THE SECRET LIFE OF N A M I B I A 2014-15
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ein live bericht.
"zeit gleicht in afrika der landschaft.beide strecken sich vor dir aus,soweit dein auge reicht." h.krüger
zur erläuterung: p ist gleich petuela,die tochter.....i . ist gleich irma,die mama bzw.oma. swkm=swarkopmund,die stadt am rande der wueste und des atlantiks.
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Vor drei jahren lernte ich in südindien p.,die pferdeflüsterin kennen. wir hatten gleich einen uranischen draht,und zurück in deutschland besuchte sie mich in berlin und ich sie
zweimal im schönen sommerlichen harz, wo sie im beschaulichen jerstedt nahe goslar lebt.
als sie mich dann mehrmals in ihr bzw. das haus ihrer mutter in swarkopmund an der küste namibias einlud,buchte ich zu xmas 2014 ein ticket und machte mich mit british airways über london und johannisburg
auf den weg, sie dort zu besuchen,denn der graue winteranfang in berlin hatte mich längst davon überzeugt,ihn abzukürzen.man weiss ja ,wie lange das geht mit der grauzone.
der lange flug war erträglich,da mich zuvor thomas wieder mit seiner wunderschlafpille versorgte,die mich schon auf der letzten reise nach australien
in wohligen tiefschlaf versetzte.diesmal schlief ich auch tatsächlich von algerien bis botswana ,trotz meiner nachbarschaft zur kleinfamilie mit quietschebaby und toilette nebenan.immerhin hatte ich premium,also mehr sitzraum und essen mit echtem metallbesteck. big deal.-------------- auf längeren flugreisen ist eine meditative grundhaltung absolut förderlich.warten, atmen und stundenlang irgendwo rumsitzen.ZEN in airports and aircrafts sozusagen.
in johannisburg stieg ich dann nach 11 stunden flug um nach windhoek und bemerkte dort gleich das afrikanische energiefeld:entspannt lethargische einheimische ,die mit bodenständiger selbstverständlichkeit ihre aufgaben erledigten.
ich hab rücken vom langen sitzen,trotz premiumklasse.
auf dem flug nach windhoek bediente mich ein steward der south african airlines ,mit eleganz und charme und attraktivem äusseren.auf die frage sugar ,sir....antwortete ich mit no thanks,....worauf er meinte.....then the coffee will not be very sweet. are you sure?-------also, er sorgt sich regelrecht,ob ich auch die richtige entscheidung wohl bedacht habe.......und es macht den eindruck, er meinte es ernst.....
.....grinsend reichte er mir die tasse und wand sich dann den anderern fluggästen zu.die entspannte art seiner bewegungen und seine präsenz unterschied sich sehr von dem antrainierten dauerlächeln der englischen stewardessen.aha,dachte ich,hier weht ein anderer wind.weniger funktionales getue und nicht nur angelernte freundlichkeit.auch in windhoek,wo ich nach 2 stunden landete,fiel mir gleich die unverstellte natürlichkeit des bodenpersonals auf.wegen der ebolafälle in westafrika gab es einen extra einreisezettel neben dem einreiseformular,das aber bereits ausgefüllt war und das ich somit sofort wieder abgeben konnte.
sehr entgegenkommend und unkomliziert, aber durchaus ernstgemeint.die visabeamtin gab mir die benötigten 37 tage und ich nahm mein gepäck in empfang und verliess den gepäckraum. da stand auch schon der fahrer des shuttlebusses nach swarkop,und los gings.
wie schnell das geht,heute hier morgen dort
.fluch und segen der fliegerei.reisen kann man das eigentlich nicht nennen.zum reisen gehört zeit und organisches sich weiterbewegen.aber das war einmal.nun wird gejettet und die menschen nehmen die orte ja eh fast nur noch durch die handyfotolinse wahr.das ist der zeitgeist der verblödung, der sich breitmacht und seinen siegeszug längst angetreten hat.
immerhin kein jet lag theater, da die reise ja in den süden ging, also nur 1 stunde zeitdifferenz zwischen germanien und namibia.man kann gleich so tun als ob nichts wäre.
der fahrer klärte mich ein wenig ueber sein land auf und wir fuhren mit 4 weiteren passagieren ueber windhoek westwärts richtung küste.nach knapp dreieinhalb stunden durch leeres wüstenland kam ich zum sonnenuntergang pünktlich zum abendessen in der riverside avenue an,wo mich pia und ihre betagte mutti in empfang nahmen.
es gab wieder ein köstliches indisches curry wie im sommer ,als ich im harz mit dem fernbus ankam.mit frischem ingwer und koriander aus india, denn dort waren die zwei bis vor 3 tagen noch umhergereist.
im sehr grosszuegig geschnittenen hufeisenhaus mit riesigen fenstern und einem faszinierenden blick in den blutroten abendhimmel über der angrenzenden wueste packte ich dann meinen birnenschnapps von aldi-popaldi und die trüffelpralinen aus ,und trotz der fast 3o stunden, die ich bis dahin unterwegs gewesen war hatten wir drei noch einen unterhaltsamen abend,tauschten die letzten neuigkeiten aus und erschöpft und erschlafft verfrachtete mich pia dann gegen mitternacht in den gästetrakt mit grossem doppelbett und geschmackvollen deutschen möbeln und teppichen aus der hiesigen teppichweberei.
ich schlief gut und lange und zum frühstück gegen 9 stand ich frisch und ausgeruht in der geräumigen wohnhalle mit angebundenem wohnzimmer und küche,wie gesagt,eben eine durch und durch uranische familie,frei und unkonventionell und sehr offen und durchlässig das ganze ambiente.genau mein fall,denn man weiss ja dass der schütze ebenfalls die weite und den offenen raum sehr mag.
nach mehreren tassen guten indischen tees und frischen brötchen mit echtem gouda und schwartauer marmelade fuhren wir mit dem jeep gleich los ,und zwar ein paar kilometer ausserhalb von swarkop in ein
grade eröffnetes kreativzentrum mit kleiner bühne und diversen werkstätten fuer einheimische,gesponsort von AMERICAN PEOPLE; wer da auch immer hintersteckt. .p stellte mich RAS vor,einem maler aus zimbabwe, den sie sehr schätzt und ueber die jahre auch näher kennenlernte.rastaman vibrations,positve.
neptunier.leise und bescheiden, ca. 36 jahre alt, vorne fehlt ein zahn.ich mag ihn. p. will ein bild von ihm kaufen, 2 mal 1 meter, tolles bild, in ocker und orange,dazwischen schwarze konturen,---- afrikanische phänomene wuerde ich es nennen.
ich bemerke, dass ein preisschild fehlt, somit hätten die menschen keine idee über seine preisvorstellung. er solle drüber nachdenken,was er für das bild wolle. wir kämen wieder sagen wir ihm.
auf der bühne gibt es nun a capella lieder im namibischen stil, ähnlich wie die black ladysmith mombasa, die ich mir schon vor 3o jahren im canzone-musik laden in der carmerstrasse besorgte,---tiefe männerbässe und hohe frauenstimmen wechseln sich ab. frieda singt mit, auch eine junge einheimische bekannte von p.
japaner kreuzen auf, denn ein kreuzschiff ist angelandet vor einigen stunden. etliche tragen mundschutz.erkältet oder ebolaparanoia.????entgegen ihrer sonstigen zurückhaltung im ausland stehen einige auf und tanzen zu den liedern und klatschen. japaner kommen aus sich heraus, klasse.danach gehen wir ins die handicraftläden, ich kaufe für meine freundin beate verspätet zum geburtstag ein muschelamband.in weiss, sie liebt weiss und gold,denke, das ist ein guter kauf.
dann wieder zu ras. er hat ein preisschild gemacht, p. und ich ueberfliegen nur kurz,sehen 3500 dollar,namibische ,klar.etwa 280 euro, der dollar steht zum euro 1 zu 14,3
p. kauft, ist happy, hat das cash nicht dabei. am nachmittag bringt ras per pick up das bild und will kassieren,freudestrahlend,weil er braucht das geld um nach zimbabwe zu reisen .
p.holt die 35oo n.dollar aus der börse und ras zählt nach.3500 nab dollars sind es genau.....ras schaut indigniert.......35ooo sollten es ein.oje. grosses missverständnis,wir haben eine null übersehen.so gehts. irrungen ,wirrungen. und pech für ras, er dachte, er habe fürs nächste jahr ausgesorgt.doch der preis war unangemessen, soviel bekommt ein unbekannter künstler nicht mal in berlin für ein solches bild.p. findet aber eine prima kompromisslösung, und ras der rastaman fährt am nächsten tag in die heimat.
im supermarkt muss am nächsten tag eingekauft werden. es ist zwar der 2.weihnachtstag,aber er wird hier nicht gefeiert.massen von menschen in den strassen,alle mit fetten jeeps und rover unterwegs, kaum parkplätze. im spar-supermarkt bekomme ich fast alles,selbst sojasosse.die preise wie in deutschland, nicht wirklich günstig, aber bezahlbar.fast alles ist mportiert,denke ich.
swarkop hat enorm viele weisse bewohner,die einen hohen standard bevorzugen.rein äusserlich erinnert mich das ganze an australische städte.. legere bis nachlässige kleidung, man ist auf sommerwetter eingestellt,draussen sind´s 30 grad. also basecaps und unterhemden,sandalen und flippers.
danach gehts zum strand. das wasser ist nicht ungefählrlich,es gibt strömungen. der stadtstrand ist sicher und somit voll mit einheimischen ,die sich allerdings auch kaum ins wasser trauen,nur 19 grad. mir ist es auch zu kalt,ich bleib liegen und beobachte die szenerie. die einheimischen frauen lehnen ihre naturkrause ab und tragen haarteile und perücken, haben oft enorme hinterteile und agieren ungefiltert und laut, die männer sind in der minderheit.kinder tollen und planschen,sie haben keine probleme mit der temperatur.
am abend grosses dinner mit freunden von p.und mama..jacky, die vor 12 jahren hier eine eisdiele geöffnet hat und diese erweitert zum szenecafe,ihre mutter, zwei eher blasse deutsche freunde,die erst vor 3 stunden gelandet sind. gediegenes ambiente im hansa hotel- restaurant,das p´s mutter jedes weihnachten aufsucht und grosszuegig freunde zum essen einlädt. kolonialstil vom feinsten,edle möbel und schwarzes personal.
apperitif im salon und danach in den grossen dining -room.die deutschen hatten hier neben kamerun und ostafrika ihre dritte kolonie, deutsch südwestafrika. bis 1918,dann war schluss, aber man spürt allenorts deutsches regelwerk und ordnungsprinzipien.auch deutsche arierarroganz.i. erzählt von einem herrn dieter, der die einheimischen immer noch mit der attitüde des herrenmenschen behandelt.er lebt draussen auf einer farm und sitzt nicht am tisch.gottseidank. aber man spürt latent diese zweiklassengesellschaft.die einheimischen sind die diener, die weissen geben den ton an.
es leben auch holländer und engländer etc. hier, afrikaans und englisch sind die beiden hauptsprachen.dennoch sind die umstände hier besser als im restlichen schwarzafrika. und die einheimischen sind stolz auf ihr swarkopmund.
das essen ist gut, ich lasse mich zu gemsbock überreden.das wildefleisch schmeckt etwas süsslich.es gibt auch bergzebra und andere wildtiere auf dem speiseplan.mir reicht dieser einmalige ausflug in die verzehrbare tierwelt afrikas.
nebenher schnatterkonversation,nicht so mein ding.
wegen mangelnder inhaltlicher kongruenz mit den 5 anderen tischnachbarn halte ich mich ziemlich zurück,parliere fast aussschliesslich mit p.köstlicher nachtisch, dann aufbruch und ab nach hause.war nett.x-mas is over,gut so.
.
zu hause noch der absacker in form des birnenschnapses von aldipopaldi,den es ja hier ,so stelle ich verwundert fest,nicht gibt.
i. informiert mich nebenbei darueber,wie schädlich reiner vegetarismus ist. so hat jeder seine believesysteme,ueber essen und ernährung spreche ich aber nicht mehr,das thema ist absolut tabu in meiner kosmologie.schluss basta aus,ab in die heia--- und ich lese heinz struncks AFRIKA.......seine erlebnisse als pauschaltourist in kenya.sehr lustig und genau das richtige zum einschlafen.
ich schlafe gut,im gegensatz zur aktuellen situation in berlin, wo die nachbarwohnung renoviert wird.bin allein deswegen schon froh, hier zu sein, dazu das warme wetter.
zum brunchen gehts am nächsten morgen ins schalom, etwas ausserhalb der stadt.
ENSEITS VON AFRIKA ambiente, bis auf die kleidung. man sitzt unter palmen und trinkt käffchen, isst quiche und andere leckere buffetangebote--- u.a. serviert von julian, dem 17jährigen sohn der besitzerin des open air restaurants.er macht grad seinen flugschein in windhoek und bald abitur. nettes kerlchen.alles erinnert mich ein wenig auch an ibizas energiefeld. es fehlt nur der esotouch,der rest ist nicht unähnlich.dauernde hinweise darauf, wie schön es hier ist.
danach gehts wieder nach hause, astrologie ist angesagt. p. und mama sind meine schülerinnen fortan.grundkurs.tierkreiszeichen und planeten,teil 1.die beiden sind sehr wissbegierig .es macht freude, eine 82 jährige alte dame so neugierig zu sehen. sie haben kleine hefte und tragen alles säuberlich ein. so wirds gemacht.gegen nachmittag nochmal raus in die stadt,die immer noch voll ist. autos und menschen. wir gehen nur in den buchladen, denn i. will mir ein buch besorgen.WENN ES KRIEG GIBT ,GEHEN WIR IN DIE WÜSTE.
2 deutsche geologen verstecken sich 1939 hier in den canyons 2 jahre lang,um nicht gesehen zu werden.ihre erlebnisse sind aussergewöhnlich.allein un dnur mit minimalausstattung versuchen sie zu überleben, es gelingt ihnen, ein buch das sehr gut zu lesen ist und mir namibia aus anderem blickwinkel nahebringt.absolut empfehlenswert und hier ein dauerbrenner.gute lektüre, denn auf dauer geht mir heinz strunk auch auf den wecker.auch sarkasmus und alkoholische exzesse haben thematisch ihre grenzen.zum glück hab ich aber noch etliche andere bücher dabei ,und im haus gibts regale voll mit lesestoff.von kafka bis kochbücher ist alles dabei.also hab ich keine sorgen,denn 2 bücher aus meinem repertoire passen hier nicht her und sind auch etwas angestaubt, corti essays aus den 80igern und ein roman ueber sokrates.das passt nicht so recht.
eine radour ist angesagt am nächsten morgen.nach dem frühstück auf der terrasse mit wuestenblick gehts los.
hier ist der himmel blau und ich muss sehr aufpassen,mich nicht zu verbrennen.die luft ist trocken und klar und die u v strahlung enorm hoch.ich trage lange hosen und mütze und einen schal. ich kenne das und hab mich im laufe meines sonnenhungrigen lebens an die totalvermummung gewöhnt.burkatechnisch.
wir fahren durch die strassen ohne bäume,allenfalls palmen und hohes gesträuch. alles etwas kahl im vergleich zum berliner blätterdschungel. wir fahren richtung leuchtturm, .rot weiss, wie es sich gehört.die strassen sind sauber und für afrikanische verhältnisse extrem abfallfrei.am atlantik legen wir uns ins gras eines parks und machen pause.die wellen rauschen und die wolken ziehen ueber uns hinweg in die endlose weite afrikas.
p. zeigt mir das erste haus, dass ihr verstorbener bruder vor 14 jahren gekauft hatte. schwarzwaldlook,gross und 5 minuten vom strand entfernt.danach wurde es verkauft und nach eigenen plänen ein neues gebaut, das,in dem wir jetzt leben.äusserst grosszügig und luftig,allerdings ohne keller und dachgeschoss,aber mindestens 200m2 gross.die weissen ,die hier temporär oder ganzjährig wohnen, haben meist huebsche aber auch spiessige einfamilienhäuser mit garage, wie in australischen vororten,so kommt mir das vor mitunter.auf dem rückweg gehts an jacky s eisdiele vorbei.hmm.....
die strassen sind nicht mehr so voll wie noch vor 2 tagen. ab mitte januar wirds hier leer sein,berichtet p.
mir ists recht.
am nachmittag fahren wir zu katie und georgie, einem holländischen paar, auf die farm, mitten in der wueste.mir wärs zu sandig.die hunde begrüssen uns ,´und georgie zeigt uns seine gewächshäuser ---voll mit tomaten,spargel, chillies und gurken, er kann davon leben. die kinder sind aus dem haus und sie ueberlegen,ob sie sich in portugal etwas neues suchen. am tisch sitzen noch andere gäste. man erzählt sich, dass fiek, so heisst der wirklich,sich vor 4 tagen die kugel gegeben hat vor den augen seiner frau. aussteigergeschichten .......
aber die runde ist nicht langweilig, es gibt geschichten,die meist mit ueberleben und den dadurch entstehenden problemen zu tun haben. mein ding wäre das hier bestimmt nicht,freiheit und warmes klima sind nicht alles.
auf dem rückweg ein schlenker nach rossmund, eine art siesta von swkm.springböcke im garten werden von jackys mutter grad gefüttert,man schaut ins abendrot und es geht um huendchen und kätzchen und silvester und die dafür geplante party. maskerade und buffet. hoffentlich bittet man mich nicht mitzukommen, ich feiere dieses hysterische jahresabschiedsgetue seit jahren nicht mehr.künstliche vergnügungen ,die meist keine sind.aber p hat schon 3 karten für uns besorgt.oje, ich fürchte ,ich kann mich nicht entziehen. na dann,----wir werden sehen.
reggae ist angesagt am nächsten tag, in dem künstlerischen handicraftcenter ,wo auch ras der rastaman seinen laden hat. aber zuvor machen wir uns noch auf in die slums von swkm.
p. hat ein patenkind,das sie besuchen will. die neunjährige desiree hat talent zum tanzen,und p. unterstützt die familie.
bretterhütten im nackten wuestensand, desolate native lungern rum, dreck und schrott auf der ganzen linie,ein elend. wir suchen nach der kleinen, die jetzt mit mutter und geschwistern woanders lebt als beim letzten mal.kein spass, hier leben zu muessen.
frieda lesen wir unterwegs auf,sie singt in dem chor vocal galore ,der neulich aufgetreten ist mit dem a capella gesang, der mir so sehr gefallen hat.sie ist 2o, und voller ebenesfreude, hats geschafft, studiert immerhin in windhoek und spricht sogar etwas deutsch.
in der huette,wo die kleine desiree lebt, öffnet uns die mutter.wirres haar und fehlende zähne, aber voller freude und empathie empfängt sie uns .
die kleine desiree springt gleich zu p. auf den schoss.mutter rosie bringt die letzten zeugnisse......best in reading and writing.....p. ist glücklich, sie sieht ,ihre unterstützung fruchtet.auch der ballettunterricht macht grosse fortschritte. ich wage es nicht zu fotografieren, so armselig ist hier das ambiente.aber frieda zückt ihren apparat und knipst drauf los.naja, geschmacksache, mir reicht der eindruck auch ohne fotos,nicht einen tag möchte man hier verbringen. ein kleiner junge spielt im sand mit plastikflaschen,suesse kleine hunde, die aussehen wie obelix´s idefix springen um uns herum.babies werden von ihren schwestern auf dem arm gehalten und inniglich abgeknutscht. also,immerhin scheint es liebe en masse zu geben für die kleinsten. die männer stehen desolat in der gegend rum,---------------es ist alles so trostlos,dass ich gehen möchte.wie dankbar und demütig man in minuten wird, wenn man sich mit armut und elend konfrontiert sieht.
p.gibt rosie die torte vom bäcker, alle freuen sich.die kleine desiree tanzt uns aus ihrem programm vor,sie ist recht scheu,verständlich ,aber ihr tanz ist sehr anmutig--- und hoffnungsvoll. wenn sie in windhoek den kontest gewinnt,wird sie gefördert.optimismus und hoffnung ist das ,was den menschen bleibt.wir steigen wieder ins auto,die versammelte mannschaft winkt uns strahlend zu .
wir fahren weiter ins art-zentrum,wo den ganzen tag reggae gespielt werden soll. sogar handzettel waren gedruckt worden, um das spektakel zu promoten.
als wir unsere tickets gekauft haben und zur bühne gehen, frieda ist auch mit dabei,fängt die band an zu proben. nicht schlecht, ich liebe reggae seit der ersten marleyplatte....lively up yourself, and dont be no dread..
-1971 ,---------und marley wurde danach zum reggaegott.die songtexte sind politisch motiviert, hier höre ich hauptsächlich rastaferey ,und man ruft haile selassie an, den negus, der halbgott der rastabewegung,auch ehemaliger kaiser von äthiopien.wir essen ein sandwich und trinken leckeren kaffee,geniessen die launige atmosphäre.die gruppe nimmt an fahrt auf.die stimme vom sänger ist mir unangenehm.die sängerin ist besser. nach 1 stunde reicht es dann auch.ausserdem kommen keine weiteren gäste,wir sind die einzigen weissen.
wir sprechen mit der initiatorin michelle,sie hofft, dass es am abend voller sein wird.erstmal duesen wir zurück nach hause in die riverside avenue,was nicht weit ist. frieda kommt mit.frage mich, wie sie den luxus hier empfindet.werden die leute nicht neidisch,wenn sie den lebensstil der weissen sehen? vielleicht ist das offensichtlich angeborene phlegma aber auch gross genug, sich nicht niedrigen beweggründen auszuliefern.sie sitzt entspannt in der riesigen couchlandschaft und nippt an ihrer limo.ich ziehe mich zurück ,its siesta-time.
ich liebe es,am nachmittag hier eine runde zu lesen und zu schlummern,nicht lange, aber ein wenig.als ich aufwache ,ist das haus leer.ein zettel auf dem tisch,die drei sind noch mal los,kommen aber nach 2 stunden wieder zurück.......
p erzählt,wie der abend war,
.gähnende leere bei den rastas und kaum zuschauer. schade, denke ich, soviel mühe für garnichts.aber die musik entschädigt für fehlende zuschauer,vermöge der musik geniessen die leidenschaften sich selber hat nietzsche mal gesagt.man braucht ja nicht immer zuschauer, ich singe mein youtube karaokeja auch für mich alleine.
danach gibts 1 stunde astrounterricht.es dauert,bis man erstmal die planeten den tierkreiszeichen zuordnen kann....jaja, alles will gelernt sein.
abends mache ich bratkartoffeln mit spiegelei.wie es sich für eine ehemalige deutsche kolonie gehört.der himmel ist bedeckt,kein abendrot.auch gut. p´s mutter erzählt aus ihrem leben, ----wie sie mit 33 mit einem frachter von rotterdam nach äthiopien gereist ist, 30 männer und sie.ihre schwester arbeitete dort in der entwicklungshilfe mit ihrem mann, der als arzt in asddis abeba tätig war .danach gings 20000 kilometer quer durch afrika.
1963 ,ganz schön abenteuerlustig für damalige zeiten.der rückflug ging dann nach 6 monaten ueber kairouan, kairo, athen und zürich zurück nach frankfurt.das waren noch zeiten,von non-stop flügen keine spur.
eine abenteuerliche familie offenbar,da kann mein westfälisches pohlbürgertum in der heimat nicht mithalten.dort hockt man seit generationen und frönt dem erhalt des bestandes.von uranus kann da nicht die rede sein.
mit birnenschnapps wird der abend beendet und ich schreibe diese seite.jetzt gehe ich mit den beiden geologen ins bett, die lieber in die wueste als in den krieg zogen.nachvollziehbar.das hätte ich auch vorgezogen.
schnee in berlin,hier schlafe ich bei offenem fenster.tja, das klima und die menschen,was für ein dauerthema,wetterwetterwettter........,von welchem blickwinkel aus auch immer.meiner ist grad ganz ok.der letzte sommer in berlin kam mir gefühlt wie 4 wochen vor,da hab ich ibiza natürlich sehr vermisst.eskimos kann ich garnicht nachvollziehen-ein leben in kälte und baumloser schneewueste.
hinweis:
(HENNO MARTIN.---- WENN ES KRIEG GIBT; GEHEN WIR IN DIE WÜSTE)....ein exzellentes buch,das mich bildreich und detailliert nach namibia versetzt,allerdings 1940,nicht 2014.
gute nacht.
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walvis bay,die stadt am atlantik, liegt etwa 40 km von swkm entfernt.es ist wolkig und nicht sonderlich warm,vllt 23 grad.....am strassenrand 1000 kleine viereckige häuser im sand für die schwarzen.........oder für menschen mit dunklem pigmenthintergrund.....
......der mind der afrikaner tickt einfach völlig anders .man denkt bis zum abend und fast immer an den eigenen vorteil.trotz JESUS SAVES YOU an den hölzernen kirchentüren.
was ich grad bei heinz strunk lese,ist ja dann doch alles nochmal auf den punkt gebracht,aber dazu hier weiter keine ausführungen.fast ganz schwarzafrika ist in einem desaströsem zustand,man lese dazu a.altmann VON TANGER BIS JOHANNESBURG.
p. meinte
sam sei dick geworden vom maisbrei, millipap,den sie hier gern essen.milch mit mais.dann gehen sie alle richtig auseinander.nicht nur ich habe kilos zuviel, die anderen hier auch,aber endlos,auch die jungen und auch die weissen,alle eigentlich sind relativ deformiert,dazu die steisse der einheimische aus dem stamm der ovambos.
also, p.und ich waren der meinung, dass es hier einfach keine schönen menschen gäbe wie z.b auf sardinien oder in kashmir.oder im nordsudan,oder in samarkand.die menschheit ist zum grossen teil recht unattraktiv, die deutschen liegen im guten mittelfeld,denke ich.
die queens mall in brisbane hat ja ihr ganz eigenes flair,aber das hatten wir schon mal an anderer stelle.die ist eh nicht zu toppen.
jedenfalls sam ist der hausboy und muss für den preis einen tageseinkaufs einer weissen familie einen monat lang 3 mal die woche antanzen.er ist aber jenseits der klage,denn der job ist ok., und nach dem vorfall vor 2 jahren( er hatte still und heimlich vermietet)
wurde er weiter angestellt, was ja nicht ueblich ist. geklaut wird auch wie die raben.i. erzählt, wie sie handtücher und kaffeeserviceteile in den schränken und auf den leinen ehemaliger zugehfrauen wiedersah.
in walvis bay gibts also nicht wirklich interessantes, allenfalls WILLI PROBST, das restaurant mit gutem essen.ich bestellte meinen dritten burger 2014,hier heisst er der herzinfarkt burger und ist wirklich ein ausbund an ungesundem junk food,aber lecker.
wir haben uns die flamingos angeschaut, die im lagunenwasser stehen und mit ihrem knickebeinballett sehr schön aussehen,wenn sie mit ihren grazilen hälsen das wasser abschnorcheln.danach ein langer walk ausserhalb der stadt , am strand entlang,wo man hier mit autos angefahren kommt und dann zelte aufbaut und 1 wochenende lang grillt und biertrinkend im meer angelt.die kinder surfen auf ihren brettchen,die muttis sind unsichtbar,sitzen wahrscheinlich rauchend vor dem zelt.
......
danach mussten nudeln gekauft werden für die bouillon ,die i. gestern gekocht hat.deutsche nudeln bitteschön.also,ich bin gespannt wie die schmecken.diese krummen hörnchennudeln.
ich muss jetzt wieder astrounterricht geben,sonst vergessen die mädels alles, was sie gestern fein säuberlich in ihr heft geschrieben haben.von wegen der krebs geht durch den mond, das ist das niveau von oma rosi aus der lindenstrasse.das geht nicht.obwohl es hier um die ecke auch eine lindenstrasse gibt.direkt neben der planetenstrasse.siehe stadtplan swkm.
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SYLVESTER 2014..........eine farce in mehreren akten.aus der reihe
NEUES AUS ABSURDISTAN
seit jahren ignoriere ich das jahresendzeitgetue namens sylvester. hysterisches getue wegen eines datums.die zeit an sich interessiert sich garnicht für unsere unterteilung in tage, monate und jahre.
weihnachten hatte ich ja gut hinter mich gebracht,im flugzeug und bus sozusagen.aber schon als ich ankam, schwante mir ueberflüssiges.prompt und mit gutgemeinter intention kam das thema auf den frühstückstisch.ich will es kurz machen. ich liess mich ueberreden ,auf eine sylvesterparty im hiesigen golfclub mitzukommen, man könne,wenns doof sein sollte, auch schon nach 2 stunden wieder gehen.intitiatorin war jacky, eine freundin des hauses,die in rossmund wohnt, also c.a. 3 kilometer ausserhalb von swkm.sie verkaufte auch drei karten a 35o $ an ouma i.
also ok.man kann sich nicht immer entziehen als gast in fremden hause.dann kam die frage auf, wie hin-und herkommen, da es ausserhlb swkm.s posten der polzie stehen, die kontrollieren,und zwar ganzjährig, stichprobenhaft werden autos untersucht und kfz-papiere beäugt.wer nach alk riecht, wird zum pusten animiert.also,gute frage.
es gäbe einen shuttle,der einen zurückbrächte.ich rufe dort an., ja, das sei möglich, daraufhin fahren wir dennoch mit dem eigenen wagen,falls es doch zu langweilig sei und pia würde auch nichts trinken wenn absehbar sei, dass man früh gehen wolle......zuviel konjunktiv m.e.
jedenfalls gab es noch das sylvesterthema f.d. party gratis.....masquerade....also irgendwie solle man sich anmalen,sodass man nicht gleich erkennbar sei.
sylvster 19 uhr, p. holt ihre körpermalfarbe hervor und malt uns an. sie selber als erste mit augenpartien bunt gestreift,dann ich, passend zum grünen hemd ein grosses grünes augenmakeup,das ueber die linke gesichtshälfte sich ausdehnt. ich sehe aus wie der hund aus DIE KLEINEN STROLCHE.......i. ,wegen des ponies nicht im augenbereich bemalbar, bekommt eine zorromaske ueber die gesichtsmitte gepinselt, sieht schon sehr lustig aus,wie wir drei ins auto steigen. beim eintritt in den clubraum des golfclubs bekommen wir komplimente und werden fotografiert,klar, weil ja heutzutage jeder furz fotografiert wird. 3,5 mrd.fotos werden in germanien pro jahr per handy gemacht, wer schaut sie sich eigentlich an, bleibt die frage. inflationärer verblödungskrempel für handyopfer.
dennoch.ist ja auch lustig.der festsaal ist geschmückt mit luftballons,die dank helium unter der decke schweben und jeweils eine luftschlange unter sich bergen.oje,denke ich, genau sowas hatte ich erwartet.junge leute sitzen bereits auf barhockern und verlustieren sich an chips,namibischem biltong(trockenfleisch )und anderem partyfutter. die schwarzen serviererinnen kommen auch gleich mit fingerfood,alles mögliche mit und ohne fleisch,durchaus leckere sachen. zum glück gehts auch raus auf eine terrasse,dort darf ich rauchen.mit dem cocktail for free gehe ich erstmal raus und steck mir eine an.wie schön doch rauchen ist, man schaltet innerlich ab und qualmt ungesund aber glücklich vor sich hin und schaut sich entspannt das geschehen an.hier in ganz swakop bin ich der einzige raucher,hab ich das gefühl.klasse.
.wieder drinnen, sind die anderen auch schon da, in fröhlicher partylaune.huhu und hihi, toll.ich weiss, bis mitternacht sind es noch fast drei stunden,die muss ich schaffen,denn p. ist doch recht angetan und wegen ungefiltertem merkur spontan, und ,im gegensatz zu mir und meiner nörgeljungfrau voller tatenlust.sie trinkt auch ihre pina colada, d.h. wir werden also sowieso mit dem shuttle zurückfahren .
alles klar.ich stelle meine überlebensstrategie auf die einzige möglichkeit um, die in solchen fällen von unentrinnbarkeit das ueberleben sichert und plaziere meine daseinsebene auf 2 schritte neben mir,d.h. ich spiele einfach mit entsprechend dem energiefeld, was um mich herum existiert.lustig sein, aufgeregt, blöde quatschen und so tun ,als ob man das alles toll findet.das geht und macht richtig laune,weil man ja nichts zu verlieren hat und die gelegenheit nutzt,das leben zur bühne zu machen.
die musik geht los und genau das,was da gespielt wird hatte ich befürchtet. 50iger jahre buddy holly rock, den ich nie leiden konnte.ich gehe auf die zweite fluppe raus,schlürfe den blue lagoon cocktail in ermangelung von mojito in ermangelung von zitronensaft. in afrika, und kein zitronensaft.!!!! der huebsche barkeeper in schwarz lächelt mich nur an,es macht ihm nichts aus,mir aber auch nicht.zapft das bier später dafür sanft lächend in zeiltlupe.er kommt mir wieder vor wie aus einer anderen zeitdimension.aufgeregtheit muss was europäisches sein.
dann geht ein spielchen los,fraune,ja fraune,sollen tanzen auf einem blatt papier.fremdschämen stellt sich ein,denn die aufgebrezelten tussen verbiegen sich nun zu dieser gruselmusik auf ihren din a 4 bögen. p.,schmerzlos, hüpft fleissig mit und hat spass.beneidenswert.sie macht auch den 2. platz.dann endlich,NIGHTFEVER und ich tanze mit, will ja nicht nur muffeln.
danach wieder untanzbares von phil collins oder sonstiger main stream mucke. grusel. ich gehe raus,und, wie es sich für mich gehört, setze mich zu den beiden damen jenseits der 70., i. und ellen.die eine sächselt ,die andere berlinert. herrlich,ich hole mir ein bier, zur unterstützung meiner strategie,angeheitert machts noch mehr spass.
die gespräche sind der knaller, ellens hund hat was am bein, de r neue lover von ihrer tochter hat krumme beene,redet den ganzen tag und raucht die bude voll, aber die tochter findet keinen richtigen mann,der auch vernünftig ist,kann man nichts machen.immer wieder kommen die netten schwarzen mädels mit essen vorbei, austern, drumsticks, veg. cocktails mit möhren und dips,küchlein mit cremes diverser geschmacksausrichtung und kalamaris mit sosse undsoweiter. ich verputze alles,was mir angeboten wird, abnehmen ab morgen erst,bitteseeehhhr....
..hab ja auch bezahlt, sagt sie die jungfrau.schmeckt auch gut.
die themen wechseln geschwind, ein unfall mit 6 toten vorgestern,SCHRECKLICH!!!!!....
und...ob all das hier sich rechnet, man sei doch sicher nicht auf die selbstkosten gekommen bei all dem essen,da nur 6o leute gekommen seien..........paula, die huendin und die einsamkeit des frauchens wird noch kurz eingeworfen,und es geht so weiter.in einer tour.kaum punkt und komma.
als ellen entdeckt, dass ich auch nur bier und keinen sekt trinke ist sie begeistert, erzählt es fortan jedem.ich werfe dieses und jenes ein,astroeinsprengsel inklusive, da i. ja gelernt hat und auch zum sternzeichen skorpion von ellen prompt den pluto dazuholt als den herrscherplaneten, was ja auch stimmt. einsplus.so gehts das.immer wieder wird darauf hingewiesen,dass es drinnen ja zu laut sei. p. macht es nichts aus, sie tanzt sich den wolf, uranische unbekümmertheit zu jedweder mucke,neidvoll sehe ich sie beseelt rumschwingen in grossen bögen mit heliumballon ueberm kopf schweben.den hatte sie sich gleich zu anfang an ihren dutt geklemmt.super.erinnert mich an meine australische amalette oberschräg, die tagelang mit meinem kopfmassegekamm durch die gegend marschierte.ich hab einen faible für uranische fraune=frauen
so verstreicht die zeit,und ich fühle mich wie im comik, es ist fast wie bei loriot . dazu gibts noch einige surferboys mit knackigen hintern zu besichtigen, die auch offensichtlich dank massen von bier spass haben.verzweifelte ehemänner rauchen dann doch und werfen ihre stummel in den kamin neben mir.
die zeit geht schnell vorbei, ich wunder mich darob. i. erzählt, sie habe ueber 40 jahre immer grosse sylvsterparties gegeben -mit immer anderen motti aus diversen ländern und dazu passendem essen. ich hasse russen, meint ellen nebenbei ,als das thema auf russisches essen kommt.bortsch und co., .ich verstehe sie gut,denn wer mag schon russen?oder gar russisches essen?
paula liege bestimmt vor dem tv gerät und warte auf sie,bemerkt sie nebenbei. herrliche nonsensgespräche.sie wuerd auch gern mal wieder nach berlin zum SHOPPEN kommen, kadewe und so. ich nicke und bestätige alles,denn alles ist natürlich gut, die ZEN-masche klappt mal wieder prima, meine psyche ist gerettet und entspannt.zwischendurch immer wieder die aufgemalte maske auf i.´s gesicht---- herrlich.....
ich trinke bier,---
oliver,bei continental ff/O beschäftigt ,kommt vorbei und schwärmt. tolle party, guter service und klasse musik.findet er.
....joha, find ich auch,------es ertönt sweet dreams von den eurythmics ,was ich trotz annie lennox immer gehasst habe.dann kommt mal wieder ne fuhre austern vorbei, pancakes mit zimt und köstliche cremeschnittchen.ich bin high.
von meinen geschmacksnerven.
die surferboys knutschen sich mittlerweile mit ihren dooftussen und haben sich an ihre knackärsche die heliumballons gesteckt. superlustig. p. kommt zu uns, daddelt mit ihrem smartphone und macht fotos, die sie gleich nach germanien verschickt. herrrliche fotos, ich muss auf alle fotos mit allen drauf, mache grimassen und schnuten ,die auch lustig sind.so geht das immer weiter. weil ich ja auch mitquatsche. ein blick auf die uhr.....huch, schon 11, die eine stunde schaffen wir auch noch meint i, klaro.....
.....ellen kann ja immer nach hause, weil sie ja gleich nebenan wohnt.die hats gut..............ich sag, du hast es gut ellen und sie sagt ja, ich habs gut, ich kann gehen wann ich will, ohne shuttle.ich beneide sie, denn ich wäre natürlich längst weg.aber wir muessen das shuttle bestellen, irgendwann halt. p. kommt v.d. tanzfläche, geschafft. sie kann nicht mehr, will nach hause und zeigt nebenbei ihre flasche herrlichstes olivenöl,das war ihr preis,denn ihr luftballon war gleichzeitg ein tombola- los, und nr. 16 hat olivenöl gewonnen, EXTRA VIRGINE......hmm.--------nun ist es 23.40..........das shuttle soll kommen, aber es kommt perry und meint, wir können nicht gehen, da madeleine auch um mitternacht geburtstag habe,also, das ginge ja garnicht..................einfach so gehen vor 12.
das shuttle ist aber bestellt und der arme fahrer, er steht jetzt da und wartet---seine weissen zähne leuchten im schwarzen gesicht,-----er wird erstmal auf eis gelegt.
you must wait!!!!!!
5 vor 12.alle muessen rein zum anstossen. wir trinken ja nur bier!!!! kräht ellen -- mit seitenblick zu mir .die anderen: erwartungsfroh mit ihren sektgläsern wird rumgestanden .dann der countdown..........10.,9,8,7, usw. HAPPY NEW YEAR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Oje, jetzt die umarmungsorgien, ich wusste es.....fremde muessen sich abknutschen und froh gestimmt dem anderen ein gutes neues jahr wuenschen........dazu noch madeleine alles gute zum geburtstag, also doppelt gemoppelt, ich werde gefordert dieses jahr als strafe für die ignoranz der letzten 20 jahre wo ich nur zuhause geblieben bin und genau das nicht machen musste ----ausser mit 1-2 guten freunden und jesus vielleicht..............p. ist plötzlich totmuede und will nach hause, es ist auch schon 5 nach 12.................wo ist der schwarze fahrer............der sollte doch hier draussen warten............da ist er aber nicht........
wir suchen draussen, auch nicht,.......i. humpelt mit ihren nordik- walking stickes ueber die terrassen, ich gehe raus, meine nerven sind doch jetzt arg strapaziert,die ganze ichtusoalsob maskerade und meine eigenen regieanweisungen dazu kommen an ihre grenzen...............da.,der fahrer,---------bescheiden und lächelnd kommt er mit i. die treppen runter.ich gebe ihm die hand und wuensche ihm ein gutes neues jahr.er lächelt.was er wohl denkt ueber diese dekadente weissensippschaft, zu der ich ja auch gehöre.was sie ueberhaupt alle denken ,würde ich gern wissen, wenn wir für 1 abend soviel geld ausgeben wie sie in einem monat verdienen. aber, und das fürchte oder glaube ich fast, sie denken garnicht wie wir,sie analysieren nicht andauernd ihr leben und das der anderen, sie lassens so.nicht hinduistisch fatalistisch,sondern afrikafatalistisch.sonst wären sie nicht so entspannt, denn ,wenn mich eine attitüde total anmacht hier unten,dann ist es die des entspanntseins mit sich und der gottverdammten ungerechten welt.das hatte ich ja bereits erwähnt .ich könnte manchmal etwas neidisch werden.
zurück zur situation.
das shuttleauto steht nicht weit, aber nun muss p. die hausschlüssel aus dem auto holen, wir kommen sonst später nicht ins haus rein.wir sollen sie am auto abholen. i. und ich steigen ein,erklären dem fahrer den umstand und er fährt auf den parkplatz, wo das auto steht. steht es auch, aber ohne p. wo ist die?ich steige aus und latsche um das clubhaus und rufe sie, keine antwort. endlich, bereits auf der strasse nach swkm. kommt sie angelaufen,wo wir denn blieben. geil.
einsteigen, ab nach hause.leichter krach mit mutti und p., da angesäuselt.ich schweige,bin auch am ende mit meinen künsten.
der fahrer findet zum glück unsere adresse und wir gehen ins hellerleuchtete haus, wo die glotze läuft ,um ein daheimsein zu suggerieren.das hat geklappt.kein einbruch,alles ist da. in der glotze dräuen mir die gesichter von jürgen drews und andy borg entgegen.verlogenes sylvestergetue mitten im juli schätze ich,dummes gequatsche für vollopfer der stadelszenerie,der grusel hört nicht auf, denn in germanien ist es eine stunde FRÜHER,also noch vor 24 uhr. i. will noch das feuerwerk am brandeburger tor sehen,p. ist hundemuede und geht gleich ins bettchen.
i. möchte grappa, den wir gleich kippen.gitti und erika, die früher das HEIDI lied sangen, wackeln mit aufgeschlitzten pailettenkleidchen mit ihren ärschen und geben BONEY M songs zum besten, dann MARIANNE UND MICHAEL,mit jodelschinken, -----dauerkonfettigeriesel vom studiohimmel--------und immer wieder drews und andy borg,mir wird richtig schlecht , nur der grappa rettet mich.
endlich, der rbb moderator erscheint vor dem brandenburger tor, interviewt die dort stehenden sylvesteropfer in dunklen winterklamotten,was sie sich für 2015 so wuenschten.::::ALLES SOLL SO BLEIBEN!!! ist die häufigste antwort.na dann viel spass.
ich brauch noch nen grappa,um das auszuhalten.dann gehts los.10,9,8,7,usw. und endlich knallen die raketen. ich sehe mich auf meinem balkon im tegeler weg stehen, bin aber hier,--------2 mal sylvester zur strafe!!!!10 minuten das getöse, dafür hier nicht ein einziger knaller, weil verboten, herrrlich, ich bin versöhnt, der grappa wirkt, und als i. mit ihrer tollen halbgesichsmaske noch meinte,dass die sendung live sei,und darauf bestand,hatte ich das ganze faketheater defintiv über und ging in die falle.wie schon den ganzen abend ich nur in die falle gegangen war wegen eines freundlichen JA wo es ein absolutes NEIN hätte sein muessen.mars-neptun, ich lern es nie.
dafür dank meiner wieder einmal sich als fruchtbar erwiesenen zen-haltung des unabänderlichen gegenueber,hab ich mich letztlich aber doch noch recht gut amüsiert und legte mich lachend ins bettchen.absurditätenforschung hat ja den vorteil, dass man lachen darf. nebenan im nachbarhaus wird noch weitergefeiert.
aber da war ich dann nicht mehr dabei.ohropax rein ,licht aus und ein neues jahr kann kommen,wie seit 64 jahren.
und wer das schicksal demütig verehrt ,ist weise. das sagte aischylos vor langer zeit und so soll es sein.
2015 kann kommen, ich nehme mir nichts vor und will auch nicht mehr abnehmen, das klappt sowieso nicht.ALLES SOLL SO BLEIBEN WIE ES IST------------HILFE!!!!!!
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THE SECRET LIFE OF NAMIBIA
2015
wir fahren durch die weite landschaft
am wegesrand strausse
strausse sind vögel mit einem erbsengrossen gehirn.wenn man sie sich anschaut und sich dem dümmlichen dauergrinsen aussetzt, glaubt man das sofort.
aber neulich beobachtete ich eine szene,bei der ich mühe hatte, das lachen zu unterdrücken.ein trupp von etwas 30 sträussen hatte an einem kleinen see getrunken. wir waren im land der hottentotten, nicht weit von hier.das ist in diesem falle mal ausnahmsweise keine verunglimpfung, sondern die wahrheit.
jetzt standen sie neben dem wasser und putzten ihr gefieder,ein paar hennen hatten sich im sand niedergelassen.plötzlich traten die hähne zu einer lockeren kreisförmigen gruppe zusammen.einige begannen sich auf ihren weissen schenkeln zu wiegen,andere taten es ihnen nach.jetzt verneigten sich 2 hähne in bedächtigem rhytmus,die flügel öffnend und schliessend,voreinander.immer mehr bewegung kam in die vögel,bis sie schliesslich alle am tanz beteiligt waren.sie wiegten sich hin und her,fächerten mit den flügeln,wogten mit den hälsen und zischten aus weitgeöffneten schnäbeln.
WAS FÜR EIN BALLETT!!!!!!!
wippende schwarze federröckchen über starken weissen schenkeln,balancierende arme in zart wehende federschleier gehüllt,.alles erinnerte an tänzerinnen, und die hähne hatten durchaus einen tuntigen touch.ein gespenstischer wald langer hälse und starrer,nackter vogelköpfe ueber dem fast menschlich anmutenden tanz.ein lächerliches,grotesker aber auch genial absurdes ballett in heisser wuestenschlucht.eine surrealistische pantomime unter gleissender sonne. im zoo wohl eher nicht zu sehen,daher ein einmaliges erlebnis ,-------------und seit der sylvesterparty hab selten wieder so lachen muessen, frau jaschke.
HETEROHYRAX BRUCEI dagegen ist ein buschschliefer;den gibts hier auch, und der ist weit entfernt von dermassen effiminierten gehabe.aber auch nicht so lustig,da man ihn auch kaum sieht weil er nicht so hoch gewachsen ist wie strausse.strausseneier gibts uebrigens in jedem touriladen
lese grad u.a.HARDY KRÜGERS REISEBUCH DURCH AFRIKA......das bietet sich an,und hardy krüger ist inzwischen uralt und hat soviel gesehen und war obendrein als schauspieler sehr gut aussehend in den 50igern ,.........dafür ist aber der noch ein wenig jüngere udo jürgens nicht mehr unter uns und wir trällern täglich GRIECHISCHER WEIN.pia entpuppt sich nämlich als eine kennerin deutscher schlager.......
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KUNSTAUKTION
auktionen kenne ich nur aus filmen, life war ich noch nie dabei. gesten war es soweit.m.von menzel lädt ein zur kunstauktion in swakop.die upper class, alles meist relativ rassitstische und unatrraktive ältere herrschaften des geldadels ist anwesend.p. hat wieder ihre uranische spielphase und stellt mich vor als berliner galerist.gleich werd ich angestaunt, ich weiss von nix und schwafle mich raus.unmöglich. dann gehts los. 89 bilder ´werden versteigert. nach der reihe und per katalog.i. bietet mit ,aber nur bei einem bild ,dann will sie nicht mehr. ich spüre gleich, das ist nicht mein energiefeld. geld und kunst.aber ich schau mir das geschehen an und sehe mir auch die schöpfungen der hiesigen maler und malerinnen an. zumeist werden landschaftsbilder angepriesen, aber auch jede menge tierporträts und stiche und kohlezeichnungen.zum teil sehr schöne arbeiten von einheimischen zuwanderern,nicht die kunst von eingeborenen. es geht schlag um schlag, SOLD ist das definitive wort des abends. mir gefällt ein ölbild einer elefantenherde, aber 70 000 namibian $ sind mir zuviel,klar. vieles geht aber auch für unter 100 euros weg, kleine aquarelle und zeichnungen.
ich mach aber nicht mit, mir gefällt die mischpoke auch nicht.die afrikaans sprechenden zuwanderer sind nicht mein fall, meist fett und rotgesichtig, auch etwas dumpf,auf jeden fall nicht sophisticated....weiss nicht recht wieso,bäuerlicher typus mit weissenarroganz.und bevor die auktionistin mich weiter anspricht wegen meiner angeblichen galerie mach ich m ich aus dem staub und warte draussen auf die mädels.ich trinke weinchen und rauch eine dazu auf der balkonterrasse ueber den dächern von swakop.das reicht .dann gehen wir.zuhause gehts weiter. bei wwm verliert eine hübsche junge frau ihre 64ooo euros wegen der frage,was ist geplante obseleszenz. ich weiss es auch nicht, sie setzt alles auf eine karte, falsche antwort. iso ist ganz geplättet., holt den wein aus der küche und es wird nun ueber die möglichkeit einer galerie für pia in berlin fantasiert. fantasien und unausgegorenes denken passen gut zusammen,ich hab spass an der naiven grundhaltung und
denke, ja, so muss es gehen, ganz unvoreingenommen und positiv ausgesponnene ideen umsetzen, so gehts auf der welt.perfekt ist nur der tod. wir haben noch viel freude, der uranus,den wir ja als familienplanet in drei generationen am nachmittag eruiert haben, sprüht seine mentalen funken. die glotze hatte am nachmittag oli neu eingestellt,denn auch in afrika will man nicht auf TATORT verzichten. herrlich, aber ich gucke nie tatort.noch kurz eine kleine lästertirade ueber parkplatz -ellen, die mit ihrer mischpoke zum tee da war. es gab einen höllischen unfall mit 6 toten hier in der nähe von s.wakop sylvester. so wird erneut berichtet.dieses blöde sylvester.
doofe träume in der nacht über einen mann, den ich retten soll. wieso und warum,?jedenfalls werd ich um 5 wach davon.draussen ruft wieder der vogel und der tag erwacht.
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das wasser im atlantik ist unterschiedlich warm,aber warm ist eigentlich zuviel gesagt, frisch ist besser.schon auf ibiza ging ich meist vor juni nicht ins meer,hier ,bei 18-19 c grad auch nicht so schnell,aber ich wage es hin und wieder. im meer tummeln sich die schlanken schwarzen männer ,die ich kaum unterscheiden kann hinischtlich ihrer physiognomie.alle habe kruze haare und grosse münder, einige sind auffallend schön geformt, sowohl der schädel als auch der ganze körper.
tatsache hab ich gisela kennengelernt, die ehemalige haushälterin von i.. dick und gutgelaunt und genauso wie ich mir immer eine schwarze gisela vorgestellt hatte.
p. war am vormittag mit ihrem "patenkind" unterwegs, der kleinen desiree, die jetzt im ballett tanzt,p. fördert sie finanziell, da ihre eltern in den slums wohnen.sie waren shoppen und desiree hat nun einen grossen rosafarbenen hut.
im schalom war es am morgen wieder sehr blixen -mässig,---brunchen unter palmen.und dort beschlossen wir ,in die wildnis zu fahren.mount etjo. da war ich noch nie.nachts liege ich im bett und schau mir die bildbände ueber namibische wildtiere an.viele kenne ich, einige hab ich nie gesehen.wir gehen hoch ins land zu den hereros,(mit r,nicht mit t.....),-dann an der küste entlang wieder zurück.das ist der plan.
seit wann kenne ich erdmännchen,fällt mir nebenbei ein?
zum frühstück sind feunde aus südafrika da, ehemalige leipziger.die unten bei kapstadt eine lodge führen.sie kommen grad aus angola,ruanda und sonstwo zurück und zeigen die fotos.viel wueste und leere, schakale und 5 rovers, die hintereinander fahren. die männer natürlich echte cracks,----ich weiss garnicht,ob ich das wollte.irgendwann ähneln sich die landschaften schliesslich auch,sand ist sand.
.lando,ein berliner freund,schreibt mir eine mail, er sei grad in mosambique, also schräg gegenueber.....plötzlich ist afrika im fokus, was mich früher,abgesehen vom maghreb, kaum interessiert hat.
nun knallt die sonne und ich muss mir einen gesichtsschleier a la fatima basteln, weil ich bei der klaren luft trotz schutzfaktor 50 noch einen sonnenbrand bekomme, so intensiv ist hier die uv-strahlung.meine haut ist bekanntlich für alaska und nicht für afrika gedacht.piggyrot und herpesanfällig, auch nicht angenehm anneliese.aber so ist das auf mutter erde, das paradies gibt es nicht,und somit hat eben alles seine licht-und schattenseiten.
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ON THE ROAD
wenn man swkm verlässt und richtung osten fährt ,erwartet einen erstmal angenehmer asphalt.man darf nie schneller als 100km fahren,aber das reicht auch, schliesslich will man ja das land erkunden und nicht als kilometerfresser unterwegs sein. also mit gemütlichen 90km gleiten wir gemächlich ins innere afrikas.für mich nach mehr als 40 jahren,als ich mit meinem käfer von deutschland aus mit matthias nach marokko fuhr,das erste mal wieder ueber land ,linksverkehr beachtend und dann los.pia fährt und iso sitzt vorne.die landschaft geröllig.da die beiden damen bereits in den ersten astrostunden den tierkeis gelernt haben, frag ich sie ab.das ein maleins der astrologie,die zeichen und ihre planeten. das muss aber noch besser werden,alles auch eine lerngeschichte.
nun erleben wir die wilde natur des landes.auf schotterpisten, die bandscheibenund stossdämpfer stark beanspruchen gehts durch zerklüftete felsformationen,die mich an gomera und hampi erinnern,ueberall erkenntman in den gesteinsmasse figurenund gestalten.es ist heiss und die aircondition ist vorteilhaft.am strassenrand straussenherden und kleine warzenschweinchen kreuzen die piste.wir sind stunden lang unterwegs und uns begegnet namibias tierwelt,vor allem am mount etjo sehe ich zumersten mal giraffen, gnus, antilopen,wasserböcke, oryxe und zebras.ebenso sitatungas,buschböcke, flusspferde klippspringer,erdmännchen und mangusten, lechwe,grants-gazellen ,löffelhunde und schabrackenschakale,honigdachse und servale,dikdiks und die wunderschöneen impalas.................aber die warzenschweine sind am lustigsten.....hässlich und frech trippeln sie mit aufgerichteten pinselschwänzchen durch die steppe.
auf kudus muessen wir achtgeben,sie sind quasi die riesenkängurus afrikas, da sie oft auf kollisionskurs mit den jeeps gehen und jedes jahr menschenleben fordern wenn es zu unfällen kommt, wie das in aussieland eben mit den kängurus passiert.
aus dem unterholz treten giraffen mit majestätischer gelassenheit hervor und schauen uns von oben herab an.breitmaulnashörner mit babies stehen an wassertümpeln und wir bleiben sicherheitshalber im jeep,machen fotos wie es sich für eine ordentliche safari gehört.elefanten sind nicht in sicht,sie sind wegen der extremen dürre, es hat nicht geregnet in den letzten monaten und die sonne brennt erbarmungslos am himmel,richtung osten gewandert.
ich mit meiner haut ,verhülle mich so gut es geht.ausserdem muss dauernd wasser getrunken werden, da das klima den körper extrem austrocknet.die landschaft wechselt in dauernden changierenden farben,von tiefem ocker bis hellem silbersand mit grünen einsprengeln von akazien und gesträuch.
gegen abend suchen wir die selbst an den abgelegensten stellen vorhandenen lodges auf.am mont etjo leisten wir uns eine edellodge,flamingos am teich, flusspferde auf der insel des kleinen sees, pool und rasen,inmitten leerer landschaft. dinosaurs footprints gibt es hier, ebenso können geparden nachts lt. lodgeleitung den parkähnlichen garten aufsuchen..,sie trinken gern das poolwasser.
das essen ist sehr gut, als sahnehäubchen erleben wir den vollmond in seiner ganzen pracht samt eines extrem klaren sternenhimmels.ich komme mir vor wie seinerzeits FAMILIE MICHAEL IN AFRIKA,eine schwarz weiss tv serie ,die in den frühen 60igern im samstagabendlichen vorprogramm für mich den ersten kontakt mit afrika rein visuell darstellte,ich habs geliebt.familie michael allerdings war mit camper und zelten unterwegs, wir zahlen hier recht anständige summen für unterkunft und verpflegung-also ein guenstiges reiseland ist namibia bei weitem nicht.wer länger unterwegs ist und in lodgen nächtigt ,kommt sehr schnell auf stattliche reiskosten,da benzin auch nicht wesentlich günstiger ist als in deutschland.ein salat in einem restaurant am wegesrand schlägt beispielsweise locker mit 6 euros zu buche,die lodges variieren ziwchen 4o und bis 200 euros pro nacht.also,das nur zur information.ich bin eingeladen in swkm,aber hier zahle ich natürlich meinen part,und das läppert sich.trotz afrika.
dafür lockt afrikas natur mit immerwährenden ueberraschungen.am abend bringt die untergehende sommer die angrenzenden bergmassssive zum glühen, wolkengebilde am wuestenrand sehen aus wie die gischt des atlantiks und die sonnenaufgänge sind spektakulär.
nahe kalkfeld fahren wir in ein felsenmassiv,in dem buschmänner mit ihren sippen leben, also die eigentlichen ureinwohner namibias.,auch SAN genannt.
zierliche ,schlanke,allenfalls 1,50 m grosse menschen kommen hinter dem felsen hervor und begrüssen uns.ich hab ein eigenartiges gefühl, denn sie sind aus ihrem natürlichen lebenskontext herausgelöst und leben nicht mehr so,wie es ihnen seit jahrthunderten eigentlich angediehen war.
p. kennt kosmo, der auch englisch spricht.ich fühle mich mit meiner physischen präsenz wie ein walross unter flamingos.sie sind eher schüchtern und die kinder sind zurückhaltend und scheu, alle tragen sie lediglich kleine schambedeckungen.die körperfarbe leuchtet in olivfarbenem bronzebraun,sehr schön anzusehen und makellos in ihrer ausformung.die beiden männer zeigen uns, wie sie feuer machen.ich komme mir vor wie der übliche doofe tourist,der andere menschen bestaunt, nicht antike gebäude oder tempel,sehr seltsam. ihre aura beeindruckt mich.unverstellt und bescheiden und augenscheinlich auch mit ihrem dasein nicht unzufrieden kommen sie mir vor.aber das kann auch trügerisch sein, denn sie leben nicht das leben das sie lebten ,bevor namibia der staat wurde der er ist.die frauen stellen aus strausseneiern schmuck her,mit altertümlichen bohrern aus holzstäben und kleinen eisernen spitzen.
die kinder sind entspannt und ruhig,schauen uns mit grossen augen an und sind allesamt ausnehmend schön in gestalt und ausdruck.
alle schwarzen haben eine sehr gelassene ausstrahlung,die ich als sehr angenehm empfinde.keine hektik und die ruhe scheint ihnen innezuwohnen.irgendwie hat der weisse mann diese zentriertheit verloren,ist immer im aussen und der zeit ausgesetzt.welch ein verlust der eigenen mitte.hier ist jeder bei sich, egal unter welchen bedingungen, auch sam, der hausboy in swkm vermittelt diese gelassenheit.
in einer lodge in uis entdecke ich ein foto von ewan mc gregor, dem schottischen schauspieler ,der in einem meiner lieblingsfilme, VELVET GOLDMINE, iggy pop verkörpert und seinen huebschen arsch in die kamera hält.er und sein freund haben hier während ihrer 23000km langen motorradtour von glasgow nach kapstadt uebernachtet.dagegen sind wir hier ja eher auf schmalspurpfaden unterwegs, denn auf den mit kleinen bodenwellen versehenen schotterpisten ist jeder kilometer eine herausforderung, zumal man sein eigenes wort nicht versteht,man sich also auch nicht unterhalten kann.
am wegesrand sieht man nun kleine holztischchen mit halbedelsteinen,die hier gefunden und verkauft werden.turmaline, türkise u.a.mineralien.ein zubrot für die in zusammengezimmerten hütten lebenden nativen.
auf der strasse begegnen einem kaum andere autos, maximal ein vehikel pro stunde kommt uns entgegen.leere soweit das auge reicht.ein riesiges land mit wenigen menschen.uis ist nicht einmal ein dorf, aber die 4 lodgen werden von weissen mit schwarzen angestellten geführt. hier ist nichts los, eine tankstelle, ein restaurant,---zinnminen haben hier die landschaft geprägt,klar, der mensch beutet aus dort wo er kann.
ich staune, wie oma i.,die immerhin 82 lenze zählt und eine chronisch schmerzende schulter hat, die tour durchhält.ihre trockenen kommentare bringen mich oft zum lachen.sie kennt sich aus ,hält die karte auf dem schoss und sagt,wo´s lang geht.das fällt ihr auch nicht schwer,pragmatisch wie sie ist.und sie hat humor,das gefällt mir.meine eigene mutter hätte selbst mit 45 so etwas nie gemacht.da waren teneriffa und mallorca schon eher das ziel der träume.
i. hat viele landschaften auch zu lebzeiten ihres sohnes mit ihm und seiner einmotorigen maschine ueberflogen.er war der initiator des ganzen namibiathemas der familie,wollte das land per flugzeug erkunden.
wir gehen abends früh in die falle, denn die tage sind anstrengend, selbst wenn wir nicht sonderlich viel wandern.die hitze tut ihr uebriges.mit 64 ist das reisen eh anstrengender als in jungen jahren. vor 4o jahren ,fast auf den tag genau,flog ich nach indien und reiste dort mit low budget und rucksack von sueden bis norden.ein glück habe ich nicht auf den rat der mutter gehört, die meinte, reisen könne ich doch noch als rentner............eine falsche idee ,denn jetzt tun mir rücken und füsse weh und meine grundenergie ist auch gesunken.nein,das war der falsche tipp mami.jetzt bin ich froh,abends in einer lodge die beine hochzulegen und mir einen gin genehmigen zu können,um die schlafgeister zu aktivieren.sehr angenehm.
zwischendurch fahre ich selber auch,linksverkehr kenne ich von neuseeland und australien,lediglich das schalten mit der linken hand ist wieder gewöhnungsbedürftig.aber es geht meist nur geradeaus und die geschwindigkeit bleibt konstant, bis auf sehr seltene kreuzungen,an denen man mal kurz halten muss.
zwischendurch lese ich immer mal wieder in dem buch der beiden geologen, die 2 jahre ohne kontakt mit der zivilisation in der wueste leben,um nicht interniert zu werden als der 2te wltkrieg ausbricht.
die anschaulichen beschreibungen ihrer erlebnisse,die nicht weit von hier stattfanden,geben mir noch tiefere einsichten in die gegebenheiten der natur und vor allem der tierwelt.schade, dass ich es bald beenden muss,es waren leider nur 243 seiten,da hermann krank wird und sie ihren aufenthalt in der offenen natur aufgeben muessen.
er schreibt an einer stelle:
"in dieser zeit bemerkten wir eine änderung in unseren träumen.immer häufiger erschienen uns tiere im traum,und die grenze zwischen mensch und tier begannen sich zu verwischen
hermann erzählte mir von einem traum,in dem ihm riesenhafte schwarze gemsböcke erschienen waren.ich träumte von einer hyäne in einem eleganten salon,und ein leopard verwandelt sich in eine geschmeidige frau"
wie die umwelt und vor allem die reine natur,der man ausgesetzt ist, das unterbewusstsein verändert ist augenscheinlich.
ich träume auch aufallend klar, aber nicht von tieren,sondern mir fällt ein zahn aus dem kiefer.ich kenne die deutung von zahnverlust im traum,mache mir meine gedanken...........
im netz erfahren wir vom anschlag in paris.charlie hebdo.das ist bereits eine form von krieg,bei dem ich mich frage,wohin das noch führt.mohammed und allah.ich begreife es nicht.will nichts mehr weiter davon hören.hier jetzt mal nicht.
am atlantik,direkt am cape cross erleben wir eine grosse seebärenkolonie.hunderte von ausschliesslich weiblichen tieren mit ihren kälbern leben auf den felsvorsprüngen und am strand.ein eigenartiger geruch durchdringt die meeresluft.dazu dauerndes gemecker und gequäke der kleinen, die ihren muettern auf diese weise signalisieren wo sie sind.allerdings klappt das nicht immer, denn einige jungtiere liegen verendet am strand.,gute beute für schakale und aasgeier.soviele tiere auf einmal,die natur ist unschlagbar fruchtbar wenn die lebensbedingungen stimmen.und hier stimmen sie offensichtlich, denn es gibt genuegend makrelen und andere fische,um die riesige herde zu sättigen.ein bulle frisst bis zu 1,5 tonnen davon pro jahr.----------er watschelgang der tiere hat was hilfloses an sich,geformtes fett auf flossenähnlichen füssen,so kommt es mir vor.
in einer naheglegenen lodge sehen wir von der terrasse aus ein gestrandetes schiff.das passiert hier nicht selten, dass schiffe auf grund laufen.das salzwasser lässt die schiffe rosten und sie fallen auseinander, irgendwann........skeleton bay nennt man diesen küstenstreifen auch.einheimische wollen uns edelsteine verkaufen.ich denke immer wieder an die armut derer,die hier seit jahrhunderten leben.es läuft so einiges schief auf diesem planeten.
auch die schwarzen ovambos und hottentotten hielten sich klippkaffern als sklaven.es sind also nicht nur die weissen, die schwarze unterdrücken,sondern schwarze unterdrücken schwarze und beuten sie aus.was aber die deutschen mit den hereros angestellt haben, ist aber auch dadurch nicht zu entschuldigen.eine entschädigung lehnte die deutsche regierung vor einigen jahren allerdings ab.
was mir in den lodgen auch auffällt,ist die vereinzelung der reisenden.an 4 tischen sitzen 5 menschen,die allesamt auf ihre digitalbildschirme starren.man spricht nicht mehr miteinander,und abends sitzen sie dann vor den fernsehern wenn einer da ist. eine inflationär-autistische nicht-kommunikation hat sich weltweit breit gemacht,-------- denke ich an meine reisen vor der internet- und smartphonezeit,so wird mir ganz anders.man sass doch abends in den hotels und cottages zusammen und sprach miteinander und tauschte sich aus.
nichts mehr davon ist vorhanden.nur einmal treffen wir einen jungen mann,patrick, der von seinen schifffahrten berichtet. er reist ueber die ozeane und arbeitet als ingenieur kostenlos gegen arbeit durch die welt.welch freude, sich so zu unterhalten.
obendrein wird man mit inflationären digitalen bilderwelten zugemüllt, denen man sich kaum entziehen kann. allein in deutschland werden mehrere milliarden bilder jährlich geschossen...........wer schaut sich die eigentlich an.andauernd wird ueberal fotografiert.aber ich fürchte, ich wiederhole mich...
...wie gesagt,die entfremdung des menschen mittels technik ist auf dem allerbesten wege.da lob ich mir die buschmänner, die das alles ignorieren,obwohl sie sicherlich darüber wissen.aber so einfach ist es natürlich auch nicht.goethes zauberlehrling kommt dem schon näher.,denn eine romatische sichtweise auf naturvölker hab ich mir auch abgewöhnt.zu komplex ist menschliches verhalten unter bestimmten bedingungen.
und immer wieder einladungen.
so wie neulich.bei eva und ihrem indischen mann nebst aufgeweckten sohn julian,der flieger werden will wie p´s bruder.
ein riesenhaus,alles in weiss,sogar die böden.pool und offene,klare eckige formen, sehr puristisch.und die oma aus muenster war auch da. aussteigerstories bis zum abwinken, ich schliesse die augen und sehe mich wieder in gomera, portugal und ibiza.wie sich diese stories ähneln, erneut,dabei soviel zwischenmenschlicher murks und disharmonie, verrat und missgunst.obendrein gibtman sich auch gern mal die kugel hier.gern vor den augen der lebensgefährtin.
nicht in dieser familie,aber die münstersche omi,westfälische lehrerin,machte bemerkungen ueber swarkopmund,die treffend und ehrlich rueberkamen.
die sind hier nicht alle ganz klar im kopf,meint sie.
ich denke, das stimmt.aussteigerdramen scheinen vorprogrammiert zu sein, egal wo.
tagelang sind wir auf achse,die fahrerei strengt an.wir beschliessen,wieder nach swkm zu fahren,es reicht auch erstmal.nacken und rücken schmerzen.es ist eben nicht agadir 1974,sondern namibia 2014.welch ein unterschied.aber ich bin ja noch da.lediglich mein interesse, die welt kennenzulernen hat naturgemäss nachgelassen.alle 5 kontinente habe ich besucht,mehr oder weniger intensiv.nun spüre ich einen gewissen sättigungsgrad,und das ist gut so.
wie sagte hölderlin in seinem gedicht"abendphantasie:"
DOCH ENDLICH ,JUGEND,VERGLÜHST DU JA ,DU RUHELOSE,TRÄUMERISCHE,----FRIEDLICH UND HEITER IST DANN DAS ALTER....................das werden wir dann sehen.
alles zu seiner zeit.
ich mach jetzt erstmal schluss.da ich hier im haus nicht am internet angeschlossen bin,muss das erstmal reichen,den rest gibts dann irgendwann später.oder garnicht.
ausserdem sollte in allem auch ein wenig das geheimnisvolle bewahrt bleiben,sonst wird die welt immer vorhersehbarer und offenkundiger,und das wollen wir doch nicht unterstützen.
wenn schon die magie des augenblicks auf den altären der dauerkommunikation geopfert wird,dann wenigstens nur temporär.ich mach da eh nicht mit...........facebookopfer können das gerne tun.nach dem motto:hallo, jetzt bin ich hier und gleich bin ich da.
hase und igel,blöder gehts kaum.wenn das das von den hippies beschworene wassermannzeitalter sein soll.........nööööö....
eine letztlich fortwährend dargestellte egokultur,die alle ueberfordert und wo nichts mehr bleibt als inflationäre omnipräsenz von allem und nichts.nur noch pure oberfläche von zeichen und orten,nichts geht tiefer als skindeep.watchout for the skindeep sangen die stranglers schon 84.
dazu die immer mehr wachsende ungeduld,die die menschen wie eine krankheit befallen hat,gepaart mit gleichzeitiger depressionsheischender langeweile.wer hört wem noch zu???
der moderne mensch wird mehr und mehr aus sich herausfallen, wenn er so weiter macht. die einzigen ,die davon profitieren sind die konzerne der zeitverwaltung resp. hersteller all dieser maschinen ---momo lässt grüssen.---- und die psychotherapeuten und pharmazeutikfabriken mit proszak und tranquillaisern.schade, dass es soweit schon gekommen ist.
aber die spitze des berges ist ja nicht einmal erklommen, es geht ja weiter mit der verblödungsmaschinerie.und keiner merkt es.aber wie eugen roth schon sagte: am leben krankt nur ,wer gescheit, gesunde dummheit bringt es weit.....................
.
es ist alles eine frage des maßes.
das rechte maß.mir scheint, das ist der kern des dilemmas.denn schliesslich ist auch das geschriebene hier mittels pc entstanden.aber nebenher benutze ich noch papier und lese richtige bücher.
in diesem sinne zitiere ich hilde knef.................
.es war nicht meine schuld.................ich bitte um geduld...
januar 2015
tage später.........
lona kommt die 780 km von der angolischen grenze hergefahren und holt timbee ab, die den ganzen nachmittag schon bei uns ist und auf sie wartet.lona ist die chefin ihrer mutter auf der farm ,auf der sie arbeitet.die kleine ist 16 und spricht perfekt deutsch.anmutig und gut erzogen,aber natürlich auch mit smartphone auf der couch hockend anstatt mit uns zu reden.lona hat eine pferdefarm in der einsamkeit der wueste und baut nun eine lodge mit campingplatz dazu.heiteres landleben in der wilden natur,nahe dem mpuku river,also ziemlich weit weg. aber timbee soll nach germanien kommen nach dem abitur,zukunftsaussichten für junge leute sind hier eher duenn.sie erzählt anschaulich,was da oben los ist.nicht der dritte stock, das muss ichneidlos zugestehen,aber in der hitze und einsamkeit ,mit einem etwas arg einfach gestricktem lebensgefährten,das kann auchnicht jeder, aber was kann man schon.der dritte stock im berliner winter ist ein gefängnis,je nachdem wie gross der ausdehnungsdrang ist.kant war im kleinen königsberg offensichtlich sehr zufrieden,hardy krüger musste immer wieder in die welt hinein und blieb nicht dekaden am renaissancetheater hocken, so unterschiedlich sind wir menschen nun mal.
astrounterricht ist termporär erfolgreich, natürlich will man als schüler gleich alles können, aber das geht nun mal garnicht, das einmaleins muss sitzen,uranische ungeduld muss ich abschmettern.wasnicht leicht ist bei den beiden damen.dbei bin ich auch nur einbegrenzt guter lehrer,das sehe ich ein.
beim frühstück lese ich eine stelle aus meinem derzeitigen lieblingsbuch vor.es geht um die ausformung des gewissens.gefällt uns besser als ueber parkplätze in swkm zu reden,was ja ellens lieblingsthema ist.aber nach dem anschlag auf charlie hebdo in paris kann m an natürlich darueber rätseln, inwieweit gewissen und vorstellung kollidieren.altes thema,und es ist nicht damit getan zu bemerken, die menschen seien eben dumm und lernten nicht dazu.das ist mit verlaub etwas zu grob interpretiert. es gibt massengräber und kathedralen,also es gibt immer alles,in der ausformung ist das menschliche dasein von endlosem facettenreichtum geprägt.in der astrologie bekommen wir einen eindruck,auch vom widersprüchlichen in uns .
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not very sophisticated" würde der engländer sagen zum allgemeinen swarkop-energiefeld des geistigen spektrums.......in der tat liegt ueber allem hier ein leicht dumpfer touch, eher mars energie,vor allem die männer.machoattitüde, nichts sensitives, alles eher grob.man fühlt sich nicht hingezogen, zu keinem. daher war die begegnung mit doris j. aus muenster gestern ein romantisches highlight.tochter e. lebt hier mit indischem mann und 2 kindern.wir erinnern uns ,das schöne weisse haus.und julian...
ich treffe beim frühstück im gruenen wieder doris j. aus muenster.
sie entpuppt sich als droste hülshoff kennerin und schreibt kinderbücher.u.a. DIE DROSTE FÜR KINDER...
auf tuchfühlung mit der droste.im agenda verlag.sie erzählt anschaulich und erwähnt im kontext romantischer lyrik auch meinen lieben hölderlin.....,hölderlin in swakop.,da wird sie die einzige sein,die ihn zitieren kann. annette v. d.h. auf der afrikanischen wiese. sehr schön.westfälisches bildungsbürgertum vom feinsten,ich kenne diese menschen ja gut.aber sie ist eine ausnahme,da sie befreit ist von dieser münsterländischen starre,die vielen anhaftet,geistige starre.sie ist trotz biederer erscheinung ein besinnlicher freigeist,leidet unter dem frühen tod ihres mannes.
immer wieder wirkt schicksalhaftes in unseren leben.
danach gab es provinzielles reitturnier in strandnähe,----joachim witt lässt grüssen,rein musikalisch.
sam ,dem hausboy zeige ich meine leicht sonnengerötete haut.............you must take cream.ich berühre seine schwarze haut, samtweich kommt sie mir vor, schöner anszusehen als die meinige,but what to do?. für 5 wochen wuerde ich gern tauschen.................länger vielleicht auch nicht,denn die in der city herumstehenden schwarzen sind ganz offensichtlich nicht besonders glücklich,sehen die reichen weissen in ihrem auch hier sichtbaren konsumberauschten dasein.
der abendländische eroberungsgeist ist stark ausgeprägt,dort,wo er sich festgesetzt hat,will er freiwillig nicht weichen.
der mind der nativen funktioniert eben anders.die arbeitsmoral der deutschen erscheint mir diametral entgegegesetzt zur namibischen.nichtstun gilt bei uns in germanien eher als schändlich, hier scheint es natürliche attitüde.rumstehen,sitzen, gucken,warten, und das alles in zeitlupe.die idee an ein morgen ist eher nicht vorhanden.africa is sleepy people.......... sang david bowie auf LODGER.
(bowie ,fällt mir grad auf, wird heute 68.------wo steckt mein alter freund?man hört nichts mehr, aber ich höre ihn .LOW und HEROES,die beiden ruhigen seiten, entführen mich immer noch in surreale,obskure und weite sound- welten.nach mehr als 35 jahren.danke dafür mr. jones.and many happy returns of the day..)
gestern
auf dem rad weht mir vom fahrtwind der hut auf die strasse.gleich springt ein schwarzer hinzu und will ihn aufheben.hier bekommt alles gleich einen apartheid-touch,obwohl die bekanntlich juristisch aufgehoben ist.aber nur offiziell. unterm strich bleibt die grundenergieweiterhin apartheidlich.
sam ,der hausboy,wird heute von p. bodygepainted,in den dünen.ich bin gespannt....................tiefdunkle haut mit hellen farben auf schönem körper.
wieder waren wir in der kleinen künstlerkolonie am stadtrand.ich hab ein flugzeug erstanden von ras dem rastamann.aus alten coladosen gezaubert, wunderbar.kronkorken als räder,die nase aus dem drehverschluss einer flasche.es lebe die fantasie.
nun wird wieder gemalt ,in der mittagshitze.bin nicht zufrieden mit meinen aquarellkünsten.
tommi jauds "HUMMELDUMM " spielt während einer guidetour durch namibia. gut, dass ich das nicht erleben muss.aber zum lesen köstlich.ich lese natuerlich immer wieder zusätzlich den namibiaführer aus der charlottenburger bibliothek.allerlei wissenswertes.
u.a. steht da zu lesen,dass die SAN, also die buschmänner im norden des landes, eine gute und eine böse gottheit kennen,khutse und gaua.ausserdem glauben sie an eine allgegenwärtige magische kraft ,die ueberall gegenwärtig ist.
wegen der fähigkeit zu teilen hatten die SAN es nie nötig,sich untereinander zu streiten oder krieg egegen andere stämme zu führen.
leider sind viele derart entwurzelt, dass sie auchdem alkohol und der prostitution anheim gefallen sind,die AIDS -rate ist ungemein hoch.
aberglaube und medizinische unkenntnis vermischen sich hier und treiben die aidsrate in die höhe, immer noch.
aber im kongo ist alles noch sehr viel schlimmer,afrika ist ein leidvoller kontinent.armut und elend und dazu die unglaubliche hitze.
hier in swkm sind grad mal 23 grad am morgen,mittags 29. schon 30 km landeinwärts knapp 40. nichts fürmich, ibizas juli und august lassen grüssen.diese angenehmen temperaturen machen es u.a. möglich, reitturniere im niedersächsischen stil durchzuführe, so wie gestern hier im ort.p.musste natürlich dabei sein und uebergab einen preis.ich erinnere mich an m ein ejugend,wo ich ueber jahre am sonntag mit den eltern die nachmittage auf derartigen springturnieren verbrachte, da meine kusinen dabei waren und mein onkel pferdehalter war. offensichtlich besteht da eine dauerschädigung, da ich nach einer halben stunde gehen musste und lieber zuhause die essaisvon de montaigne las
.zeit verplempern ist mit 64 nicht mehr angesagt.im alter heisst es,stringent den eigenen intentionen nachgehen,selbst wenn es anderen nicht in den kram passt.
anita ekberg ist auch tot.das muss man auch erstmal schaffen.wegen körbchen- uebergrösse und einem bad im trevibrunnen in den 50igern 83 jahre lang berühmt zu sein,das ist auch eine leistung.
ein schwarzer fussballspieler bei einem deutschen fussballclub verunglückte tödlich bei einem verkehrsunfall.mit 20.,was ja bedauerlich ist. aber dass heute und tagesschau darüber an 2 tagen berichtet,ist schon der hammer.dazu natürlich wieder eine kurze einblendung eines kleinen altares an der unfallstelle mit grablichtern und dem unvermeidlichen kleinen pappschild mit der frage WARUM?
ja, warum, warum warum warum.??????
wie blöd muss man sein um ewig neben diesen teelichtern und nelkensträussen dieses WARUM? zu plazieren?
WARUM? DARUM!
halbzeit in namibia,.die zeit ist eh die peitsche der menschen,aber das wissen wir ja bereits seit schopenhauer.
mehr dann im letzten teil---------------------------------------------
----------hanuta mekanta.
heisst nicht...leckeres waffelgebäck,sondern auf wiedersehen
( in der ovambo sprache.)
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