN DIE WÜSTE)....ein exzellentes buch,das mich bildreich und detailliert nach namibia versetzt,allerdings 1940,nicht 2014.

gute nacht.
-------------------------------------------------------------------------------------------------
walvis bay,die stadt am atlantik, liegt etwa 40 km von swkm entfernt.es ist wolkig und nicht sonderlich warm,vllt 23 grad.....am strassenrand 1000 kleine viereckige häuser im sand für die schwarzen.........oder für menschen  mit dunklem pigmenthintergrund.....

......der mind der afrikaner tickt einfach völlig anders .man denkt bis zum abend und fast immer an den eigenen vorteil.trotz JESUS SAVES YOU   an den hölzernen kirchentüren.
was ich grad bei heinz strunk lese,ist ja dann doch alles nochmal auf den punkt gebracht,aber dazu hier weiter keine ausführungen.fast ganz schwarzafrika ist in einem desaströsem zustand,man lese dazu a.altmann VON TANGER BIS JOHANNESBURG.


p. meinte
sam sei dick geworden vom maisbrei, millipap,den sie hier gern essen.milch  mit mais.dann gehen sie alle richtig auseinander.nicht nur ich habe kilos zuviel, die anderen hier auch,aber endlos,auch die jungen und auch die weissen,alle eigentlich sind relativ deformiert,dazu die steisse der einheimische aus dem stamm der ovambos.

also, p.und ich waren der meinung, dass es hier einfach keine schönen menschen gäbe wie z.b auf sardinien oder in kashmir.oder im nordsudan,oder in samarkand.die menschheit ist zum grossen teil recht unattraktiv, die deutschen liegen im guten mittelfeld,denke ich.
die queens mall in brisbane hat ja ihr ganz eigenes flair,aber das hatten wir schon mal an anderer stelle.die ist eh nicht zu toppen.
jedenfalls sam ist der hausboy und muss für den preis einen tageseinkaufs einer weissen familie einen monat lang 3 mal die woche antanzen.er ist aber jenseits der klage,denn der job ist ok., und nach dem vorfall vor 2 jahren( er hatte still und heimlich vermietet)
 wurde er weiter angestellt, was ja nicht ueblich ist. geklaut wird auch wie die raben.i. erzählt, wie sie handtücher und kaffeeserviceteile in den schränken und auf den leinen ehemaliger zugehfrauen wiedersah.

in walvis bay gibts also nicht wirklich interessantes, allenfalls  WILLI PROBST, das restaurant mit gutem essen.ich bestellte meinen dritten burger 2014,hier heisst er der herzinfarkt burger  und ist wirklich ein ausbund an ungesundem junk food,aber lecker.

wir haben uns die flamingos angeschaut, die im lagunenwasser stehen und mit ihrem knickebeinballett sehr schön aussehen,wenn sie mit ihren grazilen hälsen das wasser abschnorcheln.danach ein langer walk ausserhalb der stadt , am strand entlang,wo man hier mit autos angefahren kommt und dann zelte aufbaut und 1 wochenende lang grillt und biertrinkend im meer angelt.die kinder surfen auf ihren brettchen,die muttis sind unsichtbar,sitzen wahrscheinlich rauchend vor dem zelt.
......
danach mussten nudeln gekauft werden für die bouillon ,die i. gestern gekocht hat.deutsche nudeln bitteschön.also,ich bin gespannt wie die schmecken.diese krummen hörnchennudeln.

ich muss jetzt wieder astrounterricht geben,sonst vergessen die mädels alles, was sie gestern fein säuberlich in ihr heft geschrieben haben.von wegen der krebs geht durch den mond, das ist das niveau von oma rosi aus der lindenstrasse.das geht nicht.obwohl es hier um die ecke auch eine lindenstrasse gibt.direkt neben der planetenstrasse.siehe stadtplan swkm.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
SYLVESTER  2014..........eine farce in mehreren akten.aus der reihe
             NEUES AUS ABSURDISTAN

seit jahren ignoriere ich das jahresendzeitgetue namens sylvester. hysterisches getue wegen eines datums.die zeit an sich interessiert sich garnicht für unsere unterteilung in tage, monate und jahre.

weihnachten hatte ich ja gut hinter mich gebracht,im flugzeug und bus sozusagen.aber schon als ich ankam, schwante mir ueberflüssiges.prompt und mit gutgemeinter intention kam das thema auf den frühstückstisch.ich will es kurz machen. ich liess mich ueberreden ,auf eine sylvesterparty im hiesigen golfclub mitzukommen, man könne,wenns doof sein sollte, auch schon nach 2 stunden wieder gehen.intitiatorin war jacky, eine freundin des hauses,die in rossmund wohnt, also c.a. 3 kilometer ausserhalb von swkm.sie verkaufte auch drei karten a 35o $ an ouma i.
also ok.man kann sich nicht immer entziehen als gast in fremden hause.dann kam die frage auf, wie hin-und herkommen, da es ausserhlb swkm.s posten der polzie stehen, die kontrollieren,und zwar ganzjährig, stichprobenhaft werden autos untersucht und kfz-papiere beäugt.wer nach alk riecht, wird zum pusten animiert.also,gute frage.
es gäbe einen shuttle,der einen zurückbrächte.ich rufe dort an., ja, das sei möglich, daraufhin fahren wir dennoch mit dem eigenen wagen,falls es doch zu langweilig sei und pia würde auch nichts trinken wenn absehbar sei, dass man früh gehen wolle......zuviel konjunktiv m.e.

jedenfalls gab es noch das sylvesterthema f.d. party gratis.....masquerade....also irgendwie solle man sich anmalen,sodass man nicht gleich erkennbar sei.

sylvster 19 uhr, p. holt ihre körpermalfarbe hervor und malt uns an. sie selber als erste mit augenpartien bunt gestreift,dann ich, passend zum grünen hemd ein grosses grünes augenmakeup,das ueber die linke gesichtshälfte sich ausdehnt.  ich sehe aus wie der hund aus DIE KLEINEN STROLCHE.......i. ,wegen des ponies nicht im augenbereich   bemalbar, bekommt eine zorromaske ueber die gesichtsmitte gepinselt, sieht schon sehr lustig aus,wie wir drei ins auto steigen. beim eintritt in den clubraum des golfclubs bekommen wir komplimente und werden fotografiert,klar, weil ja heutzutage jeder furz fotografiert wird. 3,5 mrd.fotos werden in germanien pro jahr per handy gemacht, wer schaut sie sich eigentlich an, bleibt die frage. inflationärer verblödungskrempel für handyopfer.


dennoch.ist ja auch lustig.der festsaal ist geschmückt mit luftballons,die dank helium unter der decke schweben und jeweils eine luftschlange unter sich bergen.oje,denke ich, genau sowas hatte ich erwartet.junge leute sitzen bereits auf barhockern und verlustieren sich an chips,namibischem  biltong(trockenfleisch )und anderem partyfutter. die schwarzen serviererinnen kommen auch gleich mit fingerfood,alles mögliche mit und ohne fleisch,durchaus leckere sachen. zum glück gehts auch raus auf eine terrasse,dort darf ich rauchen.mit dem cocktail for free gehe ich erstmal raus und steck mir eine an.wie schön doch rauchen ist, man schaltet innerlich ab und qualmt ungesund aber glücklich vor sich hin und schaut sich entspannt das geschehen an.hier in ganz swakop bin ich der einzige raucher,hab ich das gefühl.klasse.

.wieder drinnen, sind die anderen auch schon da, in fröhlicher partylaune.huhu und hihi, toll.ich weiss, bis mitternacht sind es noch fast drei stunden,die muss ich schaffen,denn p. ist doch recht angetan und wegen ungefiltertem merkur spontan, und ,im gegensatz zu mir und meiner nörgeljungfrau voller tatenlust.sie trinkt auch ihre pina colada, d.h. wir werden also sowieso mit dem shuttle zurückfahren .

alles klar.ich stelle meine überlebensstrategie auf die einzige möglichkeit um, die in solchen fällen von unentrinnbarkeit das ueberleben sichert und plaziere meine daseinsebene auf 2 schritte neben mir,d.h. ich spiele einfach mit entsprechend dem energiefeld, was  um mich herum existiert.lustig sein, aufgeregt, blöde quatschen und so tun ,als ob man das alles toll findet.das geht und macht richtig laune,weil man ja nichts zu verlieren hat und die gelegenheit nutzt,das leben zur bühne zu machen.
die musik geht los und genau das,was da gespielt wird hatte ich befürchtet. 50iger jahre buddy holly rock, den ich nie leiden konnte.ich gehe auf die zweite fluppe raus,schlürfe den blue lagoon cocktail in ermangelung von mojito in ermangelung von zitronensaft. in afrika, und kein zitronensaft.!!!! der huebsche barkeeper in schwarz lächelt mich nur an,es macht ihm nichts aus,mir aber auch nicht.zapft das bier später  dafür sanft lächend in zeiltlupe.er kommt mir wieder vor wie aus einer anderen zeitdimension.aufgeregtheit muss was europäisches sein.

dann geht ein spielchen los,fraune,ja fraune,sollen tanzen auf einem blatt papier.fremdschämen stellt sich ein,denn die aufgebrezelten tussen verbiegen sich nun zu dieser gruselmusik auf ihren din a 4  bögen. p.,schmerzlos, hüpft fleissig mit und hat spass.beneidenswert.sie macht auch den 2. platz.dann endlich,NIGHTFEVER und ich tanze mit, will ja nicht nur muffeln.
danach wieder untanzbares von  phil collins oder sonstiger main stream mucke. grusel. ich gehe raus,und, wie es sich für mich gehört, setze mich zu den beiden damen jenseits der 70., i. und ellen.die eine sächselt ,die andere berlinert. herrlich,ich hole mir ein bier, zur unterstützung meiner strategie,angeheitert machts noch mehr spass.

die gespräche sind der knaller, ellens hund hat was am bein, de r neue lover von ihrer tochter hat krumme beene,redet den ganzen tag und raucht die bude voll, aber die tochter findet keinen richtigen mann,der auch vernünftig ist,kann man nichts machen.immer wieder kommen die netten schwarzen mädels mit essen vorbei, austern, drumsticks, veg. cocktails mit möhren und dips,küchlein mit cremes diverser geschmacksausrichtung und kalamaris mit sosse undsoweiter. ich verputze alles,was mir angeboten wird, abnehmen ab morgen erst,bitteseeehhhr....

..hab ja auch bezahlt, sagt sie die jungfrau.schmeckt auch gut.
die themen wechseln geschwind, ein unfall mit 6 toten vorgestern,SCHRECKLICH!!!!!....

und...ob all das hier  sich rechnet, man sei doch sicher nicht auf die selbstkosten gekommen bei all dem essen,da nur 6o leute gekommen seien..........paula, die huendin und die einsamkeit des frauchens wird noch kurz eingeworfen,und es geht so weiter.in einer tour.kaum punkt und komma.
 als ellen entdeckt, dass ich auch nur bier und keinen sekt trinke ist sie begeistert, erzählt es fortan jedem.ich werfe dieses und jenes ein,astroeinsprengsel inklusive, da i. ja gelernt hat und auch zum sternzeichen skorpion von ellen prompt den pluto dazuholt als den herrscherplaneten, was ja auch stimmt. einsplus.so gehts das.immer wieder wird darauf hingewiesen,dass es drinnen ja zu laut sei. p. macht es nichts aus, sie tanzt sich den wolf, uranische unbekümmertheit zu jedweder mucke,neidvoll sehe ich sie beseelt rumschwingen in grossen bögen mit heliumballon ueberm kopf schweben.den hatte sie sich gleich zu anfang an ihren dutt geklemmt.super.erinnert mich an meine australische amalette oberschräg, die tagelang mit meinem kopfmassegekamm durch die gegend marschierte.ich hab einen faible für uranische fraune=frauen


so verstreicht die zeit,und ich fühle mich wie im comik, es ist  fast wie bei loriot . dazu gibts noch einige surferboys mit knackigen hintern zu besichtigen, die auch offensichtlich dank massen von bier spass haben.verzweifelte ehemänner rauchen dann doch  und werfen ihre stummel in den kamin neben mir.


die zeit geht schnell vorbei, ich wunder mich darob. i. erzählt, sie habe ueber 40 jahre immer grosse sylvsterparties gegeben -mit immer anderen motti aus diversen ländern und dazu passendem essen. ich hasse russen, meint ellen nebenbei ,als das thema auf russisches essen kommt.bortsch und co., .ich verstehe sie gut,denn wer mag schon russen?oder gar russisches essen?

paula liege bestimmt vor dem tv gerät und warte auf sie,bemerkt sie nebenbei. herrliche nonsensgespräche.sie wuerd auch gern mal wieder nach berlin zum SHOPPEN kommen, kadewe und so. ich nicke und bestätige alles,denn alles ist natürlich gut, die ZEN-masche klappt mal wieder prima, meine psyche ist gerettet und entspannt.zwischendurch immer wieder die aufgemalte maske auf i.´s gesicht---- herrlich.....
ich trinke bier,---
 oliver,bei continental ff/O beschäftigt ,kommt vorbei und schwärmt.    tolle party, guter service und klasse musik.findet er.
....joha, find ich auch,------es ertönt sweet dreams von den eurythmics ,was ich trotz annie lennox immer gehasst habe.dann kommt mal wieder ne fuhre austern vorbei, pancakes mit zimt und köstliche cremeschnittchen.ich bin high.
von meinen geschmacksnerven.

die surferboys knutschen sich  mittlerweile mit ihren dooftussen und haben sich an ihre knackärsche die heliumballons gesteckt. superlustig. p. kommt zu uns, daddelt mit ihrem smartphone und macht fotos, die sie gleich nach germanien verschickt. herrrliche fotos, ich muss auf alle fotos mit allen drauf, mache grimassen und schnuten ,die auch lustig sind.so geht das immer weiter. weil ich ja auch mitquatsche. ein blick auf die uhr.....huch, schon 11, die eine stunde schaffen wir auch noch meint i, klaro.....

.....ellen kann ja immer nach hause, weil sie ja gleich nebenan wohnt.die hats gut..............ich sag, du hast es gut ellen und sie sagt ja, ich habs gut, ich kann gehen wann ich will, ohne shuttle.ich beneide sie, denn ich wäre natürlich längst weg.aber wir muessen das shuttle bestellen, irgendwann halt. p. kommt v.d. tanzfläche, geschafft. sie kann nicht mehr, will nach hause und zeigt nebenbei ihre flasche herrlichstes olivenöl,das war ihr preis,denn ihr luftballon war gleichzeitg ein tombola- los, und nr. 16 hat olivenöl gewonnen, EXTRA VIRGINE......hmm.--------nun ist es 23.40..........das shuttle soll kommen, aber es kommt perry und meint, wir können nicht gehen, da madeleine auch um mitternacht geburtstag habe,also, das ginge ja garnicht..................einfach so gehen vor 12.
das shuttle ist aber bestellt und der arme fahrer, er steht jetzt da  und wartet---seine weissen zähne leuchten im schwarzen gesicht,-----er wird erstmal auf eis gelegt.

you must wait!!!!!!

5 vor 12.alle muessen rein zum anstossen. wir trinken ja nur bier!!!! kräht  ellen -- mit seitenblick zu mir .die anderen: erwartungsfroh mit ihren sektgläsern wird rumgestanden .dann der countdown..........10.,9,8,7, usw.    HAPPY NEW YEAR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Oje, jetzt die umarmungsorgien, ich wusste es.....fremde muessen sich abknutschen und froh gestimmt dem anderen ein gutes neues jahr wuenschen........dazu noch madeleine alles gute zum geburtstag, also doppelt gemoppelt, ich werde gefordert dieses jahr als strafe für die ignoranz der letzten  20 jahre wo ich nur zuhause geblieben bin und genau das nicht machen musste ----ausser mit 1-2 guten freunden und jesus vielleicht..............p. ist plötzlich  totmuede und will nach hause, es ist auch schon 5 nach 12.................wo ist der schwarze fahrer............der sollte doch hier draussen warten............da ist er aber nicht........

wir suchen draussen, auch nicht,.......i. humpelt mit ihren nordik- walking stickes ueber die terrassen, ich gehe raus, meine nerven sind doch jetzt arg strapaziert,die ganze ichtusoalsob maskerade und meine eigenen regieanweisungen dazu kommen an ihre grenzen...............da.,der fahrer,---------bescheiden und lächelnd kommt er mit i. die treppen runter.ich gebe ihm die hand und wuensche ihm ein gutes neues jahr.er lächelt.was er wohl denkt ueber diese dekadente weissensippschaft, zu der ich ja auch gehöre.was sie ueberhaupt alle denken ,würde ich gern wissen, wenn wir für 1 abend soviel geld ausgeben wie sie in einem monat verdienen. aber, und das fürchte oder glaube ich fast, sie denken garnicht wie wir,sie analysieren  nicht andauernd ihr leben und das der anderen, sie lassens so.nicht hinduistisch fatalistisch,sondern afrikafatalistisch.sonst wären sie nicht so entspannt, denn ,wenn mich eine attitüde total anmacht hier unten,dann ist es die des entspanntseins mit sich und der gottverdammten ungerechten welt.das hatte ich ja bereits erwähnt .ich könnte manchmal etwas neidisch werden.

zurück  zur situation.

das shuttleauto steht nicht weit, aber nun muss p. die hausschlüssel aus dem auto holen, wir kommen sonst später  nicht ins haus rein.wir sollen sie am auto abholen. i. und ich steigen ein,erklären dem fahrer den umstand und er fährt auf den parkplatz, wo das auto steht. steht es auch, aber ohne p. wo ist die?ich steige aus und latsche um das clubhaus und rufe sie, keine antwort. endlich, bereits  auf der strasse nach swkm. kommt sie angelaufen,wo wir denn blieben. geil.

einsteigen, ab nach hause.leichter krach mit mutti und p., da angesäuselt.ich schweige,bin auch am ende mit meinen künsten.
der fahrer findet zum glück unsere adresse und wir gehen ins hellerleuchtete haus, wo  die glotze läuft ,um ein daheimsein zu suggerieren.das hat geklappt.kein einbruch,alles ist da. in der glotze dräuen mir die gesichter  von jürgen drews und andy borg entgegen.verlogenes sylvestergetue mitten im juli schätze ich,dummes gequatsche für vollopfer der stadelszenerie,der grusel hört nicht auf, denn in germanien ist es eine stunde FRÜHER,also noch vor 24 uhr. i. will noch das feuerwerk am brandeburger tor sehen,p. ist hundemuede und geht gleich ins bettchen.

i. möchte grappa, den wir gleich kippen.gitti und erika, die früher das HEIDI lied sangen, wackeln mit aufgeschlitzten pailettenkleidchen mit ihren ärschen und geben BONEY M songs zum besten, dann MARIANNE UND MICHAEL,mit jodelschinken, -----dauerkonfettigeriesel vom studiohimmel--------und immer wieder  drews und andy borg,mir wird richtig schlecht , nur der grappa rettet mich.

endlich, der rbb moderator erscheint vor dem brandenburger tor, interviewt die dort stehenden sylvesteropfer in dunklen winterklamotten,was sie sich für 2015 so wuenschten.::::ALLES SOLL SO BLEIBEN!!! ist die häufigste antwort.na dann viel spass.

ich brauch noch   nen grappa,um das auszuhalten.dann gehts los.10,9,8,7,usw. und endlich knallen die raketen. ich sehe mich auf meinem balkon im tegeler weg stehen, bin aber hier,--------2 mal sylvester zur strafe!!!!10 minuten das getöse, dafür hier nicht ein einziger knaller, weil verboten, herrrlich, ich bin versöhnt, der grappa wirkt, und als i. mit ihrer tollen halbgesichsmaske noch meinte,dass die sendung live sei,und darauf bestand,hatte ich das ganze faketheater defintiv über und ging in die falle.wie schon den ganzen abend ich nur in die falle gegangen war wegen eines freundlichen JA  wo es ein absolutes NEIN  hätte sein muessen.mars-neptun, ich lern es nie.
dafür dank meiner wieder einmal sich als fruchtbar erwiesenen zen-haltung des unabänderlichen gegenueber,hab ich mich letztlich aber doch noch recht gut amüsiert und legte mich lachend ins bettchen.absurditätenforschung hat ja den vorteil, dass man lachen darf. nebenan im nachbarhaus wird noch weitergefeiert.
aber da war ich dann nicht mehr dabei.ohropax rein ,licht aus und ein neues jahr kann kommen,wie seit 64 jahren.
und wer das schicksal demütig verehrt ,ist weise. das sagte aischylos vor langer zeit und so soll es sein.
2015 kann kommen, ich nehme mir nichts vor und will auch nicht mehr abnehmen, das klappt sowieso nicht.ALLES SOLL SO BLEIBEN WIE ES IST------------HILFE!!!!!!


---------------------------------------------

THE SECRET LIFE OF NAMIBIA



2015


wir fahren durch die weite landschaft
am wegesrand strausse

strausse sind vögel mit einem erbsengrossen gehirn.wenn man sie sich anschaut und sich dem dümmlichen dauergrinsen  aussetzt, glaubt  man das sofort.

aber neulich beobachtete ich eine szene,bei der ich mühe hatte, das lachen  zu unterdrücken.ein trupp von etwas 30 sträussen hatte an einem kleinen see getrunken. wir waren im land der hottentotten, nicht weit von hier.das ist in diesem falle mal ausnahmsweise keine verunglimpfung, sondern die wahrheit.

jetzt standen sie neben dem wasser und putzten ihr gefieder,ein paar hennen hatten sich im sand niedergelassen.plötzlich traten die hähne zu einer lockeren  kreisförmigen gruppe zusammen.einige begannen sich auf ihren weissen schenkeln zu wiegen,andere taten es ihnen nach.jetzt verneigten sich 2 hähne in bedächtigem rhytmus,die flügel öffnend und schliessend,voreinander.immer mehr bewegung kam in die vögel,bis sie schliesslich alle am tanz beteiligt waren.sie wiegten sich hin und her,fächerten mit den flügeln,wogten mit den hälsen und zischten aus weitgeöffneten schnäbeln.

WAS FÜR EIN BALLETT!!!!!!!

wippende schwarze federröckchen über starken weissen schenkeln,balancierende arme in zart wehende federschleier gehüllt,.alles erinnerte an tänzerinnen, und die hähne hatten durchaus einen tuntigen touch.ein gespenstischer wald langer hälse und starrer,nackter vogelköpfe ueber dem fast menschlich anmutenden tanz.ein lächerliches,grotesker aber auch genial absurdes ballett in heisser wuestenschlucht.eine surrealistische pantomime unter gleissender sonne. im zoo wohl eher nicht zu sehen,daher ein einmaliges erlebnis ,-------------und seit der sylvesterparty hab selten wieder so lachen muessen, frau  jaschke.

HETEROHYRAX BRUCEI dagegen ist ein buschschliefer;den gibts hier auch, und der ist weit entfernt von dermassen effiminierten gehabe.aber auch nicht so lustig,da man ihn auch kaum sieht weil er nicht so hoch gewachsen ist wie strausse.strausseneier gibts uebrigens in jedem touriladen
lese grad u.a.HARDY KRÜGERS REISEBUCH DURCH AFRIKA......das bietet sich an,und hardy krüger ist inzwischen uralt und hat soviel gesehen und war obendrein als schauspieler sehr gut aussehend in den 50igern ,.........dafür ist aber der noch ein wenig jüngere  udo jürgens nicht mehr unter uns und wir trällern täglich GRIECHISCHER WEIN.pia entpuppt sich nämlich als eine kennerin deutscher schlager.......


-------------------------------------------------------------------------
KUNSTAUKTION

auktionen kenne ich nur aus filmen, life war ich noch nie dabei. gesten war es soweit.m.von menzel lädt ein zur kunstauktion in swakop.die upper class, alles meist relativ rassitstische und unatrraktive ältere herrschaften des geldadels ist anwesend.p. hat wieder ihre uranische spielphase und stellt mich vor als berliner galerist.gleich werd ich angestaunt, ich weiss von nix und schwafle mich raus.unmöglich. dann gehts los. 89 bilder ´werden versteigert. nach der reihe und per katalog.i. bietet mit ,aber nur bei einem bild ,dann will sie  nicht mehr. ich spüre gleich, das ist nicht mein energiefeld. geld und kunst.aber ich schau mir das geschehen an und sehe mir auch die schöpfungen der hiesigen maler und malerinnen an. zumeist werden landschaftsbilder angepriesen, aber auch jede menge tierporträts und stiche und kohlezeichnungen.zum teil sehr schöne arbeiten von einheimischen zuwanderern,nicht die kunst von eingeborenen. es geht schlag um schlag, SOLD ist das definitive wort des abends. mir gefällt ein ölbild einer elefantenherde, aber 70 000 namibian $ sind mir zuviel,klar. vieles geht aber auch für unter 100 euros weg, kleine aquarelle und zeichnungen.

ich mach aber nicht mit, mir gefällt die mischpoke auch nicht.die afrikaans sprechenden zuwanderer sind nicht mein fall, meist fett und rotgesichtig, auch etwas dumpf,auf jeden fall nicht sophisticated....weiss nicht recht wieso,bäuerlicher typus mit weissenarroganz.und bevor die auktionistin mich weiter anspricht wegen meiner angeblichen galerie mach ich m ich aus dem staub und warte draussen auf die mädels.ich trinke weinchen und rauch eine dazu auf der balkonterrasse ueber den dächern von swakop.das reicht .dann gehen wir.zuhause gehts weiter. bei wwm verliert eine hübsche junge frau ihre 64ooo euros wegen der frage,was ist geplante obseleszenz. ich weiss es auch nicht, sie setzt alles auf eine karte, falsche antwort. iso ist ganz geplättet., holt den wein aus der küche und es wird nun ueber die möglichkeit einer galerie für pia in berlin fantasiert. fantasien und unausgegorenes denken passen gut zusammen,ich hab spass an der naiven grundhaltung und
denke, ja, so muss es gehen, ganz unvoreingenommen und positiv ausgesponnene ideen umsetzen, so gehts auf der welt.perfekt ist nur der tod. wir haben noch viel freude, der uranus,den wir ja als familienplanet in drei generationen am nachmittag eruiert haben, sprüht seine mentalen funken. die glotze hatte am nachmittag oli neu eingestellt,denn auch in afrika will man nicht auf TATORT verzichten. herrlich, aber ich gucke nie tatort.noch kurz eine kleine lästertirade ueber parkplatz -ellen, die mit ihrer mischpoke zum tee da war. es gab einen höllischen unfall  mit 6 toten hier in der nähe von s.wakop sylvester. so wird erneut  berichtet.dieses blöde sylvester.
doofe träume in der nacht über einen mann, den ich retten soll. wieso und warum,?jedenfalls werd ich um 5 wach davon.draussen ruft wieder der vogel und der tag erwacht.


--------------------------------------------------------------------------

das wasser im atlantik ist unterschiedlich warm,aber warm ist eigentlich zuviel gesagt, frisch ist besser.schon auf ibiza ging ich meist vor juni nicht ins meer,hier ,bei 18-19 c grad auch nicht so schnell,aber ich wage es hin und wieder. im meer tummeln sich die schlanken schwarzen männer ,die ich kaum unterscheiden kann hinischtlich ihrer physiognomie.alle habe kruze haare und grosse münder, einige sind auffallend schön geformt, sowohl der schädel als auch der ganze körper.
tatsache hab ich gisela kennengelernt, die ehemalige haushälterin von i.. dick und gutgelaunt und genauso wie ich mir immer eine schwarze gisela vorgestellt hatte.
p. war am vormittag mit ihrem "patenkind" unterwegs, der kleinen desiree, die jetzt im ballett tanzt,p. fördert sie finanziell, da ihre eltern in den slums wohnen.sie waren shoppen und desiree hat nun einen grossen rosafarbenen hut.

im schalom war es am morgen  wieder sehr blixen -mässig,---brunchen unter palmen.und dort beschlossen wir ,in die wildnis zu fahren.mount etjo. da war ich noch nie.nachts liege ich  im bett und schau mir die bildbände ueber namibische wildtiere an.viele kenne ich, einige hab ich  nie gesehen.wir gehen hoch ins land zu den hereros,(mit r,nicht mit t.....),-dann an der küste entlang wieder zurück.das ist der plan.

seit wann kenne ich erdmännchen,fällt mir nebenbei ein?


zum frühstück sind feunde aus südafrika da, ehemalige leipziger.die unten bei kapstadt eine lodge führen.sie kommen grad aus angola,ruanda und sonstwo   zurück und zeigen die fotos.viel wueste und leere, schakale und 5 rovers, die hintereinander fahren. die männer natürlich echte cracks,----ich weiss garnicht,ob ich das wollte.irgendwann ähneln sich die landschaften schliesslich auch,sand ist sand.

.lando,ein berliner freund,schreibt mir eine mail, er sei grad in mosambique, also schräg gegenueber.....plötzlich ist afrika im fokus, was mich früher,abgesehen vom maghreb, kaum interessiert hat.

nun knallt die sonne und ich muss mir einen gesichtsschleier  a la fatima basteln, weil ich bei der klaren luft trotz schutzfaktor 50 noch einen sonnenbrand bekomme, so intensiv ist hier die uv-strahlung.meine haut ist bekanntlich für alaska und nicht für afrika gedacht.piggyrot und herpesanfällig, auch nicht angenehm anneliese.aber so ist das auf mutter erde, das paradies gibt es nicht,und somit hat eben alles seine licht-und schattenseiten.

------------------------------------------------------------------------
ON THE ROAD

wenn man swkm verlässt und richtung osten fährt ,erwartet einen erstmal angenehmer asphalt.man darf nie schneller als 100km fahren,aber das reicht auch, schliesslich will man ja das land erkunden und nicht als kilometerfresser unterwegs sein. also mit gemütlichen 90km gleiten wir gemächlich ins innere afrikas.für mich nach mehr als 40 jahren,als ich mit meinem käfer von deutschland aus mit matthias nach marokko fuhr,das erste mal wieder ueber land ,linksverkehr beachtend und dann los.pia fährt und iso sitzt vorne.die landschaft geröllig.da die beiden damen bereits in den ersten astrostunden den tierkeis gelernt haben, frag ich sie ab.das ein maleins der astrologie,die zeichen und ihre planeten. das muss aber noch besser werden,alles auch eine lerngeschichte.

nun erleben wir die wilde natur des landes.auf schotterpisten, die bandscheibenund stossdämpfer stark beanspruchen gehts durch zerklüftete felsformationen,die mich an gomera und hampi erinnern,ueberall erkenntman in den gesteinsmasse figurenund gestalten.es ist heiss und die aircondition ist vorteilhaft.am strassenrand straussenherden und kleine warzenschweinchen kreuzen die piste.wir sind stunden lang unterwegs und uns begegnet namibias tierwelt,vor allem am mount etjo sehe ich zumersten mal giraffen, gnus, antilopen,wasserböcke, oryxe und zebras.ebenso sitatungas,buschböcke, flusspferde klippspringer,erdmännchen und mangusten, lechwe,grants-gazellen ,löffelhunde und schabrackenschakale,honigdachse und servale,dikdiks und die wunderschöneen impalas.................aber die warzenschweine sind am lustigsten.....hässlich und frech trippeln sie mit aufgerichteten pinselschwänzchen durch die steppe.
auf kudus muessen wir achtgeben,sie sind quasi die riesenkängurus afrikas, da sie oft auf kollisionskurs mit den jeeps gehen und jedes jahr menschenleben fordern wenn es zu unfällen kommt, wie das  in aussieland eben mit den kängurus passiert.

aus dem unterholz treten giraffen mit majestätischer gelassenheit hervor und schauen uns von oben herab an.breitmaulnashörner mit babies stehen an wassertümpeln und wir bleiben sicherheitshalber im jeep,machen fotos wie es sich für eine ordentliche safari gehört.elefanten sind nicht in sicht,sie sind wegen der extremen dürre, es hat nicht geregnet in den letzten monaten und die sonne brennt erbarmungslos am himmel,richtung osten gewandert.

ich mit meiner haut ,verhülle mich so gut es geht.ausserdem muss dauernd wasser getrunken werden, da das klima den körper extrem austrocknet.die landschaft wechselt in dauernden changierenden farben,von tiefem ocker bis hellem silbersand mit grünen einsprengeln von akazien und gesträuch.

gegen abend suchen wir die selbst an den abgelegensten stellen vorhandenen lodges auf.am mont etjo leisten wir uns eine edellodge,flamingos am teich, flusspferde auf der insel des kleinen sees, pool und rasen,inmitten leerer landschaft. dinosaurs footprints gibt es hier, ebenso können geparden nachts lt. lodgeleitung  den parkähnlichen garten aufsuchen..,sie trinken gern das poolwasser.


das essen ist sehr gut, als sahnehäubchen erleben wir den vollmond in seiner ganzen pracht samt eines extrem klaren sternenhimmels.ich komme mir vor wie seinerzeits FAMILIE MICHAEL IN AFRIKA,eine schwarz weiss tv serie ,die in den frühen 60igern im samstagabendlichen vorprogramm für mich den ersten kontakt mit afrika rein visuell darstellte,ich habs geliebt.familie michael allerdings war mit camper und zelten unterwegs, wir zahlen hier recht anständige summen für unterkunft und verpflegung-also ein guenstiges reiseland ist namibia bei weitem nicht.wer länger unterwegs ist und in lodgen nächtigt ,kommt sehr schnell auf stattliche reiskosten,da benzin auch nicht wesentlich günstiger ist  als in deutschland.ein salat in einem restaurant am wegesrand schlägt beispielsweise locker mit 6 euros zu buche,die lodges variieren ziwchen 4o und bis 200 euros pro nacht.also,das nur zur information.ich bin eingeladen in swkm,aber hier zahle ich natürlich meinen part,und das läppert sich.trotz afrika.
dafür lockt afrikas natur mit immerwährenden ueberraschungen.am abend bringt die untergehende sommer die angrenzenden bergmassssive zum glühen, wolkengebilde am wuestenrand sehen aus wie die gischt des atlantiks und die sonnenaufgänge sind spektakulär.

nahe kalkfeld  fahren wir in ein felsenmassiv,in dem buschmänner  mit ihren sippen leben, also die eigentlichen ureinwohner namibias.,auch SAN genannt.
zierliche ,schlanke,allenfalls 1,50 m grosse  menschen kommen hinter dem felsen hervor und begrüssen uns.ich hab ein eigenartiges gefühl, denn sie sind aus ihrem natürlichen lebenskontext herausgelöst und leben nicht mehr so,wie es ihnen seit jahrthunderten eigentlich angediehen war.
p. kennt kosmo, der auch englisch spricht.ich fühle mich mit meiner physischen präsenz wie ein walross unter flamingos.sie sind eher schüchtern  und die kinder sind zurückhaltend und scheu, alle tragen sie lediglich kleine schambedeckungen.die körperfarbe leuchtet in olivfarbenem bronzebraun,sehr schön anzusehen und makellos in ihrer ausformung.die beiden männer zeigen uns, wie sie feuer machen.ich komme mir vor wie der übliche doofe tourist,der andere menschen bestaunt, nicht antike gebäude oder tempel,sehr seltsam. ihre aura beeindruckt mich.unverstellt und bescheiden und augenscheinlich auch mit ihrem dasein nicht unzufrieden kommen sie mir vor.aber das kann auch trügerisch sein, denn sie leben nicht das leben das sie lebten ,bevor namibia der staat wurde der er ist.die frauen stellen aus strausseneiern schmuck her,mit altertümlichen bohrern aus holzstäben und kleinen eisernen spitzen.
die kinder sind entspannt und ruhig,schauen uns mit grossen augen an und sind allesamt ausnehmend schön in gestalt und ausdruck.

alle schwarzen haben eine sehr gelassene  ausstrahlung,die ich als sehr angenehm empfinde.keine hektik und die ruhe scheint ihnen  innezuwohnen.irgendwie hat der weisse mann diese zentriertheit verloren,ist immer im aussen und der zeit ausgesetzt.welch ein verlust der eigenen mitte.hier ist jeder bei sich, egal unter welchen bedingungen, auch sam, der hausboy in swkm vermittelt diese gelassenheit.

in einer lodge in uis entdecke ich ein foto von ewan mc gregor, dem schottischen schauspieler ,der in einem meiner lieblingsfilme, VELVET GOLDMINE, iggy pop verkörpert und seinen huebschen arsch in die kamera hält.er und sein freund haben hier während ihrer 23000km langen motorradtour von glasgow nach kapstadt uebernachtet.dagegen sind wir hier ja eher auf schmalspurpfaden unterwegs, denn auf den  mit kleinen bodenwellen versehenen schotterpisten ist jeder kilometer eine herausforderung, zumal man sein eigenes wort nicht versteht,man sich also auch nicht unterhalten kann.
am wegesrand sieht man nun kleine holztischchen mit halbedelsteinen,die hier gefunden und verkauft werden.turmaline, türkise u.a.mineralien.ein zubrot für die in zusammengezimmerten hütten lebenden nativen.

auf der strasse begegnen einem kaum andere autos, maximal ein vehikel pro stunde kommt uns entgegen.leere soweit das auge reicht.ein riesiges land mit wenigen menschen.uis ist nicht einmal ein dorf, aber die 4 lodgen werden von weissen mit schwarzen angestellten geführt. hier ist nichts los, eine tankstelle, ein restaurant,---zinnminen haben hier die landschaft geprägt,klar, der mensch beutet aus dort wo er kann.

ich staune, wie oma  i.,die immerhin 82 lenze zählt und eine chronisch schmerzende schulter hat, die tour durchhält.ihre trockenen kommentare bringen mich oft zum lachen.sie kennt sich aus ,hält die karte auf dem schoss und sagt,wo´s lang geht.das fällt ihr auch nicht schwer,pragmatisch wie sie ist.und sie hat humor,das gefällt mir.meine eigene mutter hätte selbst mit 45 so etwas  nie gemacht.da waren  teneriffa und mallorca schon eher das ziel der träume.
i. hat viele landschaften auch zu lebzeiten ihres sohnes mit ihm und seiner einmotorigen maschine ueberflogen.er war der initiator des ganzen namibiathemas der familie,wollte das land per flugzeug  erkunden.

wir gehen abends früh in die falle, denn die tage sind anstrengend, selbst wenn wir nicht sonderlich viel wandern.die hitze tut ihr uebriges.mit 64 ist das reisen eh anstrengender als in jungen jahren. vor 4o jahren ,fast auf den tag genau,flog ich  nach indien und reiste dort mit low budget und rucksack von sueden bis norden.ein glück habe ich nicht auf den rat der mutter gehört, die meinte, reisen könne ich doch noch als rentner............eine falsche idee ,denn jetzt tun mir rücken und füsse weh und meine grundenergie ist auch gesunken.nein,das war der falsche tipp mami.jetzt bin ich froh,abends in einer lodge die beine hochzulegen und mir einen gin genehmigen zu können,um die schlafgeister zu aktivieren.sehr angenehm.

zwischendurch fahre ich selber auch,linksverkehr kenne ich von neuseeland und australien,lediglich das schalten mit der linken hand ist wieder gewöhnungsbedürftig.aber es geht meist nur geradeaus und die geschwindigkeit bleibt konstant, bis auf sehr seltene  kreuzungen,an denen man mal kurz halten muss.

zwischendurch lese ich immer mal wieder in dem buch der beiden geologen, die 2 jahre ohne kontakt mit der zivilisation in der wueste leben,um nicht interniert zu werden als der 2te wltkrieg ausbricht.
die anschaulichen beschreibungen ihrer erlebnisse,die nicht weit von hier stattfanden,geben mir noch tiefere einsichten in die gegebenheiten der natur und vor allem der tierwelt.schade, dass ich es bald beenden muss,es waren leider nur 243 seiten,da  hermann krank wird und sie ihren aufenthalt in der offenen natur aufgeben muessen.
er schreibt an einer stelle:

"in dieser zeit bemerkten wir eine änderung in unseren träumen.immer häufiger erschienen uns tiere im traum,und die grenze zwischen mensch und tier begannen sich zu verwischen
hermann erzählte mir von einem traum,in dem ihm riesenhafte schwarze gemsböcke erschienen waren.ich träumte von einer hyäne in einem eleganten salon,und ein leopard verwandelt sich in eine geschmeidige frau"


wie die umwelt und vor allem die reine natur,der man ausgesetzt ist, das unterbewusstsein verändert ist augenscheinlich.

ich träume auch aufallend klar, aber nicht von tieren,sondern mir fällt ein zahn aus dem kiefer.ich kenne die deutung von zahnverlust im traum,mache mir meine gedanken...........

im netz erfahren wir vom anschlag in paris.charlie hebdo.das ist bereits eine form von krieg,bei dem ich mich frage,wohin das noch führt.mohammed und allah.ich begreife es nicht.will nichts mehr weiter davon hören.hier jetzt mal nicht.



am atlantik,direkt am cape cross erleben wir eine grosse seebärenkolonie.hunderte von ausschliesslich weiblichen tieren  mit ihren kälbern leben auf den felsvorsprüngen und am strand.ein eigenartiger geruch durchdringt die meeresluft.dazu dauerndes gemecker und gequäke der kleinen, die ihren muettern auf diese weise signalisieren wo sie sind.allerdings klappt das nicht immer, denn einige jungtiere liegen verendet am strand.,gute beute für schakale und aasgeier.soviele tiere auf  einmal,die natur ist unschlagbar fruchtbar wenn die lebensbedingungen stimmen.und hier stimmen sie offensichtlich, denn es gibt genuegend makrelen und andere fische,um die riesige herde zu sättigen.ein bulle frisst bis zu 1,5 tonnen davon pro jahr.----------er watschelgang der tiere hat was hilfloses an sich,geformtes fett auf flossenähnlichen füssen,so kommt es mir vor.

in einer naheglegenen lodge sehen wir von der terrasse aus ein gestrandetes schiff.das passiert hier nicht selten, dass schiffe auf grund laufen.das salzwasser lässt die schiffe rosten und sie fallen auseinander, irgendwann........skeleton bay nennt man diesen küstenstreifen auch.einheimische wollen uns edelsteine verkaufen.ich denke immer wieder an die armut derer,die hier seit jahrhunderten leben.es läuft so einiges schief auf diesem planeten.
auch die schwarzen ovambos und hottentotten hielten sich klippkaffern als sklaven.es sind also nicht nur die weissen, die schwarze unterdrücken,sondern schwarze unterdrücken schwarze und beuten sie aus.was aber  die deutschen mit den hereros angestellt haben, ist aber auch dadurch nicht zu entschuldigen.eine entschädigung lehnte die deutsche regierung vor einigen jahren allerdings ab.

was mir in den lodgen auch auffällt,ist die vereinzelung der reisenden.an 4 tischen sitzen 5 menschen,die allesamt auf ihre digitalbildschirme starren.man spricht nicht mehr miteinander,und abends sitzen sie dann vor den fernsehern wenn einer da ist. eine inflationär-autistische nicht-kommunikation hat sich weltweit breit gemacht,-------- denke ich an meine reisen vor der internet- und smartphonezeit,so wird mir ganz anders.man sass doch abends in den hotels und cottages zusammen und sprach miteinander und tauschte sich aus.
nichts mehr davon ist vorhanden.nur einmal treffen wir einen jungen mann,patrick, der von seinen schifffahrten berichtet. er  reist ueber die ozeane und arbeitet als ingenieur kostenlos gegen arbeit durch die welt.welch freude, sich so zu unterhalten.

obendrein wird man  mit inflationären digitalen  bilderwelten zugemüllt, denen man sich kaum entziehen kann. allein in deutschland werden mehrere milliarden bilder jährlich geschossen...........wer schaut sich die eigentlich an.andauernd wird ueberal fotografiert.aber ich fürchte, ich wiederhole mich...
...wie gesagt,die entfremdung des menschen mittels technik ist auf dem allerbesten wege.da lob ich mir die buschmänner, die das alles ignorieren,obwohl sie sicherlich darüber wissen.aber so einfach ist es natürlich auch nicht.goethes zauberlehrling kommt dem schon näher.,denn eine romatische sichtweise auf naturvölker hab ich mir auch abgewöhnt.zu komplex ist menschliches verhalten unter bestimmten bedingungen.

und immer wieder einladungen.

so wie neulich.bei eva und ihrem indischen mann nebst aufgeweckten  sohn julian,der flieger werden will wie p´s bruder.
ein riesenhaus,alles in weiss,sogar die böden.pool und offene,klare eckige formen, sehr puristisch.und die oma aus muenster war auch da. aussteigerstories bis zum abwinken, ich schliesse die augen und sehe mich wieder in gomera, portugal und ibiza.wie sich diese stories ähneln, erneut,dabei soviel zwischenmenschlicher murks und disharmonie, verrat und missgunst.obendrein gibtman sich auch gern mal die kugel hier.gern vor den augen der lebensgefährtin.
nicht in dieser familie,aber die münstersche omi,westfälische lehrerin,machte bemerkungen ueber swarkopmund,die treffend und ehrlich rueberkamen.

die sind hier nicht alle ganz klar im kopf,meint sie.
ich denke, das stimmt.aussteigerdramen scheinen vorprogrammiert zu sein, egal wo.

tagelang sind wir auf achse,die fahrerei strengt an.wir beschliessen,wieder nach swkm   zu fahren,es reicht auch erstmal.nacken und rücken schmerzen.es ist eben nicht agadir 1974,sondern namibia 2014.welch ein unterschied.aber ich bin ja noch da.lediglich mein interesse, die welt kennenzulernen hat naturgemäss nachgelassen.alle 5 kontinente habe ich besucht,mehr oder weniger intensiv.nun spüre ich einen gewissen sättigungsgrad,und das ist gut so.

wie sagte hölderlin in seinem gedicht"abendphantasie:"

DOCH ENDLICH ,JUGEND,VERGLÜHST DU JA ,DU RUHELOSE,TRÄUMERISCHE,----FRIEDLICH UND HEITER IST DANN DAS ALTER....................das werden wir dann sehen.

alles zu seiner zeit.
ich mach jetzt erstmal schluss.da ich hier im haus nicht am internet angeschlossen bin,muss das erstmal reichen,den rest gibts dann irgendwann später.oder garnicht.
ausserdem sollte in allem auch ein wenig das geheimnisvolle bewahrt  bleiben,sonst wird die welt immer vorhersehbarer und offenkundiger,und das wollen wir doch  nicht unterstützen.

wenn schon die magie des augenblicks auf den altären der dauerkommunikation geopfert wird,dann wenigstens nur temporär.ich mach da eh nicht mit...........facebookopfer können das gerne tun.nach dem motto:hallo, jetzt bin ich hier und gleich bin ich da.
hase und igel,blöder gehts kaum.wenn das das von den hippies beschworene wassermannzeitalter sein soll.........nööööö....

eine letztlich fortwährend dargestellte egokultur,die alle ueberfordert und wo nichts mehr bleibt als inflationäre omnipräsenz von allem und nichts.nur noch pure oberfläche von zeichen und orten,nichts geht tiefer als skindeep.watchout for the skindeep sangen die stranglers schon 84.

dazu die immer mehr wachsende ungeduld,die die menschen wie eine krankheit befallen hat,gepaart mit gleichzeitiger depressionsheischender langeweile.wer hört wem noch zu???
der moderne mensch wird mehr und mehr aus sich herausfallen, wenn er so weiter macht. die einzigen ,die davon profitieren sind die konzerne der zeitverwaltung resp. hersteller all dieser maschinen ---momo lässt grüssen.---- und die psychotherapeuten und pharmazeutikfabriken mit proszak und tranquillaisern.schade, dass es soweit schon gekommen ist.
aber die spitze des berges ist ja nicht einmal erklommen, es geht ja weiter mit der verblödungsmaschinerie.und keiner merkt es.aber wie eugen roth schon sagte:   am leben krankt nur ,wer gescheit, gesunde dummheit bringt es weit.....................
.
es ist alles eine frage des maßes.
das rechte maß.mir scheint, das ist der kern des dilemmas.denn schliesslich ist auch das geschriebene hier mittels pc entstanden.aber nebenher benutze ich noch papier und lese richtige bücher.

in diesem sinne zitiere ich hilde knef.................

.es war nicht meine schuld.................ich bitte um geduld...

januar 2015

tage später.........

lona kommt die 780 km von der angolischen grenze hergefahren und holt timbee ab, die den ganzen nachmittag schon bei uns ist und auf sie wartet.lona ist die chefin ihrer mutter auf der farm ,auf der sie arbeitet.die kleine ist 16 und spricht perfekt deutsch.anmutig und gut erzogen,aber natürlich auch mit smartphone auf der couch hockend anstatt mit uns zu reden.lona hat eine pferdefarm in der einsamkeit der wueste und baut nun eine lodge mit campingplatz dazu.heiteres landleben in der wilden natur,nahe dem mpuku  river,also ziemlich weit weg. aber timbee soll nach germanien kommen nach dem abitur,zukunftsaussichten für junge leute sind hier eher duenn.sie erzählt anschaulich,was da oben los ist.nicht der dritte stock, das muss ichneidlos zugestehen,aber in der hitze und einsamkeit ,mit einem etwas arg einfach gestricktem lebensgefährten,das kann auchnicht jeder, aber was kann man schon.der dritte stock im berliner winter ist ein gefängnis,je nachdem wie gross der ausdehnungsdrang ist.kant war im kleinen königsberg offensichtlich sehr zufrieden,hardy krüger musste immer wieder in die welt hinein und blieb nicht dekaden am renaissancetheater hocken, so unterschiedlich sind wir menschen nun mal.
astrounterricht ist termporär erfolgreich, natürlich will man als schüler gleich alles können, aber das geht nun mal garnicht, das einmaleins muss sitzen,uranische ungeduld muss ich abschmettern.wasnicht leicht ist bei den beiden damen.dbei bin ich auch nur einbegrenzt guter lehrer,das sehe ich ein.

beim frühstück lese ich eine stelle aus meinem derzeitigen lieblingsbuch vor.es geht um die ausformung des gewissens.gefällt uns besser als ueber parkplätze in swkm zu reden,was ja ellens lieblingsthema ist.aber nach dem anschlag auf charlie hebdo in paris kann m an natürlich darueber rätseln, inwieweit gewissen und vorstellung kollidieren.altes thema,und es ist nicht damit getan zu bemerken, die menschen seien eben dumm und lernten nicht dazu.das ist mit verlaub etwas zu grob interpretiert. es gibt massengräber und kathedralen,also es gibt immer alles,in der ausformung ist das menschliche dasein von endlosem facettenreichtum geprägt.in der astrologie bekommen wir einen eindruck,auch vom widersprüchlichen in uns .
------------------------------------------------------

not very sophisticated" würde der engländer sagen zum allgemeinen swarkop-energiefeld des geistigen spektrums.......in der tat liegt ueber allem hier ein leicht dumpfer touch, eher mars energie,vor allem die männer.machoattitüde, nichts sensitives, alles eher grob.man fühlt sich nicht hingezogen, zu keinem. daher war die begegnung mit doris j. aus muenster gestern ein romantisches highlight.tochter e. lebt hier mit indischem mann und 2 kindern.wir erinnern uns ,das schöne weisse haus.und julian...

ich treffe beim frühstück im gruenen wieder doris j. aus muenster.
sie entpuppt sich als droste hülshoff kennerin und schreibt kinderbücher.u.a.   DIE DROSTE FÜR KINDER...
auf tuchfühlung mit der droste.im agenda verlag.sie erzählt anschaulich und erwähnt im kontext romantischer lyrik auch meinen lieben hölderlin.....,hölderlin in swakop.,da wird sie die einzige sein,die ihn zitieren kann. annette v. d.h. auf der afrikanischen wiese. sehr schön.westfälisches bildungsbürgertum vom feinsten,ich kenne diese menschen ja gut.aber sie ist eine ausnahme,da sie befreit ist von dieser münsterländischen starre,die vielen anhaftet,geistige starre.sie ist trotz biederer erscheinung ein besinnlicher freigeist,leidet unter dem frühen tod ihres mannes.
immer wieder wirkt schicksalhaftes in unseren leben.
danach gab es provinzielles reitturnier in strandnähe,----joachim witt lässt grüssen,rein musikalisch.

sam ,dem  hausboy zeige ich meine leicht sonnengerötete haut.............you must take cream.ich berühre seine schwarze haut, samtweich kommt sie mir vor, schöner anszusehen als die meinige,but what to do?. für 5 wochen wuerde ich gern tauschen.................länger  vielleicht auch nicht,denn die in der city herumstehenden schwarzen sind ganz offensichtlich nicht besonders glücklich,sehen die reichen weissen  in ihrem auch hier sichtbaren konsumberauschten dasein.
 der abendländische eroberungsgeist ist stark ausgeprägt,dort,wo er sich festgesetzt hat,will er freiwillig nicht weichen.
der mind der nativen funktioniert eben anders.die arbeitsmoral der deutschen erscheint  mir diametral entgegegesetzt zur namibischen.nichtstun gilt bei uns in germanien eher als schändlich, hier scheint es natürliche attitüde.rumstehen,sitzen, gucken,warten, und das alles in zeitlupe.die  idee an ein morgen ist eher nicht vorhanden.africa is sleepy people.......... sang david bowie auf  LODGER.

(bowie ,fällt mir grad auf, wird heute 68.------wo steckt mein alter freund?man hört nichts mehr, aber ich höre ihn .LOW und HEROES,die beiden ruhigen seiten, entführen mich immer noch in surreale,obskure und weite sound- welten.nach mehr als 35 jahren.danke dafür mr. jones.and many happy returns of the day..)



gestern
auf dem rad weht mir vom fahrtwind der hut auf die strasse.gleich springt ein schwarzer hinzu und will ihn aufheben.hier bekommt alles gleich einen apartheid-touch,obwohl die bekanntlich  juristisch aufgehoben ist.aber nur offiziell.  unterm strich bleibt die grundenergieweiterhin apartheidlich.
sam ,der hausboy,wird heute von p. bodygepainted,in den dünen.ich bin gespannt....................tiefdunkle haut mit hellen farben auf schönem körper.

wieder waren wir in der kleinen künstlerkolonie am stadtrand.ich hab ein flugzeug erstanden von ras dem rastamann.aus alten coladosen gezaubert, wunderbar.kronkorken als räder,die nase aus dem drehverschluss einer flasche.es lebe die fantasie.

nun wird wieder gemalt ,in der mittagshitze.bin nicht zufrieden mit meinen aquarellkünsten.

tommi jauds "HUMMELDUMM "  spielt während einer guidetour durch namibia. gut, dass ich das nicht erleben muss.aber zum lesen köstlich.ich lese natuerlich immer wieder  zusätzlich den namibiaführer aus der charlottenburger bibliothek.allerlei wissenswertes.

 u.a. steht da zu lesen,dass die SAN, also die buschmänner im norden des landes, eine gute und eine böse gottheit kennen,khutse und gaua.ausserdem glauben sie an eine allgegenwärtige magische kraft ,die ueberall gegenwärtig ist.

wegen der fähigkeit zu teilen hatten die  SAN es nie nötig,sich untereinander zu streiten oder krieg egegen andere stämme zu führen.
leider sind viele derart entwurzelt, dass sie auchdem  alkohol und der prostitution anheim gefallen sind,die AIDS -rate ist ungemein hoch.
aberglaube und medizinische unkenntnis vermischen sich hier und treiben die aidsrate in die höhe, immer noch.



aber im kongo ist alles noch sehr viel schlimmer,afrika ist ein leidvoller kontinent.armut und elend und dazu die unglaubliche hitze.

hier in swkm sind grad mal 23 grad am morgen,mittags 29. schon 30 km landeinwärts knapp 40. nichts fürmich, ibizas juli und august lassen grüssen.diese angenehmen temperaturen machen es u.a. möglich, reitturniere im niedersächsischen stil durchzuführe, so wie gestern hier im ort.p.musste natürlich dabei sein und uebergab einen preis.ich erinnere mich an m ein ejugend,wo ich ueber jahre am sonntag mit den eltern die nachmittage auf derartigen springturnieren verbrachte, da meine kusinen dabei waren und mein onkel pferdehalter war. offensichtlich besteht da eine dauerschädigung, da ich nach einer halben stunde gehen musste und lieber zuhause die essaisvon de montaigne las
.zeit verplempern ist mit 64 nicht mehr angesagt.im alter heisst es,stringent den eigenen intentionen nachgehen,selbst wenn es anderen nicht in den kram passt.


anita ekberg ist auch tot.das muss man auch erstmal schaffen.wegen körbchen- uebergrösse und einem bad im trevibrunnen in den 50igern 83 jahre lang  berühmt zu sein,das ist auch eine leistung.

ein schwarzer fussballspieler bei einem deutschen fussballclub verunglückte tödlich bei einem verkehrsunfall.mit 20.,was ja bedauerlich ist. aber dass heute und tagesschau darüber an 2 tagen berichtet,ist schon der hammer.dazu natürlich wieder eine  kurze einblendung eines kleinen altares an der unfallstelle mit grablichtern und dem unvermeidlichen kleinen pappschild mit der frage WARUM?
ja, warum, warum warum warum.??????
 wie blöd muss man sein um ewig neben diesen teelichtern und nelkensträussen dieses WARUM? zu plazieren?

WARUM? DARUM!




halbzeit in namibia,.die zeit ist eh die peitsche der menschen,aber das wissen wir ja bereits seit schopenhauer.


mehr dann im  letzten teil---------------------------------------------
----------hanuta mekanta.
heisst nicht...leckeres waffelgebäck,sondern auf wiedersehen
( in der ovambo sprache.)










.