Samstag, 31. Januar 2015
NAMIBIA 2015
zweiter und letzter teil ...
lydia kommt zum fühstück,eine ehemalige deutsche gymnasiallehrerin,die hier seit 12 jahren ,nach ihrer pensionierung,versucht, deutsche strukturen zur verbesserung des swarkopmunder lebens für die minder priviligierten umzusetzen. sie erzählt von den gegeben politischen und sozialen umständen und ihrer arbeit.seit einigen jahren setzt sie sich ein,baut kindergärten auf und kümmert sich um behinderte und sozial schwache.sie erwähnt, wie letztendlich all ihre bemühungen mitunter ignoriert werden von den einheimischen,die von der denkstruktur her oft nicht einsetzbar sind für ihre vorhaben.
so erreichen von 30 schülern der hotelfachschule 2 das ausbildungsende,von 100 schülern sind 3 maximal motiviert, im sinne zukunftsorienter ideen ihren ehrgeiz zu aktivieren.
mädchen werden von männern geschwängert,die sie hinterher sitzenlassen, und das ab dem 12 lebensjahr.die pille, obwohl kostenlos, darf nicht genommen werden, da ,falls die männer das herausfinden, die mädchen und frauen mit gewalt rechnen muessen.die kindersterblichkeit geht bis in die 45 prozent, unerwünschte babies werden entsorgt, auf deponien hinterlassen oder den schakalen ausgesetzt.ich kann es alles nicht glauben,aber sie ist durch und durch davon überzeugt, dass die nativen erheblichen anteil an ihrer misere haben,soweit unaufgeklärtheit und mangelnde bildung und ueberholte glaubenssysteme daran schuld sein können.nebenher schimpft sie auf die egomanischen bereicherungstendenzen der politiker und belegt deren auf eigenen vorteil bedachtes vorgehen mit beweisen,die sie darlegt, was kommunalpolitische fakten hier in swkm angeht..
ich finde es rührend, wie sie trotz all dieser tatbestände ,und viele habe ich hier nicht erwähnt, im kleinen immer wieder weitermacht. sie näht taschen,damit plastiktüten aus dem verkehr gezogen werden,stellt decken her und verkauft diese für die finanzierung ihrer projekte,sucht sponsoren in deutschland und findet sie auch, unter anderem unterstützt sie der fernsehmoderator elton.
ihr engagement,da sie auch nicht mehr die jüngste ist,ca 68, ist bewundernswert,ihr optimismus offensichtlich unbegrenzt.hut ab!!!
afrika ist nicht recht beizukommen,fürchte ich.die grundsätzliche philosophie, wenn es eine ist,scheint fatalistisch ausgerichtet zu sein,auch entwicklungshilfe scheitert oft an der ignoranten haltung der eingeborenen.der entwicklungsdienst baut brunnen, die pumpe ist defekt und niemand interessiert sich dafür, wie sie repariert werden könnte. da farmen von weissen zunächst an das land verkauft werden muessen, gehen diese oft, in parzellen aufgeteilt, an einheimische ueber,-nach 3 jahren ist alles abgewirtschaftet,die blühende farm ist zerstückelt und am a.....so sei es eben,sagt sie.
ich finde es bedenkenswet, denn es scheint so zu sein von marokko bis kapstadt,in nuancen unterschiedlich,---das ist es,was mir das altmann buch bestätigt, das ich neulich in berlin las.welchen anteil letzten endes in den betroffenenländern die weissen ehemaligen kolonialherren und landesaufteiler daran haben, kann ich hier nicht analysieren,auf jeden fall ist afrika ein desolater kontinent.
und die chinesen kommen jetzt, um es erneut auszubeuten. in windhoek haben sie eine fabrik gebaut,textilherstellung, nach 5 jahren sind sie wieder abgezogen, nachdem sie die umwelt verpestet und die menschen ausgebeutet haben.
die verirrung der moderne ist die sucht nach profit. so ruiniert dieser dumme menschliche drang den planeten und seine bewohner.
am nachmittag erlebe ich afrika von einer ungeahnten seite.während einer radtour zum local liqeur shop,um meinen leckeren amarula zu holen, zieht sich eine wolkenwand ueber dem meer zusammen, der wind wechselt und wird regelrecht kalt,ich hab nur ein hemd an und beginne zu frieren.
ei, wer hätte das gedacht? dafür wirds dann wieder warm im inland, der trip geht morgen los, 4o grad werden angemeldet.für den sueden-------- richtung marienthal.
ON THE ROAD AGAIN
hiess der titel von canned heat im woodstock film,und p.fühlt sich auch so,nomadendasein ist ihr ding.ich kenne das gefühl auch, bin aber mit dem körperlichen aspekt weher füsse schon etwas beeinträchtigt.jedenfalls packen wir all das in den toyota ,was wir für die tour brauchen ,und schnallen uns an.für mich ist es im auto relativ eng, da meine langen beine hinten hinter mama i. nicht besonders viel platz haben.los gehts.morgens um 9.man nennt das hier, in anlehnung an AFRIKAANS -- auf PAD gehen......
marienthal war in meiner muensterländischen heimat das synonym für eine klappsmuehle südlich von münster,hier ist es der name eines kleinen ortes.,einige hundert kilometer von swkm.entfernt.
aber vorerst muessen wir noch bei johanna vorbei,eine deutsche bekannte der familie,die auch ueber den pferdekontext mit p. verbandelt ist. von ihr hat p. vor jahren ihr erstes pferd in namibia bekommen.ihre farm mit etwa 30 pferden befindet sich an der grenze zum NAMIB NAUKLUFT PARK,nicht weit von SOLITAIRE entfernt,einem winzigen ort,der eigentlich nur als markierungspunkt in der endlosen weite des landes gilt,mit einer tankstelle und einer bäckerei plus cafe.
es geht wieder los,grenzenlose weite und schotterpisten ,hier PADS genannt ,ohne ende. ein gerumpel trotz guter stossdämpfer, obendrein scheint der garagenmechaniker die hintere tür doch nicht richtig fixiert zu haben,sodass das schloss im scharnier rumeiert und quietscht.
der toyota 4 wheel hatte uns schon neulich treu gedient und uns nicht im stich gelassen,obwohl man hier sich recht schnell einen plattfuss einhandeln kann,spitze steine gibts es zu millionen gratis.genuegend wasser muss man auch dabei haben im falle eines falles.es kann immer mal sein,dass man liegen bleibt und andere autos nicht anhalten bzw. erst garnicht erscheinen.wir fahren durch die kuiseb canyons, dort, wo henno martin und hermann korn, die beiden o.e. geologen,versuchten ,sich dem 2 weltkrieg zu entziehen.das buch hatte ich neulich mit begeisterung gelesen. zerklüftetes granit- bzw. schiefergebirge ,nicht sehr weit von swkm. entfernt.hier kann man sich gut verstecken,ich kann ihre wahl gut verstehen.,denn sobald man die piste verlässt,erwartet einen lediglich wildes gelände mit ueberhängendem gestein und höhlenartigen einbuchtungen.ich freue mich,dass ich das jetzt selber sehen kann,wo sich die beiden ueber zweieinhalbjahre aufgehalten haben. ohne grosse zivilisatorische hilfe, bis auf ihr auto und andere technische apparatur wie radio und gewehre ,haben die beiden in der wilden natur inmitten all ihrer fauna und flora überlebt.ein grandioses buch,aber das erwähnte ich bereits.
noch vor solitaire halten wir nach stunden in einer lodge namens ROSTOCK RITZ an und essen zu mittag.wenn es keinen hinweis gegeben hätte am strassenrand, und i.,die wirklich bereits überall war in all den jahren, es ohnehin gekannt hätte, wuerde man nicht denken, dass es ein so komfortables lodge hier mitten in der landschaft ueberhaupt gäbe,incl wifii und erstklassigem essen.
bis solitaire fahren wir dann nochmals 2 stunden und tanken auf, nicht ohne den hervorragenden apfelkuchen als verspäteten nachtisch zu verspeisen,----also, ein deutscher bäcker hier im out of nowhere,unglaublich.
der tankwart meint lapidar, es sei im moment eher kühl mit 35 grad, gestern sei das thermometer auf 46 grad geklettert.nichts für mich.zu heiss.
dann gehts zum endspurt zu johanna auf ihre gästefarm, mit traditionell-familiärer gastfreundschaft-gegen kräftig bares,aber das ist ja bekannt.8 doppelzimmer mit bad und swimmingpool mit integriertem landwirtschaftsbetrieb auf einem grossen areal erwartet uns.bevor wir die letzten kilometer hinter uns bringen,zieht am horizont ein kräftiges gewitter auf,blitze zucken und die ersten pfützen werden durchfahren,es hat also schon geregnet vor unserer ankunft.
als wir 30 minuten später erscheinen,werden grad die letzten wasserlachen auf der terrasse gewischt, die luft ist klar und die erde dampft. johanna empfängt uns und freut sich ueber die 90 eier, die wir ihr mitbringen.der nächste ort für sie zum einkaufen ist windhoek, drei stunden von BÜLLS PORT,so der name der farm,entfernt.
p.und sie machen zusammen mit ouma i. nach dem begrüssungskaffee einen ausflug zu den pferden, denn hier werden ausritte und reitunterricht für kinder sowie ein- und zweitagesausritte mit uebernachtungen angeboten.ich muss mich erstmal in die waagerechte begeben nach der langen fahrt und lese eine runde in USTINOVES REISEN,very sophisticated wie man sich denken kann, mit viel humor beschriebene reisen und zustandsbeschreibungen von städten und ländern in den 90iger jahren.
ustinovs schreibstil hat typisch englisches understatement und bringt einem sachverhalte und erlebnisse auf sehr subtile weise ins bewusstsein.dann mache ich ein nickerchen und einen kleinen spaziergang ueber die ranch. im stall treffe ich den schwarzen schmied johannes, der grad einen hengst neu behuft.als die damen wiederkommen, gibts es kruze zeit später das abendessen, dass wir gemeinsam mit den farmangestellten und einem schwedischen ehepaar einnehmen. es wird serviert von der blonden prakitkantin helena, die hier auf der farm seit monaten arbeitet,langsam aber auch mal wieder zurückkehren wuerde in die europäische zivilisation.ich kann ihr nachfühlen, so ein huebsches junges mädchen hier tagein tagaus in der erimitage einer wuestenfarm.da fehlt doch auch nach einiger zeit die abwechslung.
johannas mann ist nicht dabei,ihr zweiter sohn hat vor tagen die heimreise angetreten ,da er in aachen studiert.ihr erster sohn starb 23 jährig vor 4 jahren durch einen unfall hier auf der schotterpiste.genickbruch ,alle anderen stiegen heile aus dem auto.schicksal ohne chance.
der abend verläuft mit munteren gesprächen während und nach dem abendessen.da man zusammensitzt an einem tisch, ist das pferdethema natürlich der fokus,da alle anwesenden,bis auf mich und die schweden, pferdenarren zu sein scheinen.der schmied, der hier mit seinem gehilfen johannes die tiere beschlägt ueber mehrere tage,wilhelm, ist auch dabei. der erzählt, dass er sogar 2 zebras gezähmt habe,die nun munter mit menschen auf dem rücken durch die gegend hoppeln. er hat ausserdem einen oryx gezähmt, der nun als esel dient und karren zieht.
oryx gibt es ,nebenbei bemerkt, auch als gulasch verkleidet zum hauptmenue,dazu schöne gemuese und zum dessert malve pudding.
hier in der pampa zu leben, ist eine herausforderung,hitze und wasserarmut sind themen, aber johanna scheint hier ihren jupiter gefunden zu haben,sie ist sehr empathisch und strahlt,wenn sie ueber ihre entscheidung, 1989 hier herzukommen, berichtet. nicht einen tag habe sie bereut.happiness is a good place to be ... meint sie.
zwischendurch gibt es wieder regenguesse, ueber die alle sehr froh sind. jedes jahr kommen unterschiedlich grosse mengen wasser vom himmel, ueber jeden tropfen freut man sich.. das ist in deutschland ja nicht unbedingt der fall.im august hat es jeden tag geräääägnet,meint ouma i.
i.erheitert mich mit ihrem sächsischen slang andauernd.neulich gab sie ganz ahnungslos und in einem besonderen zusammenhang das wort MASCHENDRAHTZAUN von sich, in genau der tonart, wie raab vor 16 jahren diesen song fabriziert hatte.köstlich auch ihre trockenen kommentare mitunter...........
....auch eintönisch hier die landschaft,immer dasselbe...........
.......sie ist der wandelnde pragmatismus,aber immer mit humor, wir lachen viel.
ihre regieanweisungen treffen allerdings bei p. manchmal auf granit, und man blafft sich an,aber das scheint der umgangston zu sein, den beide seit jahrzehnten teilen.sowas kenne ich nicht,aber man kann sich dran gewöhnen,wenn es nicht zum dauerzustand wird.jedenfalls ist die luft immer klar und unangespannt.man drückt sich aus und findet einen weg,sich zu einigen.das klappt.dann ist i. wieder das samtohr und mütterlein. und ich schwinge einfach mit,was die beste lösung zu sein scheint, denn zu dritt kann eine kleingruppendynamik nur funktionieren, wenn einer die fdp macht, und das bin ich, denn ich bin der gast.
unter dem kreuz des suedens ,was ich spätabends am sternenhimmel aufgehen sehe,rauche ich noch eine zigarette.............ich bin der einzige,der in namibia raucht, so kommt es mir vor.ueberall gibt es verbotsschilder und man hält sich dran.schlimmer als los angeles.
der himmel ist gewaltig,es funkelt und blinkt,selbst auf ibiza habe ich solch sternenfülle nicht gesehen. man staunt und schaut und schaut und staunt.die milchstrasse ist erkennbar, ich sehe auch zwei nebelartige phänomene,die keine wolken sind, da sie sich nicht bewgegen. es muessen galaxien sein, die in den weiten des universums hier noch optische spuren hinterlassen.unglaublich,wie klar und rein hier der abendhimmel erscheint. ich sehe orion und die plejaden und erkenne jeden stern einzeln, rigel, sirius.
dann kommt der schwarze schmied zufällig noch vorbei und lädt mich ein in seine scheune.piekendes stroh......
morgens wecken mich früh tiergeräusche ,die ich nicht einordnen kann.vögel kreischen und meckern und krächzen,und zwischendurch das freudige wiehern der pferde, die nun offensichtlich mit gastreitern die landschaft erkunden.
nach dem leckeren frühstück gehts früh los richtung sossusvlei.wir schenken johanna die mitgebrachten eier ( ihre hühner werden dauernd von wildieren gefressen) und verabschieden uns von wilhelm und helena.
rumpel die holper gehts wieder weiter, die landschaften namibias erreichen mich nun langsam mit der strahlenden kraft ihrer unterschiedlichkeit und gestaltung. auch farblich gibts immer wieder neue ueberraschungen.lindgrün wechselt mit weissen gebirgen am horizont,plötzlich wieder tüpfelgras an hängen, baumstrassen auf wasseradern durchziehen gelbliche sandebenen,dann wieder felsformationen aus lava ,vor 200 000 jahren dahingegossen.das wechselspiel von farben und gestaltung zieht langsam an uns vorbei und ich begreife, weshalb namibia für viele ein traumhaftes reiseland zu sein scheint.
endlose weite, nichts als heilig,.........w. whitman.oder wer wars?
man schaut und schaut und kaum jemand ist ueber stunden zu sehen,allenfalls eine herde zebras und strausse und grasende antilopen.zwischendurch ein anderes auto oder caterpillar,das die schotterstrassen ebnet,da sich ueber die monate durch das befahren immer erneut wellblechartige strukturen bilden, die das auto und die menschen belasten durch dauergeschuettel und lärm. immerhin hats zwischendurch auch ruhige abschnitte ohne bandscheibenalarm.
nach einigen hundert kilometern südlich sind wir am WENDEKREIS DES STEINBOCKS,der hier durchgeht,weiter bis rio,nördlich von brisbane durch queensland und dann unter polynesien hindurch wieder richtung afrika.fototime.
gegen mittag erreichen wir dann das gebiet, indem die höchsten duenen der welt zu finden sind.SOSSUSVLEI s höchste duene ist um die 280 meter hoch.die duenen bilden ein dynamisches ,sich ständig veränderndes system.mit einem farbspiel von goldgelb und ocker bis zu orange,von kastanienfarben bis zu intensivem ziegelrot,das je nach tageszeit blasser oder kräftiger ist,bilden diese duenen im ersten und letzten tageslicht ein optisches kaleidoskop von grandiosem ausmaß.
wir passieren das parkgate und werden dann in unsere lodge dirigiert.die sossus dune lodge ist ein aus mehreren kleinen ,strohgedeckten chalets bestehende anlage, die sich an einen berghang befindet.ringsumher nichts als berge und wueste.der manager, dessen stimme direkt aus dem zweiten chakra kommt, mit der verlangsamten und gedehnten aussprache ,die viele native hier besitzen,weist uns ein. inzwischen hat das thermometer auch seine knapp 40 grad erreicht ,und ich verstehe, wieso die afrikaner nicht die dynamik und impulsive lebensbewältigungsenergie aufbringen wie die nordeuropäer. man kann bei dieser hitze nur mit runtergeschaltetem lebensmodus agieren,und herr herbert tut das hier nicht n ur stimmlich,auch seine bewegungen sind langsam und entspannt.wir setzen uns und er erklärt uns ,wie es hier zugeht. sehr angenehm.wir haben jeweils eine wohneinheit und richten uns dort ein. alles ist aus holz,auch die duschen,wunderschöne räumlichkeiten, die sich völlig in die umliegende natur einfügen,kein beton kein sonstwie störender architektonischer suendenfall-von weitem sieht die anlage aus wie ein nativer kral.
es wird so heiss, dass ich mich nicht aus dem schatten in den pool wage. bei dieser uv strahlung wäre ich in 10 minuten hummerrot.herpes gratis,und davor sei der himmel.bisher hab ich gut aufgepasst.mit erfolg.
also bleib ich bis um 6 drinnen und meditiere eine kleine runde ueber das,was ich ueber afrika weiss.mir fällt DIE WEISSE MASSAI ein,das buch der schweizerin,die sich in einen massaimann verliebte und mit ihm in seinem dorf lebte für einige zeit.dann ein roman von b.wood, ROTE SONNE;SCHWARZES LAND,ebenfalls ueber das traditionelle kenya zur zeit kenyattas, tansania kommt mir in den sinn,grzimek mit seinem wunderbaren film
SERENGETI DARF NICHT STERBEN,das buch hab ich mit 12 verschlungen, den film mehrmals gesehen.natürlich
AFARIKA; DUNKEL VERLOCKENDE WELT von karen blixen,die vorlage für den film mit miss streep,
SCHNEE AM KILIMANDSCHARO mit hilde knef,ein film aus den 50igern.
HATARI ,mit john wayne.
micheners VERHEISSENE ERDE lag ewig bei mir in ibiza rum, gelesen hab ich es aber nie.dafür mit 10, -DER SCHATZ IM DSCHUNGEL; ein boje buch.
der schöne film GORILLAS IM NEBEL kommt mir in den sinn,weaver als forscherin der berggorillas in kamerun.spielte TARZAN auch in afrika?
klar.und musikalisch wie bereits erwähnt.BLACK LADYSMITH MOMBASA und FELA.
mehr fallen mir grad nicht ein.ausser natürlich MIRIAM MAKEBAS wunderbares PATA PATA von 1973.
den maghreb lass ich mal aus.schwarzafrika ,also mit r und nicht mit n,ist eine andere tasse tee.a propos.was meinte gloria von t.u.t. ihrerzeit in einer talkshow? preisfrage!
zum sonnenuntergang treffen wir uns auf der terasse zum dinner.neben dem pool huepfen kleine klippspringer und erdhörnchen,xerus inauris.sie sind durstig, wir sind hungrig und bestellen uns vegetarisches,gemäss dem motto:es muss nicht immer oryx sein.am strahlend blauen abendhimmel geht ueber einem berg im westen die venus auf,langsam versinkt die sonne ,und ein leuchtendes orange zieht sich unter einem fast türkisenen band entlang.nach und nach erscheinen die sterne,wie seit jahrmilliarden,ein frischer wind kommt auf und es wird kühl auf der ausladenden terrasse.unser sundowner besteht aus gin und amarula, meinem lieblingslikör aus namensgleicher frucht,die flasche mit dem elefanten drauf.
wir muessen früh zu bett, gehen langsam zu unseren kleinen chalets, wo man die moskitonetze in der zwischenzeit herabgelassen hat. von moskitos allerdings hier in der trockenheit keine spur.sie lieben das feuchte.umso besser. auf der chaletveranda trinken wir uns nett und i. erzählt ueber ihre flüge mit ihrem sohn ueber namibia vor jahren, als er noch lebte.auch hier im lodge war sie schon vorher gast gewesen, die landepiste für zweimotorige liegt nicht weit von hier.p. ist angesäuselt und will von uns die ERKENNTNIS DES TAGES für ihren tagebucheintrag.
mir fällt nur ein...stille heilt den geist, dieser einfall kam mir am nachmittag auf der liege,als ich von keiner seite her auch nur ein einziges geräusch hörte.wie auf der farm von jock und amalin in kyneton.
du bist ein quälgeist....hör auf mich zu nerven,jeden abend dasselbe.SCHLUSS JETZT MIT DER DÄMMERSTUNDE!!!!
o-ton ouma. wir müssen lachen.ouma macht das licht an und ich verdrücke mich lachend in mein eigenes quartier.mit dem restlichen amarula gehe ich auf die eigene veranda,das kreuz des suedens geht wieder auf.die galaxien kreisen am himmel, in der nähe scharrt ein tier mit den hufen,tiefste dunkelheit und stille.ich geniesse es, weit weg von der welt der zivilisationen zu sein, sogenannter.
die nachbarn löschen das licht und ich folge bald,denn am nächsten morgen werden wir für die wüstentour in die roten duenen bereits um 4.30 geweckt werden.
ich werd schon von alleine wach gegen 4,mache meine uebungen und dann klopfts ,und dann mach ich mich fertig (da es frisch ist, zieh ich meine olle strickjacke ueber.)
dann kommt p. mit i. im schlepptau, somit gehen wir nach vorn auf die terrasse und trinken 1 kaffee und steigen mit 5 anderen in den offenen jeep ,zusammen mit steven ,dem guide .und 10 minuten später fahren wir erst mal eine stunde durch die dunkelheit richtung westen.hinter uns drei mittelalterliche schweizer, die offensichtlich viel spass haben und andauernd auf schwyzerdytsch rumalbern,auch kein ohrenschmaus....chchchchch......meine sprachenallergien werden immer ausgeprägter.
langsam wird es heller und als wir nach einer stunde aussteigen, blinzelt die sonne hinter den ersten dünen hervor.wir machen uns gleich auf den weg, der junge südafrikaner sprintet sogleich auf dem haarnadelfeinen dünenkamm steil den grat hoch........das geht bei mir inzwischen langsamer, wesentlich langsamer.
i.mit ihren nordic walking sticks ist entspannt.....hier war ich ja ooch schon mol...
..
wir latschen nun zu zweit den kamm entlang ,durch den schweren roten sand.hinter uns eine engländerin.es dauert ca. 3o minuten, bis wir die hälfte der höhe erklommen haben,das reicht. die sonne kommt nun in ihrer ganzen pracht mit den ersten strahlen ueber den horizont.farben ,licht und schatten bringen nun eine einzigartige symphonie im spiel der scharfen dünengrate zum vorschein,und wir schauen gebannt auf das sich verändernde kaleidoskopische spiel.grandios und spektakulär breitet sich vor uns die dünenlandschaft aus, unter uns das dead vlei,6oo jahre alte abgestorbene kameldornbäume versetzen uns in eine dalieske atmosphäre.wir setzen uns auf den kamm, die anderen sind schon einige meter vorangelaufen, aber ich will hier bleiben.
maggie, die auch aussieht wie eine englische maggie, setzt sich zu uns.ihr mann wackelt, nach 2 knie ops, wie sie uns verrät ,durch DEAD VLEI ,unter uns gelegen, eine art lehmpfanne in hellen tönen,sie dirigiert ihn von oben.klar, dass wir fotografieren,dieses einmalige schauspiel ist wirklich atemberaubend.runter gehts nach einiger zeit seitwärts mit nackten füssen durch den feuchten sand,ein sinnlicher genuss für meine armen füsse.dann kommen wir unten an.auf den uralten baumstümpfen setzen wir uns erstmal hin,um zu verschnaufen.das waren 28o meter in 3 minuten,schätze ich.
nach einiger zeit erkunden wir das tal.tiere sind hier nicht zu sehen, da das wasser seit etlichen jahren ausbleibt.aber ich erinnere mich an die eingangsszene zu kubricks ODYSSEE IM WELTRAUM, so wirkt das ambiente hier auf mich,traumhaft.kein einziger laut, ausser den schwyzern mit ihrem schwyzerdütsch,die sind auch eingetroffen.
komme mir jetzt vor wie in hummeldumm.aber nur für minuten, es gibt ja menschen,sie sind einfach immer präsent, akkustisch,----ich soll sie tatsächlich auch am johannesburger airport wiedertreffen, zufällig, wegen des gequatsches fallen siemir auch dort gleich auf............chchchchchc .........
(die traf ich dann später am airport in joh,- burg wieder,weil sie hinter mir wieder laut chchchch machten ....furchtbar.....)
maggie rutscht nun auch zu uns, ihr mann hockt schon leicht erschöpft auf einem der stümpfe. steven kommt nun dazu und erklärt uns,was hier geologisch passiert ist ueber die jahrhunderte.
aha.über jahrmillionen trug der ORANJE FLUSS sand von den lesotho hochebenen zum atlantik hinunter.von der flussmuendung transportierte der benguela strom, der ja auch an swarkop vorbeikommt,den sand die küste entlang gen norden.heute noch marschieren die duenen 20 meter im jahr.sie unterscheiden sich stark in ihrer form,doch alle haben scharfe hänge auf ihrer windseite und fallen steil im windschatten ab.
ein vogel setzt sich in eine der abgestorbenen baumwipfel und putzt sein gefider, schwarz weiss.welch wunderbare kontraste sich ergeben.rot,schwarz, graphitgrau,ocker, und nun, da die sonne mit voller kraft auf uns hinunterbrennt,der blaue himmel dazu,eine einzigartige komposition.DALI pur.nur ohne uhren.
später marschieren wir noch zur BIG MAMA,eine andere düne nicht weit von hier.auch i.finden wir wieder unter einem anabaum,sie hat wasser mitgebracht und tränkt kleine finken- vögel mittels eines blechdeckels,den sie eingesteckt hatte.sie kennt die kleinen flugakrobaten, klar.sie war ja ueberall,und das stimmt wohl auch.
dann gibts frühstück ,steven hat alles mitgebracht, von cornflakes ueber gekochte eier und käsebrötchen, dazu käffchen und tee. die kleine truppe geniesst das breakfast unter gottes freiem himmel.steven erzählt der netten japanerin, dass sein vater 43 kinder hat.er hat quasi das ganze dorf geschwängert.da haben wirs wieder, der schwarze, wie sagte gloria noch gleich.....?hatten wir schon.stimmt aber auch,was nicht ok ist, dass sie sich anschliesend umihre brut nichtmehr kümmern,mehr so wie bei fischen.
noch eine kleine verdauungstour durch die big mama abene und dann ist es bereits 10 und wir fahren wieder zurück in die lodge.
am wegesrand wieder oryxe und springböcke,strausse und ein kleiner schakal läuft vor uns davon.dann erreichen wir unser domizil und springen erstmal in den kühlen pool, das thermometer steigt minütlich auf ueber 30 grad.
auf dem weg in den naukluft park passieren wir die parktore ,und ein junger schwarzer fragt uns,ob wir nach swarkop fahren.noch ein passagier mehr,begeistert bin ich nicht,es ist eh eng genug bei mir hinten.aber p. stimmt zu und lädt ihn ein .er heisst jonathan und stellt sich als guide in der hoodia desert lodge.,spricht fliessend englisch und stellt sich als intelligenter und angenehmer mann heraus,der uns obendrein die verschiedenen landschafte vorstellt, die nun vor uns erscheinen.langsam begreife ich, was die menschen an namibia so fasziniert.das wechselnde spiel von form und farbe, die unendliche weite und stille, alle facetten dieses landes ziehen mich mehr und mehr in seinen bann.ich geniesse sogar das fahren auf den schotterpads,denn immer wieder ändern sich eindrücke und landschaftsformen, die felsformationen bringen eigenwillige strukturen hervor......einmal sehe ich in einer felsenkluft ein fliehendes pferd, ein andermal gesichter,ähnlich wie beim hanging rock in australien.
jonathan bietet sich sogar an, zu fahren.ouma will erst nicht, ich soll wieder ans steuer, aber in solitaire, wo wir wieder tanken muessen, steigt j. auf der fahrersitz und beweist, wieviel erfahrung er auf namibischen pisten er hat.so gehts auch.der tramper wird zum fahrer,wunderbar.
ich muss lachen,als er erzählt, dass er eine französische freundin hatte letztes jahr.....but she was too french......for namibia......ich kanns mir denken, eine pariserin hier auf dem land,ohne ihre ysl kosmetik, schwierig.
spät kommen wir in swkm.an,es reicht noch zum sundowner im TUG.am atlantik.das war eine schöne tour.jonathan setzen wir danach an der tanke ab, er wird abgeholt von einem freund...........danke, und gut dass wir ohne pannen und sonstwas wieder in unsere betten fallen dürfen.aber anstatt von einem remake des alten hardy krüger films DER FLUG DES PHÖNIX, man erinnert sich, da stürzen einige männer in der wueste mit dem kleinflugzeug ab---, der hier in der nähe gedreht wurde,träume ich von THOMAS FRITSCH,der ja alles von papa gelernt hat. jaja, das unterbewusstsein lässt uns jeden morgen rätseln.p.hat wieder reitturnierträume--- und ouma träumt nie.
IN DEN SLUMS VON SWARKOPMUND
heute früh fahren wir mit lydia nach mondesa und ins drc, das sind die townships bzw. wohngebiete für die nativen,falls man das so nennen kann.MONDESA ist legal und hat u.a.auch häuser aus stein, DRC ist illegal und nicht registriert und besteht aus zusammengeschusterten hütten,bar jeder beschreibung. ich war ja schon mal da.die hütten werden von bis zu 10 menschen bewohnt,man lebt auf minimalistischem konsumniveau,alkohol und drogen sind präsent.also auf deutsch hat man das ganze spektrum von elendsvierteln, wie es sie ueberall auf der erde gibt.
nun wird uns lore ihre kindergartenprojekte zeigen.
das sind meist kleine baracken ,die sie mithilfe ihrer sponsoren gebaut hat, mit kleinen sandigen vorhöfen auf dem sich etliche dutzend kinder tummeln.,wobei tummeln das falsche wort ist.bei rachel sitzen die 2 bis 6jährigen am tisch und man singt.hier wird vorschulunterricht absolviert.die kinder sind anständig angezogen, bringen ihr eigenes essen mit und sehen wohlgenährt aus.ihre ausstrahlung ist genau die, die man aus dokus kennt, wo man sieht, wie sich europäer oder andere weisse mit kleinen schwarzen kindern abbilden lassen und man vor entzücken und rührung dahinschmilzt.als zuschauer befindet man sich dort immer am rande sentimentaler empfindung,wenn das das richtigee wort ist.nun ,hier ereilt mich genau das.klare und mitunter auch traurig-fragende augen schauen mich an, freudig stürmt man auf mich zu und vergräbt das gesicht inmeinen schoss und ich weiss nicht, wie mir geschieht.da mir die arbeit mit kindern noch sehr nahe ist, bin ich natürlich voller empathie und lasse mich gern herab und setze mich zu ihnen an den kleinen tisch.
gleich rutschen zwei der kleinen auf meinen schoss und, klischee hin oder her,die kinder berühren neugierig meinen weissen arm und berühren meine haut mit ihren kleinen händchen.
jetzt sitz ich da und schmelze geanuso dahin wie man sich das vorstellt.sie kuscheln ihre kleinen körper an mich und ich streichle ueber wohlgeformte kleine köpfe.
jetzt noch fotos davon zu machen,wie sich p. anschickt es zu tun, das wäre der gipfel,------- aber so passiert es eben doch.aber niemand nimmt mein temporär befremdliches gefühl wahr und somit lass ich es einfach geschehen.die schönheit mancher kinder ist atemberaubend,aber mitunter sieht man auch ,wie apathisch und traurig einige von ihnen nur dasitzen.ich könnte die kleine eusebia gleich mitnehmen,wenn ich das elend hier sehe.lydia klärt mich zwischendurch auf ueber diverse mängel an den häusern und deren instandhaltung.
der zweite kindergarten den wir besuchen,ist ausgrichtet für 35, aber bis zu 7o werden täglich einfachdort abgeliefer. die zuständige schwarze erzieherin, ohne ausbildung,einfache hausfrau,kann nicht nein sagen.lydia macht ihr klar, dass das nicht geht,aber offensichtlich trägt ihre ermahnung keine früchte ,wie sie mir erläutert.die kinder werden einfach vor den zaun gestellt und damit basta,die eltern gehen fort.immerhin holen sie sie später auch wieder ab,aber es besteht keine struktur,das ganze unterfangen bleibt täglich wieder aufs neue ein fragezeichen hinsichtlich der betreuung und versorgung.lydia schimpft auf die männer,die andauernd kinder in die welt setzen und dann wieder verschwinden,das alte thema.
Der schwarze schnakselt nun mal gern....das war die gloria von t.u.t. anwort,siehe oben.richtig geraten?
im ditten projekt befinden wir uns dann auf dem untersten niveau des dcr,hier stehen drei frauen und eine alte native mit den kindern auf einem spielplatz, den deutsche studenten gebaut haben.die kinder klettern umher, rutschen und winken einem kleinen flugzeug nach, das grade ueber unsere köpfe hinwegfliegt.
gleich bin ich wieder umzingelt und man winkt mir und ruft hello hello.die anmut ,liebesbedürftigkeit und zutraulichkeit der kinder ist kaum erträglich ohne in tränen auszubrechen.obwohl ich durch meine indienreisen in den letzten jahren einiges gewohnt bin,(gestern jährt sich meine erste indienreise tatsächlich zum 40 igsten mal) muss ich mich zusammenreissen, das nicht zu tun.
ich spreche nach jedem besuch mit lydia ueber die entsprechenden bedingungen und zustände der einrichtung,entschliesse mich innerlich bereits, sie zu unterstützen,egal wie klein der tropfen auf dem heissen stein sein mag.
aber hier sehe ich,wie konkret hilfe aussieht ohne verwaltungsschlünde und aufgeblähte administrationsapparate mitzuversorgen.
später im auto bespreche ich mit p. die idee von patenschaft und persönlicher einzelfallunterstützung.
wir fahren wieder in die saturierte weissenzone,sprich nach hause in die riverside avenue,ins herrschaftliche gefüge des reichen weissen mannes.. dort schrubbt sam,der hausboy ,die böden. er ist froh über seinen job im haus, immerhin gibt es hier helfende hände, denn p.und i.s unterstützung und engagement für die nativen ist dauernd präsent.das fühlt sich gut an.ich weiss nicht,ob die hunde-und alarmanlagenbewehrten nachbarn ähnliches tun,ich bezweifle es.hier läuft man mit kleinen fetten möpsen spazieren und setzt sich in den bequemen rover um durch die vororte richtung city zu fahren,um sich mittels shopping gut zu fühlen.
seit ich denken kann,schaut einen afrika mit diesen kinderaugen an.von biafra bis hierher.das sind 40 jahre.lydia meint ,die einstellungen der nativen zu ändern würde noch generationen dauern.denn das elend ist nicht nur die frage von hilfe zur selbsthilfe,sondern extrem facettenreich,bildung und erziehung zur bewusstwerdung der möglichkeiten,selber akiv zu werden zur beseitigung der miseren sind dringlichste anliegen.sie ist zwar nicht sehr optimistisch, aber ihr engagement ist effektiv.und sie lässt nicht locker, bewundernswert.
ich bin auf der suche nach dem buch von hermann korn,einer der beiden geologen die ich bereits erwähnte,inklusive seiner damals während seiner zeit mit henno martin in der wueste entstandenen aquarelle .es ist ausverkauft, schade.
WAS AFRIKA MIR GAB UND NAHM, margarethe von eckenbrecher,erste auflage 1907
das ist ein buch,das ich gestern in der muschel, dem buchladen mit vielen deutschen titeln,erstanden habe. geschrieben von m. von eckenbrecher am beginn des 20igsten jahrhunderts, das die anfänge der besiedlung von süd-west afrika beschreibt mit den augen einer jungen frau, die sich aus deutschland per schiff auf den weg macht, um hier zu leben.hochinteressant und ungekürzt 2009 in walvis bai neu aufgelegt,und zwar mit den fragwuerdigen ansichten einer vaterlandstreuen autorin, die ganz offensichtlich die welt der schwarzen nur bedingt achtet.sie ist eine linientreue hitlerverehrerin und ich wundere mich, dass das buch immer noch verlegt wird, so eindeutig sind die aussagen.hereros hält sie für hochmütig, faul und grausam.und ich bin gespannt, was da noch kommt.hochspannend,denn wie die deutschen hier ihre mandatsregierung gebildet haben und sich auf fremden boden mit deutschtum und kolonialbewusstsein das heutige namibia einverleibt haben bekomme ich in diesem machwerk eins zu eins präsentiert.es weht ein hauch von nazitum durch die regale des ladens,inklusive eindeutiger exemplare ueber die deutschen helden aus dem hereroaufstand und loblieder auf deutsches soldatentum.i.kommentiert im nachhinein das buch, das sie bereits gelesen hat.hier gibts noch viele,meint sie, die die schwarzen neger nennen und sie herablassend behandeln.ich glaub ihr das sofort.ein ort hier im norden von swakop namens WLOTZKASBAKEN soll eine hochburg rechtsgesinnter aussiedler sein.
allen facetten gerecht zu werden, führt an dieser stelle zu weit, denn eindeutige schwarz-weissmalereien,im wahrsten sinne des wortes, sind ebenso fragwürdig wie die verurteilung gewisser beteiligter,denn dazu bedarf es einer grundsätzlichen frage,ob der mensch am angestammten ort bleiben muss oder in fremde territorien eindringen darf,egal mit welchen intentionen.denn auch das muss gesehen werden,es gibt sowohl in indien wie auch hier immer wieder kommentare über die vorteile, die die besatzer mit sich brachten.in goa gestand mir meine nachbarin im palmenhain von arpora nahe baga beach ,eine etwas durchgedrehte jungfer namens esther 1978 , dass angeblich alles besser gewesen sei ,bevor die portugiesen 1962 das land verliessen.was immer das auch heissen mag.
hier im radio läuft grad der song AFRICA von TOTO;-----i bless the rains down in africa.....wie schön,den hier zu hören.
die autorin schreibt aber dennoch mit akribie und detailliert, wie sie hier von anfangs des letzten jahrhunderts unter erschwerten umständen gelebt hat.das buch beeindruckt mich , ich lerne viel ueber die umstände, mit denen die deutschen und andere aussiedler hier leben mussten.allerdings freiwillig und mit nicht wenig eroberungsintentionen.
zitat:
"ganz südwest hat etwas starres,trotziges.es ist,als ob die natur selber sich auflehne gegen die kultur,die wir weissen gewaltsam dorthin bringen wollen.und haben menschenhände schier unmögliches geleistet,dann genuegen ein zwei jahre der ruhe,und ihre spuren sind vertiilgt,oder das, was noch vorhanden,redet die traurige sprache der vergänglichkeit alles irdischen."
wie wahr. vor allem, wenn man deutschen arbeitsethos und christliche werte hierher eins zu eins uebertragen möchte, sie bezeichnet die hereros als faul, hochmütig und grausam.dass die deutschen die einheimischen arrogant behandelten, sie teilweise unterdrückten und ausbeuteten,davon kein wort in diesem buch.hinzu kamen die weissen händler,die mit einem trügerischen kreditsystemviele einheimische ins unglück stürzten,ihnen aber gleichzeitig waffen verkauften.ende 1903 gab es kriegersiche auseinandersetzungen mit den bondelswarts im süden.auch mit den hereros gab es manifeste meinungsverschiedenheiten.ein händler hatte zahlungsunfähige hereros im streit getötet.die angelegenheiten eskalierenund 15o deutsche starben während des aufstandes.am 11 august 1904 fand die blutige schlacht bei HAMAKIRI statt-die herero flüchteten in die weite der omaheke,das wasserlose kalaharibecken, und kamen dort um. die genauen zahlen variieren zwischen 6000,14000 bis zu 60000 toten.
bis heute fordern die hereros entschädigung von deutschland für seine unnachgiebige versklavung und für die völkermordartige vernichtung des stammes.die bundesregierung entschuldigt sich zwar um 100.jahrestag der hererosaufstände und gibt durch annemarie wieczorek-zeul ein aufsehenerregendes schuldbekenntnis preis,mit der bitte um vergebung.
reparationsleistungen an das hererovolk gibt es nicht.
von der fragwuerdigen behandlung der eingeborenen durch weisse kolonialisten liest man bei frau von eckenbrecher nichts.geschichtsverfälschung durch informationsunterlassung,das geht auch.
ich lese dennoch mit grossem interesse weiter,auch ihr schreibstil gefällt mir.
-----so wie man ja auch wagner hören kann, ohne dessen antisemitismus auszublenden.
ein letzes zitat:
"an lesestoff fehlte es uns nie,der postbote ,der alle 14 tage zwischen omaruru und okumbahe verkehrte,brachte reichlich mit.aber bei der hitze fiel das studieren schwer.das kochbuch und die geflügelzucht waren zu langweilig,kant und schopenhauer zu schwer,und nietzsche schafft stimmungen und launen."
alles eben nicht so leicht in suedwest 1903, aber dennoch, hut ab vor soviel abenteuergeist und risikobereitschaft.
in unserer saturierten welt von 2015 kaum noch vorhanden und umsetzbar.ihre grundsätzliche denkweise,auch im sinne von deutschtum und rassenbewusstsein, ,nebenher bemerkt,entsprach durchaus dem damaligen common sense,also ist sie keine ausnahme im jahre1907,als die erste auflage erscheint.das deutsche gedankengut sollte ja zum globalen maßstab gemacht werden ,der olle kaiser wilhlem war da ja noch eher milde in seinen vorstellungen gegenueber dem braunen ungetüm aus braunau.
nebenher lese ich parallel LONG WAY DOWN.....von schottland bis kapstadt.ewan mc gregor, bereits erwähnt ,und sein kumpel charley borman rattern mit ihren motorrädern durch afrika,kommen ja auch hier vorbei und schaffen es bis kapstadt bzw kap alguhas, der suedlichsten spitze afrikas.recht anschaulich beschrieben, aber mir zu sehr hetentechnische kumpanei und motorradverrücktheit.da kann ich ja nicht mithalten,beides ist mir eher fremd.
ich bekoche ja lieber hier allabendlich meine beiden ladies mit spinattortillas und leckerem thai-food etcetera
.es gibt ja alles hier.auch tausende von plastiktüten werden einem beim einkaufen vorgelegt.lydia regt sich am nachmittag auch darüber auf,will auch dagegen was unternehmen, sie möchte ueberall mitmischen und alles verändern, auch die politik des landes.aber der afrikanische geist agiert weder logisch noch rational,ich hab auch keine idee, wie man die wurzel des uebels entfernen kann,lass mir ihre kontonummer geben,denn ihr engagement finde ich enorm und absolut unterstützenswert.das geld der spender wird hier 1 zu 1 umgesetzt in echte hilfe, wenn auch n ur als tropfen auf dem heissen stein, aber anders geht es nicht.und etwas ist ja auch mehr als nichts.
KINDERGARTEN ---KLEINE ENGEL---stadtsparkasse lengerich..........unter www.projekt.kleine engel.de ----------info anja bohm.
eine kontonummer darf ich nicht veröffentlichen, da bereits missbrauch per internet damit betrieben wurde.kann ich aber gern an anderer stelle durchgeben.
also missbrauch an allen ecken und kanten, nicht nur bei 14 jährigen mädchen( und jungen übrigens auch), auf dem schulweg.schwierig,-.-----flickschusterei zu betreiben ohne zermürbt zu werden ist auch nicht jedermanns sache.
lydia kann ich nur bewundern und hochachten, ich glaube, ich hätte die energie nicht auf dauer, auch wenn ich neulich herzerweichende szenen erlebt habe.
am nachmittag
am meer ist es sehr bewegt,riesige wellen türmen sich schaumschlagend richtung strand,ein orkan auf dem atlantik? ein im sand spielender junge,16, wird von einer welle ins meer gehoben und ertrinkt dort jämmerlich, heute morgen wurde sein junger körper wieder an land gespült.----------es ist wirklich so, als ob poseidon sich ein opfer ausgesucht und einverleibt hat.aus dem nichts leckt diese welle weiter als andere an den strand und holt sich dieses junge menschenkind.
hier im haus spukts , nachts geht auf einmal die sprenkelanlage an und versprüht die ganze nacht teures wasser,die sensoren sind fehlgeleitet,man kriegts nicht in den griff.die handwerker können lt. i. nichts feines bearbeiten, allenfalls grobe mechanik, dazu reicht der verstand.wird gesagt.. ich weiss nicht,ob es ein witz sein sollte, aber manchmal hab ich das gefühl, dass entweder desinteresse oder eine endogene apathie die nativen menschen hier nicht ausreichend motiviert.aber ich mag nicht mehr spekulieren,ich schaue und erlebe eine andere ,dem deutschen diametral entgegegesetzte denkweise.,die ich aber nicht ver-oder beurteilen möchte.
wie sagt steffi in der pommesbude.....ES IS JA WIE ES IS.......................
die tage vergehen mit radeln ,schreiben, lesen, kochen, fotografieren,wandern,(soweit die füsse tragen!!!) schwimmen,klecksen,und darüber nachdenken, wie denn jetzt die kommenden jahre noch für was genuetzt werden könnten.
dritter stock, aufs land ziehen, ein wintererfugium suchen um die gräue zu ueberbruecken,gesundheit etcetc...........da hätte ich gern mal was ab vom afrikanischen fatalismus,--------aber ich bin ja katholik gewesen, da ist man gott immer was schuldig, ein ganzes leben lang.
gott war für mich immer diese eigenartige lichtgestalt im glasfenster hinter dem altar meiner heimatkirche st. otger.....war das vllt ein heiliger,oder gar pius der 12te?der mit der brille?jedenfalls,für mich war das GOTT;das sitzt dann ein für allemal,wenn auch nicht im rationalen denksystem ,sondern irgendwo schwurbelts in einem herum, unten, oben, in der mitte ,egal.gott bleibt.ewig, das ist ja sein ressort.
strenger richter aller suender,mein lieblingslied da ich ein knabe ward.schuldig sein für alles mögliche.alpträume......
.....when i look back upon my life,its always with a sense of shame, i ve always been the one to blame.....its a sin............PET SHOP BOYS
ich kann damit leben, aber die prägungen der kindheit sind einfach unauslöschlich gespeichert,trotz div. weisheiten aus buechern etc. und sonstige religiös orientierter unterfangen in der vergangenheit.es ist versöhnlich erlöst, dieses thema, für mich jedenfalls.
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ON MY TVC 15 ohohohohoho
.............der tatort am sonntag mit frau folkerts war dermassen unsäglich,dass ich ins bett gegangen bin,ich bin kein tatortgucker,ausser börne wie gesagt, aber das war klippschulen niveau und psychologie erstes semester, ---------grauenhafte dialoge(hör auf deinen bauch-,----ich bin kein psycho.u.ä.m......) und frau folkerts,die ich sehr schätze,
tat mir so leid,sie muss das ja wohl spielen als lena odenthal......dass man sich sowas antut am sonntagabend.ich hab auch keine idee,wieso ein drittel aller serien sich im krimibereich aufhalten.was ist so interessant daran sich andauernd anzuschauen, wie andere menschen sich auf inhumane art und weise schicksalhaft aus niederen beweggründen verstricken und ruinieren.fragezeichen????????
spannend finde ich daran nichts,zumal alle themata bereits 1000 mal durchgekaut wurden,inklusive sexueller verirrungen. wie auch diesmal.der pferdeschlitzer hatte keine liebe und keinen sex....also,.....nebenher der reiche anwalt,war in der ehe frustriert.......gääääääääääääääähn..........psychogeschwurbel.in lübeck.
daneben ist nun das wort islam das meistgebrauchte.gestern in HEUTE war das zweite wort nach der begrüssung durch frau gerster "muslime", das vorletzte auch.endloses talkshows mit dem thema laufen auf allen programmen, und ich blende mich hiermit aus der diskussion aus.
es reicht.
WAS WILL DIE FRAU, ein buch von timothy leary, warnte bereits 76 vor dem voranschreiten des islam.nun ist es soweit. auf gehts.
dann doch lieber buddhismus, wenn mir auch das dauergrinsen des gartenzwergsersatzes des dritten jahrtausend auf den keks geht inzwischen.überall nur noch buddhaköpfe und figuren.
wenn man sich ueberlegt, dass der gute herr gautama genau das nicht wollte.hallo absurdistan.
aber so ist der mensch, immer will er nach oben schaun und anderes verehren,statt sich selber zu erkennen. ERKENNE DICH SELBST....der spruch steht doch am apollotempel von delphi.
aber das ist ja mit muehen verbunden, wir nehmen lieber schon pre-cooked produkte.räucherstäbchen und alles wird gut.das war auch mal meine welt,oje.aber im nachhinein verstehe ich etliches nicht von dem, was ich gedacht oder getan habe.
das ist ein gutes zeichen,denn es bedeutet wandel und veränderung.alte tagebuecher zeigen mir meine eigenen fallen und dummheiten,das meiste einfach zu kurzgedacht.jupiter möge mir vergeben, denn er war schuld.inflationäre oberflächlichkeiten waren des öfteren im spiel, aber als schütze geht das ja schnell.ich habs irgendwann bemerkt, immerhin,und es war noch nicht zu spät......
aber dem religionsschwindel bin ich ja dann doch irgendwann entflohen.ich komme mit den griechischen tragödien, seneca,schopenhauer,m.de montaigne ,shakespeare,osho ,pessoa, und hölderlin und etwas astrologie ueberall hin.das reicht ,und das ist gut so.religiöse believesysteme sind ad acta gelegt.
nun wird hier gemalt,p.hat schon wieder 2 gepostete mal-produkte auf facebook verkauft.auch eine idee. ich begnuege mich mit einigen mittelmässigen aquarellen, inspiriert durch die namib wueste.klecksen und malen sind zweierlei,ich versuch das eine ,und meist wirds das andere.
am strand geht auch lauwarmes ab.schwarze jungs schauen und grüssen.ich gehe aber lieber ins hallenbad, da ist das wasser wärmer und die männer älter.ausserdem kommen keine wellen ,die mich schnappen wollen.ab und an auch einzel und doppelschwulis.ich denke, die jungs aus dem slum verdienen sich hier mal was dazu.meins ist es eh nicht,obwohl die nativen durchaus attraktiv sind.schöne köpfe und edle gestalten.
nach deutschland zu kommen nächste woche erscheint mir im moment unangebracht,aber auch unumgänglich weil ich trottel bei der einreise mein abreisedatum angegeben habe und somit das visum auch an dem tag abläuft, wie blöd kann man sein,denn je nachdem, was man angibt ,bekommt man meist auch das visum,also bis zu 3 monaten.dann könnte ichnoch etwas verlängern,da ich ja nichts vermisse ausser täglichen internetzugang, den ich hier eben garnicht habe bis auf kurze momente im cafe von die jackie.die, genau.
die jacky,mit jot, kommt zum essen mit die ellen und den lover und ,det wird wieder schöön,------schön doof,denn es geht seit wochen um die hochzeit der tochter in europa. mannometer, wie man sich aufspulen muss wegen einer profanen hochzeit.bisher fand ich die hochzeiten,auf denen ich sein durfte, eher verkitscht,langweilig und ueberflüssig, da die scheidungen meist einige jahre später erfolgten.
------ junge komm bald wieder-----singt freddy hier grad im radio, denn sam, unser hausboy,hört gern den afrikaans sender,grusel grusel.aber sam, auch blackomat genannt im scherzhaften,kam heute morgen mit seinem sohn, der seit geburt einen augenfehler hat und nicht richtig sehen kann.
i. ist mit den beiden in die klinik gefahren, sie zahlt auch die ärztekosten.sam macht mir auch das fahrrad wieder fit, was ja leichter ist als die sprinkelanlage, die grad die gemueter im hause erschuettert.i. schimpt auf die teure anlage, aber ich denke, simplify your life, dann wär das nicht passiert., ein gartenschlauch hätte ja gereicht.
am abend zieht ein roter himmel auf, unzählige vögel rauschen durch das rosa gewölk und suchen sich einen schlafplatz im veld.ja mit v.--------wegen afrikaans.veld ist alles ausserhalb der stadt.wilde natur halt.
gestern liefen plötzlich etliche kamele hier am haus vorbei, ohne aufsicht.sie hatten frei,denke ich, die kamelfarm ist ja nicht weit,und dort muessen sie weisse turis durch die duenen schleppen.schöne tiere, sehr hell und ihr graziler gang erinnert mich an die dicken nativen mädels, die hier gern ihren fettsteiss präsentieren.wenn man hinter einer hererodame herläuft wird einem schnell schwindelig, das gewoge und der gang, das geht alles in richtung kamel.aber die tiere sind mir lieber.
mittags liegen die schwarzen schönheiten in ihren blauen monteuranzuegen auf dem gruenen rasen unterhalb des leuchtturms und schlafen in der mittagspause.ein schöner anblick,die dahingestreckten schwarzen körper in blau auf grün.
fotos gibts nicht, da die batterien grad leer sind.überhaupt bin ich ja auch zu blöd,um hier auf dem blog fotos runterzuladen zur allgemeinen ansicht.schade eigentlich, denn ich habe doch einige recht interessante aufnahmen gemacht.
mails aus dem heimatland,ich kann ja kaum antworten,was nicht schlimm ist, früher reichten ja auch aerogramme einmal im monat, jetzt soll man alle nase lang schreiben.wenns geht,gehts,wenn nicht,nicht.diesmal nicht.immerhin scheint alle soweit im gruenen bereich,jesus managt den tw.12,was ja gut ist.
täglich wird es heisser.die katamarantour ist mir bei dem wellengang zu gefährlich im moment, die meereswogen sind ausser kontrolle.lassen wir s lieber.....
gesagt, getan, gewonnen,--------
so kommt es oft uns in den sinn,
doch:
wie gewonnen ,so zerronnen,
das LASSEN ist oft der gewinn.
der mensch liebt pläne,möchte siegen,
und müht sich arg um ding ´und sach´,
doch dann wird er bedrängt zu biegen,
sich nach des schicksals eig´ner macht.
das hab ich gestern mir ausgedacht.manchmal machen meine synapsen kleine versparties.
nun gibts grad nichts zu berichten ausser dass ich erfahren habe,dass 1918 hier eine schlimme grippewelle vielen menschen den tod gebracht hat.das muss ein ableger der spanischen grippe gewesen sein,die 1918 spanien heimgesucht hat und auch hier landete.viele mussten sterben.
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FRÜHSTÜCK BEI UNS in absurdistan.
am vorabend traf man sich im sophies dale ausserhalb swakops zum haxenessen..das restaurant macht seit 1 jahr ein ehepaar aus heringsdorf-ostsee,wo sie bereits in der gastronomie tätig waren.nette leute.
...riesengrosse grillhaxen, die auch im hofbräuhaus hätten aufgetischt werden können, werden angeliefert. dazu der lover von die jacky,uwe,67,stechertypus. ein vierschrötiger namibiafarmer mit deutschem hintergrund ,er nennt mich die ganze zeit manfred ,obwohl ich mich als hari vorgestellt habe.also weiss ich bescheid, jemand, der sich auch nur um sich dreht.dabei fasst er mich dauernd am arm wenn er mit mir spricht.die marsische granate,aber nicht unsympathisch.der rest des abends ist kindermenschen gewäsch, es geht um nichts ausser banales.wie meistens hier in swakop,wie gesagt, ein schleier der verblödung liegt ueber der ehemaligen kolonie.wenn das wilhelm II wuesste.
nach 3 stunden ist der spuk vorbei,geschafft,also menschentechnisch ist hier nichts zu holen, der erneute beweis.aber nett sind sie alle,bes. ellen höre ich gern reden, sie hat einen besonderen tonfall,geht am ende des satzes immer runter mit der stimme und wiederholt das von jemandem anders gesagte noch einmal.....
.
..herrlich. ab und zu sag ich auch was, um nicht aussenvor zu sein.schweigen wird von einigen menschen ja auch als arroganz gedeutet.
,um 9 sind wir zu hause und ich kann noch wwm gucken mit jauch und dummen kanditaten, die glauben, der jordan fliesst in den stillen ozean........
am nächsten morgen:
die berlinernde ellen von gestern abend kommt zufällig vorbei .wir frühstücken ---, p.und i.und ich----ellen bringt die post mit.
tasse kaffee ellen? frag ich....
nee, ick hab schon zuville kaffee jetrunken,det reicht härry.......(.geil, sie hat 30 mal hari gehört und ändert mich auf härry, -----------ihre tochter, von allen dschäcky genannt, nennt sie jacki.)
aber ich höre ihr gern zu,alles wird wiederholt und ich denke, ach, jetzt einen joint und sich richtig einlullen lassen von diesem herrlichen geschwafel.
DIALOG:
ellen und i.
nee, der hund von jacki kotzt ja nur noch, und unten kommt ooch allet raus...................die kann ja nich mehr laufen, die fanny, ick traach die doch jeden morjen runter, und dann muss ick wieder allet sauber machen, det riecht ja ooch durchs janze haus.......und der schwarze kann det nich immer weg machen, det muss ick schon machen,is ja ooch viel arbeet.................ha ick den janzen tach zu tun.
i.kontert pragmatisch,.
.............ooooch, den musste einschläfern lassen ellen.son tier leidet ja auch.....
nee, det jeet nich, die jacki bringt mich um...................
...aber irgendwann is schluss, wir hatten och pferde, die haben wir ooch erschossen wenn se alt waren. erschiesst die fanny einfach, das ist noch besser als ne spritze.wir hatten ooch den hund und dann hat der noch schön am waldrand geschnuppert und dann hat meine schwager den erschossen, der hat nix gemerkt,so schnell ging das.dann sagste die jacki, er hat ne herzinfarkt jehabt.
nee, die sieht doch det einschussloch, ick muss den tierarzt komm lassen, sone spritze is besser........
ja, bei tieren kann man das machen,bei menschen leider nicht, ich hab auch die pistole im nachttisch.......das muss man machen,das ewige leiden hat keinen zweck.
aber die jacki will det nich, die hängt so an der fanny.............
trotzdem, is doch oochne kwehlerei........i.
ick wees ooch nisch,wat ick machen soll,son tier leidet und kann nischt sagen, .....und nebenbei muss ich ja ooch noch die springböcke füttern..........und der andere hund kommt ja ooch de treppe nisch mehr runter, die is ja ooch so glatt, garnich hundefreundlich.......die rutschen da immer runter...........
neeee, weg damit,irgendwann is schluss.....bemerkt irma
ja, und ick trach die ja alle immer rum ,die könn ja alle nich mehr loofen...........sagt .ellen
neeee, weg damit, ne kugel....irma
ne ,besser ne spritze.......ellen.
hier ist die post...........ellen gibt irma .die post.........
...weihnachtspost, aus seattle, von andy, der schreibt jedes jahr, der ist asket und arzt, duenn und gönnt sich nichts ,aber ein guter arzt.....die mutter ist veganerin ,die isst nur rohe pflanzen...........die ist meditationssüchtig,immer nur meditieren, det is doch nich gesund.....und klapperdürr........aber nett sind die ooch................i.
ja, n juter arzt......stimmt ellen zu......ick muss jetzt los, die frischen brote wegbringen, det mach ick aber nich mehr lange, die wollen immer frische brote.,die nachbarn....sind jestern jekommen.......ick fahr jetzte zu meene kamele und bring ihnen det alte brot,sie freun sich so, kommen immer an wenn ick komme.die kenn mich....meene kamele,.........ick wollte schon in deutschland immer n kamel haben, aber man kricht ja keene.........aber jetze binick ja hier, meene kamele,die freun sich immer.
ich mach ´eine bemerkung ,wie sehr ich auch kamele mag,ellen ist angetan................(stimmt aber auch ,ich mag die stoische arroganz der kamele.)
dann neigt sich das gespräch langsam dem ende zu ...........
......och, jetzt fährt der härry schon,....kommste wieder neechstet jahr,nich?.........wir trinken ja immer bier, wir beede ,nich?kommste wieda,härry.....
ja,klar ellen.
also....ick muss los, zu meene kamele..........
sie kommt noch mit rein ,denn das gespräch fand im hellen sonnenschein auf der terrasse statt.....................um 9.30 uhr , es ist schon heiss........
auf dem tisch liegt ne rolle isolierband..........
...hier ,guck, da liegt noch watt,klebeband oder so.is doch klebeband ,nich? kann man immer jut jebrauchen, son klebeband.
dann geht sie............die meisterin des banalen smalltalks
schade, das wars dann mit ellen,.........ich werde sie vermissen.wir trinken doch immer bier zusammen.
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DANCING QUEEN
der nachmittag im dancing centre swakop,------------p.als initiatorin.den ganzen morgen über wurde was besorgt und gekauft und gemacht.6 marmorkuchen von die jacki,also aus ihrer bäckerei,die auch eine wursttheke hat,----ohne fleischprodukte geht ja nichts in swakop.dazu getränke und spielkram für die kleinen.ihr patenkind desiree,9, soll tanzen, frieda und ihre songgruppe VOCAL GALORE singen ,und der ganze nachmittag ein happening mit kulturgut,denn auch p.s. bilder weden ausgestellt und sogar eine reporterin soll kommen mit kamera.p. will ja berühmt und reich werden, letzteres ist ja eh nicht schwierig,bei dem was schon so da ist.
gegen 15uhr gehts dann los, sam, unser hausboy sam ist auch da, mitsamt dongo, seinem 6 jährigen sohn, der mit dem angeborenen sehfehler,ein liebes kerlchen.
ich mache die fotos und treffe lydia und andere ,die ich bereits kenne, auch ras der rastamann und maler ist mit dabei.
desiree, die kleine tanzmaus,alias p´s patenkind, tritt auf mit isabell und tanzt den schmetterlingstanz im tütü, die mutter ist stolz und schaut bewundernd auf ihre tochter.sie wohnen in den townships, also mondesa, das vorletzte schwarze armenviertel.es ist schön zu sehen, wie die kleine, eigentlich chancenlos,durch p. s unterstützung ihr talent beweisen kann.carmen, die tanzlehrerin lobt sie auch in den höchsten tönen.danach kommt frieda, die ich aus versehen anfänglich klara nenne(also native mit deutschen namen ,das ist schon gewöhnungsbedürftig) mit ihrer gruppe, die schon vor 4 wochen im artcenter aufgetreten ist.black ladysmith mombasa stil,wie schon beschrieben,also sehr melodische a capella musik.zwischendurch werden endlos fotos gemacht......
.....die seuche des neuen jahrhunderts, selbst sam, der neben mir sitzt, fummelt dauernd mit seinem smartphone rum,das verhindert auch kommunikation, aber das thema hatten wir bereits bis zur erschöpfung,danke basta ,aus.
ein sehr schöner nachmittag,das muss ich sagen,---alle farben sind vertreten und verstehen sich gut,a ber wirklich kommunizieren tun weisse und schwarze nicht,dazu sind die welten zu verschieden.lydia berichtet wieder, was alles zu tun ist im township..........36 pakete aus deutschland muessen gesichtet und verkaufsfertig hergerichtet werden.ja, lydia hat auch morgen ,am sonntag keine zeit für sich.aber zeit für andere ist für sie ihr lebensfilm,ich bin immer wieder erstaunt ueber die menschen und ihre lebensentwuerfe.der eine flüchtet sich in die idee von individualismus und freiheitlich orientierter selbstverwirklichung,der andere will nur ueberpersönliches engagement, extrem.
ich finds gut, die planeten´schwirren einem um die ohren.hier mond, da saturn etcetc.
die rastas,mit ihrer mischung aus selbstbewusstsein und scheu essen etwas kuchen, bleiben aber unter sich. die dicken schwarzen mamas essen viel kuchen und zeigen ihre lolitatöchter vor.jung und aufgebrezelt,pflückbereit.gisela,native und ehemals hausmädchen bei i., sehr breit und dick und sehr entspannt,hat ihre tochter auch mitgebracht. sie heisst tatsächlich queen, tanzt aber nicht,sondern zeigt ihre 15 jährigen rundungen im schicken kleid.dazwischen die kleinen jungs, die von p. jetzt alle angemalt werden nach den performances.
ein heidenspass und ich schwitze,denn es ist heiss........p. hat superlaune und ist im 10 sterne bereich angekommen,sie hat ihr gestriges nörgeltief ueberwunden und schwärmt vom gelungenen nachmittag, der bald zuende geht.wir fahren dann auch noch zum strand und schwimmen, der atlantik lädt mit heutigen 22 grad wasser ausnahmsweise wirklich ein, da ich ja eine frostbeule bin was wasser angeht.....unter 22 mach ichs ja meist nicht,siehe ibiza................... lara ist auch dabei, die 21 jährige praktikantin vom pferdehof k´s, wo sie schön ausgenutzt wird,denn sie war noch nie am strand in 2 monaten ,die sie hier ist.jaja, wenn althippies zu chefs werden.sie ist aber enorm motiviert und ist begeisterungsfähig bis zum abwinken,klasse. sie kommt dann mit zu uns ins haus ,wo ich das abendessen mache, tortillas und salat.
das wars.
ich hab eine cd von friedas gruppe erstanden und sam eine geschenkt,er freut sich.ich mag ihn,ein sanfter mann, hier eher die ausnahme unter all den dauermachos.
sekt wird angeboten,weils eben so n geiler tag war, meint p. ja, in der tat,---jedenfalls wurden heute mehrere menschen glücklich gemacht,auch, weil das geld dafür bereitgestellt wurde.das finde i ch besser als gelangweilte reiche alkoholiker in marbella.
ich mag ja keinen sekt.
in diesem sinne,gute nacht.
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WENN EINER EINE REISE TUT; DANN KANN ER NICHTS ERZÄHLEN....................................
am gleichen abend verschwinden lara und p. noch ins hansahotel auf einen KOLONIAL,das ist ein spezieller kaffee,den es nur dort gibt und nirgendwo anders auf der welt.ich bin zu muede und bleibe zuhause.
dann ,später, rauscht es vor meinem zimmer, es regnet tatsächlich,---- lang ersehnt ,heiss erträumt..........auf die durstigen felder....................
p.kommt spät zurück und erzählt, sie habe einen truck vor dem hansa gesehen und angeklopft. und hat den besitzer des truckmobils eingeladen zum frühstück.gute nacht.
er kommt auch pünktlich am nächsten morgen ......TAKLA MAKAN steht auf seinem truck., dazu bielefeld,mongolei, namibia----------es gibt 1 a frühstück mit geräuchertem oryx, engl. jam und duftendem käse.dann beginnt herr udo zu sprechen.und hört nicht auf.weltanalysen, die nichts neues aussagen,die er aber als der weisheit letzter schluss darbietet.
der mann hat die klugscheisserattituede,verbessert uns andauernd und ist extrem unempathisch und absolut humorlos.
chefarzt war er in bielefeld,ausgerechnet.so kommt er auch rüber, monologe und vortragsartiges gerede ueber das, was ihn bewegt,und das ist hauptsächlich der umstand, dass er, nach der trennung von frauchen, die mit einem fetten fahrlehrerer,der nicht einmal akademiker war,abgehauen ist......alleine ist in seinem truck.auch der eingeladene ehemalige schulfreund hat 1 tag vor der abreise abgesagt.hmm.
...blabla....... stunden hält er seine uninspirierten reden,nichts für mich ,ich habe das gefühl, er spult nur ab um seinen status darzustellen,von seinen reisen erzählt er nichts, nur medizinisches fachwissen und seine arbeitswelt werden dargestellt. ich gehe nach 4o minuten und lass die drei sitzen, bis er nach geschlagenen 6!!!!! stunden geht.
ich wundere mich,dass er sich wundert ,dass niemand mit ihm mitfahren möchte,keine 3 meter wuerd ich mit einem solchen negativling fahren,denn die welt ist schlecht, die menschen dumm und er weiss alles besser.ersteres ist nicht unwahr, aber das hatten wir bereits öfters und es ist muessig, dauernd den zustand der welt zu reklamieren.
jedenfalls haben die beiden mädels kein problem mit ihm und er wird abends ins tug eingeladen ,mit uns zum essen zu kommen,
ich bezweilfe ,ob ich das möchte.lass mich aber dann ueberreden-- und dank p´s gnadenlosem und mittels wein aktivierten redeschwalls, der wirklich sitzt und pep hat,wird es ein schöner abend. denn der herr kann seine attitueden vergessen und wird menschlich,jammert ueber seine einsamkeit und hört sogar zu.so gehts halt auch.er will uns noch zu wein und whiskey in sein truckmobil einladen, aber wir lassen ihn gehen und fahren heim.
p ist geschafft und geht gleich ins bett,i und ich laben uns noch an gutem grappa und sie erzählt aus ihrem leben.82 jahre unkonventionelles dasein mit vielen reisen und viel arbeit.spannend.
es wäre interessant gewesen, wenn der gute udo uns von der mongolei und sibirien berichtet hätte.aber hier sieht man wieder, jemand verlässt die heimat aufgrund einer krise, bewegt sich mit abenteuerlust und mut in die welt hinein und nimmt sich natürlich mit.und das mit stoischer penetranz.
schade, chance verpasst, wuede ich sagen, denn was nützt das reisen, wenn man seine synapsen nicht öffnet und aktiviert.dann kann
man auch zuahuse bleiben .aber ich denke, p. hat ihn zum nachdenken gebracht mit ihrem unerschütterlichen optimismus.nun kann er ueber einiges nachdenken.das ist gut so.von der mongolei oder china oder sibirien haben wir nichts erfahren.schade.
2 jahre später erfahre ich von nicki, die mit ihm nach südafrika fahren musste wegen ihrer visaprobleme, wie furchtbar er MICH fand. Ja so haben wirdoch einen ausgleich geschaffen im nachhinein.es gibt ja menschen die sich auf den ersten blick beidseitig unmöglich finden. wie 1969 mein erster chef bei der bank und ich mit meinen 18 jahren.
sozusagen hass auf den ersten blick.schlimm nur,w enn man bleiben muss. und diese person ueber 1 jahr zu ertragen hat....denn lehrjahre sind ja keine herrenjahre meinte mein vater dmals,....ach ja ,wie wahr......
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ITS PARTY TIME
naja ,also party,sagen w ir dinner party, für die ich dann einen leckeren gemueseauflauf und salat gemacht habe und dazu mit ouma gefühlte 4 stunden bei veg und fruit rumgelatscht bin um ein paar gurken und zwiebeln und tomaten zu besorgen....oje,und das bei vollem laden.meine nerven................
dann kamen lediglich nicki, die jackie und der udo und p hat wieder den laden aufgemischt mit abstrusen uranos theorien,so dass uli beinahe durchdrehte und sich zu wort melden musste um mal wieder was zu sagen,wo er doch eigentlich der monologist ist.dann haben wir MEIN BUNTER HARLEKIN gesungen.p´s eigene hymne seit 2 wochen mit der lieblingsstrofe
und wer ihn liebt der lässt ihn weiterziehn, denn die ganze welt ist für ihn ein grosses zirkuszelt.......das ist ihre welt.und die von SIW MALMQUIST aus dem jahre 1968.
wenns ans diskutieren geht, wirds abstrus, udo dreht fast durch, so hahnebüchen fand er ihre analysen ueber LIEBE UND FREIHEIT........das thema war ja nicht schlecht,weil jeder ideen dazu hatte....ich kam mit liebe ohne bindung taugt nicht, das sah p garnicht ein..und der arme einsame und verlassene udo rollte mit den augen........als arzt und wissenschaftler war er natürlich erschuettert von ihrer abgedrehten philosophie und zur strafe sang er dann,auf drängen von p. ein herzerweichendes altes lied aus dem 16 jhrd. ,entstanden im lipperland,und es ging darum dass eine frau einen mann sitzen liess und der leidet,also,ein lied ueber sich selbst.
die jackie kam dann mit einer geschichte daher,die wirklich interessant war.ebenfalls aus liebestechnsichengruenden war sie vor 2o jahren zu einem hottentottenzauberer gegangen,der bei omaruru in der wueste lebte........sie wollte die ganze geschichte beenden mit einem mann,der auch der vater ihrer tochter ist,konnte es aber nicht ,aus diffusen emotionalen gruenden.sie fuhr dann mit einem uebersetzer zu ihm und für umgerechnet 20 euros,damals ein vermögen für einen hottentottenmann,hat der sie von der besessenheit und hoerigkeit befreit.er hat ihr u.a. knochenmehl ueber den körper geschüttet.---es hat geklappt, und nach drei tagen war sie soweit, ihm den laufpass und die freiheit für sich .her mit dem knochenmehl!!!
der amarula fliesst,und am nächsten morgen hab ich kopfweh.war aber ein unterhaltsamer abend.........
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die nächsten tage werden verbracht mit futureplans, ich soll nach goslar ziehen ,astrologie für die neureichen provinzler und den vermögenden landadel anbieten?!! da schaunmer mal..........
nebenbei gehen wir abends aus und essen mal hier mal da.fritz, p´s sohn,21, passionierter angler, meldet sich telefonisch an für februar samt freundin.er angelt, auch hier oben an der küste gibts fische ohne ende, und wenn sie besonders schön sind, wirft er sie zurück ins meer. er isst eh keine fische, dafür ist er fische.sternzeichentechnisch.
das meer lädt nun täglich ein zum schwimmen,der berengulastrom da unten bringt mal kaltes mal warmes wasser an die ufer. heute ist es wirklich warm. die schwarzen jungs klemmen sich colaflaschen in die badehosen und gehen damit ins wasser, sie können meist nicht schwimmen.haben aber mordsspass.
nachher im museumscafe kommen udo und nicki vorbei, sie hat kein visum mehr,,denkt aber ,das macht nichts..................sie irrt.man steckt die leute gleich in den knast wenn das visum abgelaufen ist. nicki kriegt etwas panik. wir diskutieren.
ergebnis:
chefarzt udo, der sowieso auf heissen kohlen sitzt, bietet ihr an, sie in 4 tagen nach südafrika zu bringen.sie ist angetan.der alte mann und das naive mädel.ein reisepaar.bin gespannt.
Nachtrag: nach 4 tagen bis kapstadt war sense,nicki ist aus dem auto geflohen.
unterwegs werd ich auch bald wieder sein,die letzten tage sind angebrochen.da neue gäste kommen und deren anreiseteag sich mit meinem abreisetag deckt, beschliessen wir, nach windhoek zu fahren.
windhoek, die hauptstadt,liegt etwa 330 km östlich.die fahrt dahin ist angenehm,da die strasse geteert ist. ich sag allen,die ich kenne, auf wiedersehen,auch frieda, das huebsche schwarze mädel aus der a capella gruppe, wir mögen uns.sam, der hausboy, bekommt noch sein trinkgeld und erzählt mir, er würde bald heiraten, nur die grosse familie muesse noch zustimmen.nach ovambo -tradition.
ein letzter gang zu den dünen ,die mich nun so lange jeden morgen begrüsst haben beim blick aus den fenstern.ich fahr noch mal ins artcenter zu ras dem rastaman , er hat neue bilder gemalt, mir gefallen sie. ich kauf ihm noch ein blechflugzeug ab,schönes geschenk aus dosenblech.
bei wellington in der city kauf ich einen kleinen perlenstrauss, den er aus draht gebastelt hat.tolle arbeiten,alle möglichen tiere aus draht mit perlen.schlau, der immer lachende und gut aufgelegte wellington.
ein besuch ins edelsteinmuseum muss ausfallen, dafür fahr ich nochmal auf den friedhof, wo all die deutschen aussiedler liegen mit den deutschen namen.......gertud bockstein und co.,heimaterde???
dann gehts los, am abend vorher nochmal im hansahotel den kolonialkaffee probiert, ein muss ,meinte i.
ganz einfach: brandy, eierlikör, kaffeelokör, auf gebrueht mit kaffe und sahne und fertig.also, sehr lecker.ähnlich wie der ostrfriesische pharisäer.
udo steht immer noch mit seinem truck vor dem hotel, sieht uns und kommt natürlich mit rein.ich hatte sogar den eindruck, dass er einmal gelächelt hat......
er kommt danach noch mit zu uns, er will seine wäsche waschen ,weil es ja morgen losgeht ,mit nicki nach südafrika.ich lass ihn aber nicht mehr rein, er muss draussen bleiben,das kommt davon ,wenn man keinen humor hat.die wäsche wäscht die waschmaschine.
mit i. sitze ich noch auf der terrasse, die letzten amarulas werden geschlürft.
ich soll wiederkommen, nächsten winter, aber schon früher, wegen der weihnachtsgans am heiligabend............du musst kommen, wir haben uns doch gut verstanden, ...
jaja ,denke ich, wir haben uns so gut verstanden,weil wir alle drei humor besitzen, sonst wär es mitunter auch schon mal kritisch geworden.mutter,tochter und ein hariji, der keiner sein will.also, kein Ji.
also fahren wir alle am nächsten morgen. udo fülle ich noch wasser in seine tanks, dann packen wir ein und es geht los.udo holt nicki ab.,sie fahren richtung kapstadt.
wir nach osten.
unterwegs wirds schlagartig heiss,swakop hat ja oft nebel und wolken, was es so angenehm macht,
.
am strassenrand stehen native und halten riesige pilze hoch, zum verkauf.die wachsen auf termitenhuegeln und sind eine delikatesse.
wir lassens, da p.und i , mit denneuen gästen zur etosha pfanne fahren wollen, 4 tage auf pad.
nach 4 stunden sind wir in windhuk,322000 einwohner, 1840 gegruendet.,1400 meter hoch gelegen.schöne stadt, saubere luft, tolles klima, wenns nicht allzu heiss ist.
es muss grad gerääägnet haben ,meint i.stimmt, am strassenrand gibts pfützen.
wir logieren im ROOF OF AFRICA......sehr nett,nahe der eckenbrecherstrasse......also, benannt nach frau margarethe eckenbrecher,ihres zeichens autorin von o.a. buch---was mir afrika gab und nahm...... hat hier in der nähe in klein -windhoek gelebt, ich erinnere mich. interessant ,wenn man die gegenden sieht, die in den buechern vorkommen, die man liest. wie das noch gestern besuchte hansahotel aus hummeldumm.das hotel mit dem kolonial kaffee,was jaud als ddr flachbau bezeichnete.nicht ganz falsch, aber nur aussen.
wir gehen abends noch essen, in JOES BIERHAUS; muss sein,meint p.,ihr bruder sei so gern hierhergekommen, es ist nicht weit, ich kann laufen bis dahin.
oje, auf mich wartet ein mit fragwuerdigen handy- telefonierenden nativen und lieschen müller touristen aus bad oeynhausen angefülltes ,gruseliges rustikalambiente,nach dem motto, fässer auf die decke und bembels and die wand......scheusslich.aber das essen soll gut sein,egal................in der tat wirds dann netter als der mond rauskommt und palmwedel ueber unseren häuptern schweben.
das essen ist ebenso rustikal, gegrilltes aus der etosha pfanne........haha.ich esse aber kein zebra, dafür lieber was mit fisch von der skeleton coast.
später noch ein absacker in der bar und ab ins bettchen.angenehmes gemurmel aus dem hotelgarten,menschen sprechen ja gern.aber vielleicht in ihre samrtphones.....
nach dem frühstück dann ein walk on the windhoek site.der clocktower an der hauptstrasse ,entspanntes flair, erinnert mich an melbourne,multikulturelle szenerie und gute luft,
.--------und die meteoriten ,die 1846 hier in namibia runtergekommen sind, alle fein säuberlich auf sockel gestellt. kosmische gefühle stellen sich ein beim anblick der armspannengrossen brocken, die aussehen, als seien sie aus eisen.von woher kamen sie? was sollen sie uns sagen?
fotostunde.ich bin zu blöd mit p´s smartphone fotos zu schiessen.
dann werden noch kleine holzplastiken erstanden,eine davon sieht aus wie ein harlekin.........p stimmt an..
...mein bunter harlekin,..
.wir singen eine strofe auf der strasse, die nativen schauen und hören und freuen sich........weisse singen ,oje .........
...und wer ihn
liebt, der lässt ihn weiterziehn........denn für den harlekin ist die ganze welt ein grosses zirkuszelt..
.ouma singt auch mit....
......jaja, so isses,das haben sich die meteoriten auch gedacht und wurden dann jäh von einem planeten gestoppt.
wir essen noch ein abschiedseis und dann gehts auf zum airport,der ca 4o km von hier entfernt ist.
weiter himmel, viel grün ist nach dem regen zu sehen ,weisse wolken und bergiges land.ein land des lächelns ist es nicht unbedingt, aber ein bezauberndes, wildes land,das durch schönheit,und mannigfaltigkeit besticht.das hügelige khomas hochland,die grenzenlos scheinenden sandflächen der namib,unterbrochen von den granitmassen des brandbergs,der spitzkoppe(die wir am morgen auch noch vom auto aus sahen) und des erongo,die schroffe küste sowie das grasbedeckte weideland mit hohen bäumen im nordosten.die weite, die menschenleere und die wunderbare tierwelt hat mich beeindruckt.nun gehts heim.
von meinen beiden uranischen ladies verabschiede ich mich mit einem tot siens,..afrikaans für auf wiedersehen, bedanke mich für ihre grosszuegige gastfreundschaft.........harlekin muss weiterziehn...
der kleine airport ist gemütlich, ich checke alle flüge bis berlin gleich ein und 1 stunde später sitze ich am fenster und
schaue auf das land, das für 5 wochen ein winziger teil meines lebens wurde.dabei wollte ich eigentlich nie nach schwarzafrika.so gehts.
in johannesburg steige ich um, habe aber 3 stunden aufenthalt. latsche durch die malls und guck mir die leute an.es ist ja intereressant, was für gestalten sich auf internationalen flughäfen rumtreiben.
da gibts die, die immer so aussehen,als kämen sie grad von irgendeinem strand.........bermudashorts und flippers und verwaschenes t shirt.rucksack....geschäftsleute im kontrast dazu, anzug und krawatte, unterkühlte araber mit ihren weissen roben, dazu die ehefrauen im entsprechenden verhüllungsgewand, der aufgeregte seltenflieger,die pärchen mit dem klettverschluss, die erschöpften,die coolen weltenbummler und traveller, tretschuhe und rucksack,die internationalen mit kosmopolitischem gehabe,die bunten, die sich in landesfarben eingekleidet haben und die abenteurliche soloreisende ,dauerbeleidigte mit nörgelfaktor 100,weil die maschine 40 minuten verspätung hat,(sitzt grad neben mir ,aus uebelingen),englische gentlemen im alten stil, eine schwarze mit riesigem hintern ,arschterrasse,der auch wirklich absteht wie ein extrakörperteil, läuft vor mir her,ein doppelgänger von paolo mit suchendem blick, schwulis
mit blick auf schrittmitten, hetenmännergruppen natürlich, alle haben die gleichen t shirts an und gehen biertinken ,
----im relax express kann man sich kneten lassen ,und da sitzt auch jemand ohne hemd und die native schwabbelt ihn frei von seinen verspannungen,.................ich selber hab mich verkleidet als uneindeutig, aber das ist meine interpretation,bin ich doch inzwiwschen nicht mehr der junge goahippie 75,sondern
ein älterer herr mit bauch und brille................tempus fugit.....
dann einstieg in die A380iger mit kapazität fuer bis zu 850 reisenden und einem startgewicht von 560 tonnen
ich frage mich immer wieder, wieso so ein riesending in die luft gehen kann.nur weil 4 riesige duesen luft unter die tragflächen blasen.ja .geht aber.
diesmal keine premium klasse, nur holzklasse, und ich hab das gefühl, die wird immer enger. immerhin hab ich noch gangsitze bekommen für alle 3 flüge.......man muss ja froh sein, dass man die nicht auch noch extra zahlen muss wie die sitze am notausgang inzwischen,wegen beinfreiheit. naja, für 11 stunden wirds grad gehen,meine nachbarn sind engländer, pusten gleich ihre schlafkissen auf und reden nicht.es wird eh nicht mehr geredet in flugzeugen,aber das hatten wir schon.
mir wurscht, mein rezept seit jahren sind minimum 2 bücher und ein riesenkreuzworträtselheft und die schlafpillen von mutti2....hummeldumm hab ich noch vor dem dinner durch, endlich.lustiges buch,aber nicht unbedingt ernst gemeint.
berlin - moskau ,eine reise zu fuss, fange ich an.der autor geht grad durch weissrussland, er schreibt,---alles ist marode, aber gepflegt marode.alles wird einfach uebergestrichen.naja, richtung osten kriegt mich ja keiner,aber die reiseberichte machen mir freude.nur hier nicht,denn allein zu lesen wie es dort ausschaut ,deprimiert mich augenblicklich.ich fühle das elend einer existenz in diesem land schon durch die buchstaben hindurch........gräuslich.
dann schau ich mir noch mal den LIBERACE - film mit einem excellenten michael douglas an,überm kongo schlucke ich die schlaftablette und über monaco, wo ja nun entzückende zwillinge auf ihr grimaldischicksal warten,werde ich wach.6 stunden später. bravo...
..,pünktlich zum frühstück. mir tun alle glieder weh, weil man in diesen sitzen nur im zen stil ueberlebt,aufrecht sitzen und nicht bewegen.
in london dann noch eine stunde am gate b8, dann auf nach tegel, mein lieblingsflughafen aller zeiten,der niemals zugemacht werden sollte....
.... und bei grauem patschewetter steig ich in den 109 und bin in 8 minuten im tegelerweg.
home.
so ,das wars, meine damen und herren.und wars anstatt offenbarung doch nur erfahrung, was macht das schon.
das wusste schon frau knef.
und wenn einer eine reise tut, dann muss er nichts erzählen,aber er kann,wenn er will.man weiss ja nie, ob es noch eine neue reise gibt.die letzte reise kommt sowieso ueber kurz oder lang.und wohin die geht, weiss niemand.
aber davon erzählt keiner.(die erdmännchen haben nicht nur in namibia begrenzte lebensdauer.)
HARI om
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